Akten

Die GAP.8-Akten sind heraus! Das pdf-Dokument können interessierte LeserInnen hier finden:

http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DocumentServlet?id=31200

Meinen Beitrag findet Ihr auf S. 405-411 (seitenmäßig recht dünn also – argumentationsmäßig hoffentlich nicht). Er hat mit Richard Swinburnes Bayesschem Argument für die Existenz Gottes zu tun. Und mit Blaise Pascal.

Meine Pointe ganz kurz gesagt: An Gott zu glauben, ist rational für alle, die sowieso fasten, oder tugendhaftes Leben dem Laster sowieso vorziehen, oder an Gott glauben wollen. Für den Rest bin ich mir nicht sicher…

Wer unter meinen Lesern in diesem Blog ein spektakuläreres Resultat erwartet hat, hat mich überschätzt.

3 thoughts on “Akten

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Publikation!
    Ich habe mich durch den Artikel gebissen *Schulterklopf* – eine sehr interessante These, besonders die Stelle mit den Fußballfans fand ich erhellend… Nur will mir noch nicht ganz (alltagstauglich) plausibel werden, warum rational gleichgesetzt wird mit Nutzen bringen/ sich lohnen.
    Warum muss Glauben an Gott etwas bringen bzw. Zweifeln dann schaden? Ist es nicht vielmehr so, wie in jedem (Liebes)Beziehungsgeschehen, dass da wohl eher beides dazugehört: Überzeugung/Liebe und Zweifel/Streit? Und eben unabhängig vom erhofften Ertrag…?
    Steh‘ ich schon wieder auf dem Schlauch?

    • Meiner Analyse liegt ein utilitaristischer Begriff des Nutzens zugrunde. Ich habe von allem etwas, was mir Glück bereitet, und nicht nur vom Ertrag. Wenn mich also Sachen wie der Glaube an Gott, das Fasten, abweichendes Verhalten, von dem ich – von mir aus – soziale Sanktionen zu befürchten habe, glücklich machen, dann habe ich einen Nutzen davon. Langfristig kann ich selbst von einem Streit einen Nutzen haben usw. Es schadet mir dagegen alles, was keinen Nutzen darstellt. Den Begriff Nutzen thematisierte bereits Pascal in dieser Hinsicht.

      • Danke, das habe ich vermutet, und das schließt auch meine Verständnislücke.
        Es stellt sich nur noch die Frage, ob das „glücklich machen“ das oberste Kriterium bzw. der letzte Beweggrund sein sollte – für mein Geschmack doch ein wenig zu hedonistisch. Aber das wiederum ist eine andere Diskussion…

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