It’s one country

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Sicherlich erwarten ein paar Leser dieses Blogs eine Fortsetzung meines „J’accuse“ gegen den Demarkationismus von Gerhard Schurz. Allerdings habe ich ein paar Stunden nach meinem Vortrag keinen Nerv dazu. Lieber schreibe ich vorerst über etwas anderes.

Die Konferenz, an der ich teilnahm, war im Rahmen eines polnisch-kroatischen Projekts. Allerdings kamen die Ehrengäste aus Deutschland und Österreich – von Unis, die keine Eliteunis sind.

Sicherlich gibt es ein Zentrum, wenn es eine Peripherie gibt. Aber es ist nicht nur die Peripherie, die das Zentrum zu dem macht, was es ist. Das Zentrum hat etwas dafür getan.

Es stimmt, dass die deutsche Wissenschaft unabhängig vom Standort ein gutgehender Laden in bester Lage und mit extrem gutem Ruf ist. Dass der Ladenbesitzer das als Grund zum Desinvestieren betrachtet, ist eine Dummheit ersten Ranges, die wir in den letzten Jahren ständig erleben.
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Some readers of this blog probably expect a posting on Schurz’s demarcation criterion which excludes metaphysics from science by employing a criterion, novelty of evidence, which allows strange science. Not today, not few hours after my lecture…

For now, I would just like to point out something concerning the international trademark of science. It was a conference I participated in the context of a Polish-Croatian project. But the celebrated guests were from Austria or Germany – from „non-elite“ universities. I don’t know if German policies concerning science show awareness of this. I mean, certainly there will be a center when there’s a periphery.

But the center has done something to be there! German science is a shop in a very good location, with a very good reputation, independently of the money spent by the shop owner.

In the last decades the shop owner sees this as a signal to stop investing – with the exception of few universities.

OK, we’re still here. But we’re not expected to show gratefulness for having the opportunity to show how good we are and how we can make ends meet AT THE SAME TIME, are we?

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Protiv demarkacionizma

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Das Hirn hinter Ristretti ist zu einem kurzen Kreuzzug aufgebrochen (s. Foto nach d. englischen Text).

Auch in diesem Ristretto gibt’s keinen Zucker. Die Demarkationisten, die Wissenschaftstheoretiker, die meinen, zwischen Wissenschaft und Nichtwissenschaft ließe sich scharf abgrenzen, müssen meine Argumente fürs Gegenteil bitter spüren.

Larry Laudan behauptet, dass Aristoteles der erste Demarkationist war. Erstens war er’s nicht. Zweitens werde ich in der Konferenz gegen Gerhard Schurz als Demarkationist, nicht gegen Aristoteles das Feuer eröffnen.

Konferenzen sind wie Beziehungen: Am meisten hat man am Ende mit denjenigen gestritten, die man am liebsten hatte.

Ich werde von der Front berichten.
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Ristretti’s on the road again. Crusader without sugar. My arguments against demarcationism, the position in philosophy of science according to which there’s a clear cut between science and nonscience, must get bitter.

Larry Laudan thinks that Aristotle was the first demarcationist. I have two things to say on this: 1) Aristotle wasn’t a demarcationist. 2) In the conference, I’ll fire against Gerhard Schurz as a demarcationist, not Aristotle.

Conferences are like relationships: at the end you realize that you argued most with those whom you liked most.

I’ll keep you posted.

Plato’s, Aristotle’s and Spitzweg’s legacy

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Georgios Karageorgoudis (LMU München) hat mir gerade eben geschrieben, dass er im WS 2015-16 zur Abwechslung, nachdem er jahrelang viel über David Lewis und Metaethik gelehrt hat, ein Seminar mit folgendem Titel anbietet: „Platon und Aristoteles über die Freundschaft: Lysis und Eth. Nic. VIII, IX“.
Einerseits muss ich an Seminaren von Freunden zum Thema Freundschaft automatisch interessiert sein und ich will tatsächlich jede Woche hingehen – sollte ich in der Zeit tatsächlich in München sein.
Andererseits kommt mir das Thema vor, wie wenn wir so etwas wären wie Maler aus der benachbarten Münchener Kunstakademie, die plötzlich anno 2015 Lust haben, wie Spitzweg zu malen.
Aber das ist gerade das Coole dran.
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Georgios Karageorgoudis (LMU Munich) just wrote me an email in which he announces that, in the winter term 2015-16 he’ll be teaching on „Plato and Aristotle on Friendship: Lysis and Eth. Nic. VIII, IX“ – after many years of David- Lewis and metaethics courses.
A friend’s course on friendship has to be visited by his friends – granted that they’ll be in Munich during the semester of course.
I also have to say that the topic is as if we were artists from the Munich Kunstakademie – in the neighborhood – who feel like spending some time with painting Spitzweg-like paintings anno 2015.
Which is cool after all.

