Maskerade

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Die Philosophen mögen normalerweise die Nacktheit: Sie mögen die nackte Wahrheit entdecken, die Struktur der Realität bloßlegen, das Beiwerk der Sprache auf primitive Ausdrücke reduzieren.

Der Fasching widerspricht dem Nacktheitsgedanken. Schlimmer noch legt er nahe, du wärst, was du trägst.

Der in Griechenland nicht unbedeutende Essayist Christos Malevitsis hatte mir in einem persönlichen Gespräch in den 80ern in Athen gesagt, dass er Theater und Philosophie als zwei Zweige griechischer Kultur ansah, die in der Antike entgegengesetzt waren, bevor sie in der christlichen Liturgie und im modernen Theater vereint wurden.

Das schließt nicht aus, dass es ein Theater gibt, das hartnäckig unphilosophisch bleibt. Der Fasching erscheint als ein sehr guter Kandidat für diese Rolle.

Fasching

Normally, philosophers affirm nakedness: they love the naked truth; they reveal the structure of reality; they reduce misleading expression to primitive, low-order language.

Carnival contradicts the idea of nakedness. And what’s worse is that in carnival you are supposed to believe that the others are what they’re dressed as.

In a personal communication in the 80s in Athens, the Greek essayist Christos Malevitsis had told me that he considered philosophy and theatre to be two domains of Greek culture which were contrary in antiquity to be united in the Christian liturgy and in modern theatre.

This would not exclude that there is a theatre which remains unphilosophical. Carnival appears to be a very good candidate for this role.

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