Of philosophical Maccabees and wannabes

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Vor genau einem Jahr startete ich dieses Blog mit der Absicht, philosophische Kommentare zum Alltag zu schreiben – und gelegentlich Exkurse zur Religionswissenschaft. Ich wollte von Anfang an keine Berichte über aktuelle Taten von Philosophen schreiben. Oft ist nämlich der Alltag der Philosophen nicht der Rede wert, was man an Brian Leiters Blog leicht erkennen kann. Gelegentlich lese ich es zwar, aber ich finde, dass mindestens zwei Themen, über die Leiter schreibt, äußerst unphilosophisch sind. Erstens widmet er sich zu oft frivolen Eskapaden männlicher Philosophieprofessoren. Zweitens vermittelt er mit seinen Rankings englischsprachiger philosophischer Departments („Philosophical gourmet„) den Eindruck, dass das Output eines Fachbereichs Philosophie genauso leicht zu evaluieren ist wie die Leistungen eines Fußballteams. Mittlerweile gibt es ein neues Ranking, das nicht-englischsprachige Universitäten mit einbezieht, damit der Durchschnittsfan von F.C. Bayern, Inter Mailand oder Real Madrid bei der Unisuche sich in der Meinung bestätigt, alles in der Welt drehe sich um den Fußball – oder funktioniere jedenfalls ungefähr so.

Der Fachbereich für Philosophie an der New York University ist seit längerer Zeit Leiters Spitzendepartment. Ein berühmtes Mitglied desselben sagte mir vor ein paar Jahren, dass er sich wie ein Spieler bei Real Madrid fühlt. Man kann diese Äußerung auf zweierlei Weise interpretieren: Entweder meinte er, dass er für den besten Klub der Welt spielt, oder er meinte, dass seine Mitspieler zwar herausragende individuelle Leistungen erbringen, dass sie jedoch kein kohäsives Team ausmachen. Obwohl er sich auf das Fußballteam von Real Madrid bezog, galt, was er sagte, auch dem Basketballteam von Real Madrid, dessen Niederlage vor ein paar Stunden im Euroleague-Finale gegen Maccabi für die zweite Interpretation seiner Worte spricht.

Die Maccabis dieser Welt sind oft besser als die Reals. Nicht nur im Basketball – auch in der Philosophie. Diese Einsicht macht Leiters Verständnis der Philosophie als einer citius-altius-fortius-Disziplin unhaltbar.

Sofo groß

When I started this blog, a year ago today, I wanted it to be a philosophical commentary of everyday life with some excursions into religious studies. However, I didn’t want it to be a report of what philosophers do. What philosophers do often does not justice to philosophy and this can be easily seen in Brian Leiter’s blog. I do occasionally read it, but I think that at least two things which Leiter does, do no justice to philosophy. The first is that he pays too much attention to gossips on various frivolous escapades of male philosophers. The second is that the „Philosophical gourmet“ with the rankings of the philosophy departments of English speaking academia makes one think that the value of the work produced in a philosophy department is as easily measurable as the value of the roster of a football team. Meanwhile there is a university ranking for the non English speaking academia so that the average Bayern Munich, Inter Milan or Real Madrid fan can feel justified to think that everything in the world works like football while looking for „the best“ university to study.

Leiter’s top department for years and years is the Philosophy Department at the NYU. A very celebrated member of this department told me a few years ago that he feels like playing for Real Madrid. One can understand this in two ways: either he meant that he feels like playing for the greatest club ever or he meant that he plays for a non-cohesive team which consists of excellent individuals. He was talking about Real Madrid’s soccer team but he could have been talking about the Real Madrid basket ball team, whose defeat by Maccabi in the Euroleague final a few hours ago spoke for the second interpretation of his words.

I think that the Maccabis of this world are better than the Reals quite often. Not only in basket ball. Also in philosophy. This insight makes Leiter’s citius-altius-fortius-blog much less interesting.

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