Paraconsistent Priests

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Gerade lese ich den Sammelband Heaps and Gluts (Oxford: Clarendon Press, 2003), herausgegeben von JC Beall und ich werde den Eindruck nicht los, dass die promimenten Autoren, Beall selber, Graham Priest natürlich, Achille Varzi, Stewart Shapiro etc. nicht wissen, dass der erste Versuch, die Haufenparadoxie über ENTWEDER eine mehrwertige Semantik, ODER über Wahrheitswertesättigung zu lösen, meines Erachtens aus dem 4. Jh. n.Chr. kommt:

Warst du es, der während seiner Entstehung existierte, und bist du es auch, der jetzt existierst? Keine von beiden Alternativen trifft zu, oder? Denn, wenn es in beiden Fällen du warst und bist, wer und wo warst und bist du? Wie kannst du zwei verschiedene Wesen sein, der du ein-und-derselbe bist?

Nach den Worten Gregors von Nazianz aus dem 9. Kapitel seiner 29. Rede De filio treffen der Satz: „Dasjenige, was da war, als du entstandest, warst du“ sowie dessen Negation beide nicht zu. Das kann nun so gedeutet werden, dass der Satz: „Dasjenige, was da war, als du entstandest, warst du“ wahr-und-falsch ist: falsch, weil du natürlich noch nicht entstanden warst, während du noch im Entstehen warst; und wahr als Negation eines unwahren Satzes. Eine andere Lesart der Passage ist, dass Soriten-Kontexte eine vielwertige Semantik oder eine Wahrheitswertlücke mit einbeziehen.

In einer Mischung aus Polemik und Laune wandte sich Graham Priest vor 20 Jahren in einem Artikel im Canadian Journal of Philosophy 25/1, S. 57, gegen die „Behandlung“ von Paradoxien mit Wahrheitswertlücken. Das wäre so, als würde man

…die Eröffnung einer Schachpartie für die Schachpartie halten.

Gut – jetzt weiß ich nicht, was schlimmer ist: Eröffnungen für Schachspiele zu halten oder gleich zwei Züge nacheinander zu machen: „Ich war derjenige, der existierte, während meines Entstehens“ – der Bauer geht vorwärts – und „Ich war nicht derjenige, der existierte, während meines Entstehens“ – Bauer geht wieder an seinen Platz?

Wie kann man überhaupt Schach spielen mit jemandem, der dabei behauptet, gespielt zu haben sowie dass dieses Procedere keine allgemeine Regel darstellt?

PS: Die eine Person auf folgendem Bild ist tatsächlich Graham Priest. Die andere ist Gregor von Nazianz: ein Priester und guter Logiker.

Gregory and Graham

The one person above is Priest – Graham Priest. The other is a priest – and a good logician.

I’m reading the volume Heaps and Gluts (Oxford: Clarendon Press, 2003), ed. by JC Beall. I have this impression that all these very eminent scholars who contributed to the volume, Beall himself, Graham Priest of course, Achille Varzi, Stewart Shapiro etc. don’t know that the first attempt to solve a soritic paradox by EITHER gappy semantics OR dialetheias comes, to my knowledge, from the 4th c. AD:

Is it you, who were there during the process of your coming to be you, and you, who are there now? Both alternatives are not the case, are they? Because if the one who was and is there is in both cases yourself, then who and where is this? And how could you be two different things, since you are unique?

Gregory of Nazianzus’s words from in the 9th chapter of De filio (oratio XXIX) are meant to show that the sentences: „The entity who was evolving during your coming to be was you“ and its negation are both „not the case“. And this can be understood to say that the sentence „The entity who was evolving during your coming to be was you“ is true-and-false: false because it you were just evolving, you weren’t there yet, and true as a negation of a false sentence. Another way to understand the saint’s saying is that soritic paradoxes have an intermediate truth value or a truth-value gap.

Graham Priest, in one of his polemic moments against gappy semantics (in an article in the Canadian Journal of Philosophy 25/1 (1995), p. 57) says that calling gaps a solution is

…like calling an opening gambit a game of chess.

Now, I don’t know what is worse: calling opening gambits games of chess or making two moves at the same time: „I was myself during my coming-to-be“ – the pawn moves forward – and „I was not myself during my coming-to-be“ – the pawn returns to its place?

How to play chess with someone who says that this was his move and that this is not a universal rule of the game?

