WCP 2013

(Scroll for English)

Es könnte sein, dass der eine oder der andere Leser dieses Blogs vom 4. bis zum 10. August am diesjährigen Philosophieweltkongress in Athen teilnimmt und griechische Fachkollegen kennenlernt. Da ich aber nicht vor Ort sein werde, um spontan befragt zu werden, gebe ich folgende kleine Phänomenologie des neugriechischen Philosophen bekannt.

Der griechische Philosoph und die griechische Philosophin identifizieren sich philosophisch nicht durch die Bücher und Aufsätze, die sie verfasst haben, sondern durch die Partei, die sie wählen – und die ihnen in der Regel zur Stelle verhalf, die sie innehaben. Der ausländische Gast hat also den größten Schritt zum Verständnis der griechischen Fachkollegen zurückgelegt, wenn er verstanden hat, welcher politischen Einstellung die griechischen GesprächspartnerInnen sind. Bei griechischen Männern ist die Kleiderordnung, insbesondere die Frage, wieviele Knöpfe am Hemd geschlossen sind, der wichtigste Index der politischen Einstellung – s. hierzu die Fotos und die Erläuterungen nach dem nachfolgenden englischen Text (Frauen sind komplizierter, deshalb gibt es vielleicht eine Fortsetzung).

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Some of the readers of this blog might visit Athens from August 4th until 10th for this year’s World Congress of Philosophy – inevitably to meet Greek colleagues. Since I won’t be there to be asked, this is a brief phenomenology of modern Greek philosophers.

Greek philosophers define their position in the philosophical discourse primarily with reference to the political party they vote for. This is actually a rational thought because they mostly owe their jobs – when they have one – this political party and not their books or articles. That is, guests from abroad have accomplished the most difficult task in their attempt to understand a Greek colleague if they know which this Greek’s political views are. Whether the Greek man standing next to you is buttoned up or not is the most important index for his views – see the photos and the comments (Greek women philosophers are more complicated – perhaps the topic has to be continued to include also them).

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Conservative; mostly non-analytic; not always religious.

 

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Liberal; probably analytic; an endangered species; he only managed to come to the congress because he escaped from the zoo.

 

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Radical leftist; analytic; likes Foucault also; or whatever; life’s so complicated anyway…

 

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Just flirting…

6 thoughts on “WCP 2013

  1. Was für eine Philosophische Schule kam noch mal nach Flirten?
    Bin noch nicht sicher, wie ich es finde, dass griechische Philosophen den Rest der Phantasie überlassen..😀

    • Du denkst wohl an Fischereiarten, die mit Tauchen zusammenhängen. Denn Angeln geht entweder ganz früh oder in der Nacht. Netze auswerfen kann man nur nachts. Um vom Harpunefischen mit der Lampe ganz zu schweigen, für das Dunkelheit notwendig ist.

  2. Pingback: WCP 2013 – THE SEQUEL | philori.de

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