The paternity of the term

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„Ethnolaikos“ ist eine Neuschöpfung im Griechischen. Bei den naheliegenden Assoziationen zu „ethnisch“, „Laie“, „laizistisch“ und „populistisch“ ist es wohl klar, dass sich der Terminus zur abwertenden Bezeichnung der Mischung aus Populismus und Nationalismus eignet, die die jetzige griechische Regierung pflegt. Das Subtantiv „ethnikolaikismos“ ist zwischenzeitlich in aller Munde und wurde bereits auf den Schriftsteller Petros Theodorides zurückgeführt, der es zum ersten Mal 2005 in einem Vortrag in Saloniki benutzt haben soll, unter Hinweis darauf, der Terminus sei nicht gebräuchlich. Das hindert ihn wohl nicht daran, nützlich zu sein.

2001, vier Jahre vor Theodorides also, hatte ich das Adjektiv „ethnolaikos“ in meiner Einleitung zur griechischen Übersetzung von Cassirers Kants Leben und Lehre eingeführt. Dort zitierte ich aus dem bekannten Gutachten Heideggers, das 1933 zur Zwangspensionierung des Münchener Philosophieprofessors Richard Hönigswald geführt hatte. Gerade an der Stelle, an der Heidegger Hönigswald und den Neokantianern vorwirft, keinen Sinn für die

volkhafte Überlieferung [der] Herkunft [des Menschen] aus Blut und Boden

zu haben, dachte ich lange über eine adäquate griechische Übersetzung für „volkhaft“ nach und entschied mich für den Neologismus – meinen Neologismus. Das war in der alten Wohnung in Glyfada, noch schrieb ich an meinem PowerBook 100, das frei bereits 9 Jahre alt war. Der Hinweis auf Heideggers Gutachten samt griechischer Übersetzung der nazilastigen Stellen in demselben riefen eine bitterböse Rezension des Bandes durch Pavlos Kontos hervor und erschwerten mein ohne politische Beziehungen ohnehin schwieriges universitäres Dasein in Griechenland zusätzlich.

Aber das ist jetzt egal: So viele Liebhaber sie auch immer gehabt haben soll, dieses eine Kind hat die griechische Sprache von mir.

seite

„Ethnolaikos“ is a Greek neologism. Its associations range from „ethnic“ to „layman“ to „laicité“ and, finally, to „populism“. The term has proven to be very appropriate as a characterization of the populism-and-nationalism mix used recently by the Greek administration. The adjective is very popular, mostly among adversaries of the political platform which it describes. It has been suggested that the writer Petros Theodorides was the first to use the substantive „ethnolaikismos“ in a lecture which he gave in Salonica in the year 2005. Theodorides conceded there that the term is not idiomatic Greek.

In 2001 however, four years before Theodorides, I had used the adjective „ethnolaikos“ in my introduction to the Greek translation of Cassirer’s Kant’s Life and Thought. There, I quoted from a report written by Heidegger in the year 1933 – a well-known document against Richard Hönigswald, a neokantian who taught in Munich. As the aftermath of this report, Hönigswald had been sent to forced retirement by the Nazis. I remember how hard the job has been to translate the passage in which Heidegger accuses Hönigswald and the neokantians for having no sense of

the tribal [volkhaft], blood-and-soil-based tradition of the people’s heritage.

I still remember that I had no ready translation for „volkhaft“. I was thinking and thinking about a translation which would sound really adequate – it was in our old place in Glyfada, I still used my PowerBook 100 which was already 9 years old – and, finally, I decided to introduce the neologism – my neologism. My quoting from Heidegger’s report was about to make Pavlos Kontos write some rather aggressive remarks concerning my introduction in the review he wrote for Nea Hestia about the volume. I suppose that this episode belonged to the ones which made my passage from Greece even more difficult than it was bound to be since I had no friends in Greek politics.

The rest is history. After two affairs: an unfruitful one with Greek university politics and a fruitful one with Greek language, I returned to Germany in 2003. Especially Greek language has had innumerable affairs before and after me, of course. But this child is fathered by me! I claim paternity of one of the most fashionable terms in contemporary Greek politics.

Wie bei Hempels unterm Sofa

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Jahrzehnte später kann er das Lampenfieber nicht vergessen, das er hatte, als er zum ersten Mal – irgendwann in den 70ern – an Carl Hempels Tür, klopfte. Hempel war bereits ein legendärer Wissenschaftstheoretiker neopositivistischer Provenienz und der damals junge Mann, der sein Doktorandenstudium in Pittsburgh angetreten hatte, ist heute kommunistischer Bildungsminister in Griechenland.

Später hatte Aristides Baltas freilich nichts mehr für den Neopositivismus übrig. T.S. Kuhn und Paul Feyerabend wurden seine Großen. Er bemängelte, dass die neopositivistische Wissenschaftstheorie die angebliche Ordnung im Gebäude der Wissenschaft herstellen will, dieses aber beim genauen Hingucken wie bei Hempels unterm Sofa aussieht. Das war freilich nicht sein Ausdruck – er kann kein Deutsch – aber meiner, der ich ebenfalls seiner Meinung war und immer noch bin.

Trotz unserer tieferen Übereinstimmung war mir Baltas immer des Szientismus verdächtig. 1989 nämlich – ich stand gerade vor dem Abschluss meines Studiums, wollte promovieren – fragte er mich so wie wohl jeden, den er näher kannte, ob UPitts eine Option für mich wäre. Ich reagierte enthusiastisch und gewissermaßen falsch. Ich sagte nämlich nur einen Namen:

– Adolf Grünbaum

– Nein! Doch nicht zu Grünbaum gehst du! Spinnst du? Er wird denken, er wäre wichtig!

Die Schelte war mir suspekt. Grünbaum, der zwar bei Hempel promoviert hatte, war gerade dabei, Freuds Interpretation der Religion zu akzeptieren (wogegen ein säkularer Intellektueller wie Aristides, dachte ich, nichts einwenden könnte) und gleichzeitig für den Wert der Psychoanalyse zu argumentieren (was strenggenommen keine positivistische Position ist). Ich stammelte nur:

– Grünbaum ist nicht mehr das Hempel-Kind. Er schreibt jetzt auch über Psychoanalyse.

– Genau diesen Unfug meine ich!

Das war’s für mich: Herzklopfen vor Hempels Büro, gegen Grünbaums neue Tendenz: Aristides musste ein verkappter Szientist sein.

Um so mehr überrascht er mich jetzt positiv als Bildungsminister. Er gibt nämlich Zeichen dahin gehend, dass für ihn die Verselbstständigung von Evaluationen (etwa von der PISA-Studie) zum Selbstzweck des Bildungssystems inakzeptabel ist; auch dahin gehend, dass die Schule integrativ sein muss und kein „center of excellence“ sein darf.

Sollte er auch noch der Reformpädagogik wieder eine Chance geben, der Reformpädagogik, der in Griechenland in den frühen 80ern der Garaus gemacht wurde, dann bin ich für ihn!

Das ist jetzt kein Themawechsel:

Es gibt Pädagogen, die ihre Funktion darin betrachten, eine schöne Gausskurve zu erstellen, die die Streuung der arithmetisch ausgedrückten Leistung ihrer Schüler darstellt. Ordnung muss her! Das hat meiner Ansicht nach genausowenig mit Pädagogik zu tun wie die hempelsche Rekonstruktion der Wissenschaft mit der echten, historisch entstehenden Wissenschaft. Die echte Pädagogik und die echte Wissenschaft sind unordentlich! Der Blick bei Hempels unterm Sofa erschreckt zwar. Aber er erschreckt nur diejenigen, die das Sofa nicht nutzen können. Man guckt normalerweise nicht unters Sofa, sondern man hat eine schöne Zeit darauf.

Ab und zu saubermachen – ja…

Ab und zu!

hEMPEL

For decades he cannot forget the heartbeat while knocking on Carl Hempel’s door back then when he started with his PhD at UPitts. Carl Hempel was a legend in philosophy of science – a logical positivist of course, but still or exactly for this reason. The young man is today the Greek (and communist) minister of education.

In later days, Aristides Baltas was very negative about logical positivism. T.S. Kuhn and Paul Feyerabend became his main references. He criticized that logical positivist philosophy of science wants to tidy up the structure of science but if you look carefully, science looks like „under the sofa at Hempels‘ place“ – which is a German expression for untidiness. This wasn’t his expression – he doesn’t speak German – but mine. I was very sympathetic to this view. And I’m still sympathetic to it.

There was this agreement. However, I began to suspect Baltas of cryptoscientism in 1989. I was wondering where to go as a postgraduate when he asked me – like probably every person he felt a bit closer – if UPitts would be an option. My reaction was enthusiastic and, in a sense, false. I simply said:

– Adolf Grünbaum!

– What are you talking about? You’re not going to write a PhD-thesis with Grünbaum as a supervisor! He’d think he’s important!

Now, why was he upset? Grünbaum had written his PhD-thesis with Hempel, alright, but in the late 80s he was very busy with arguing for Freud’s interpretation of religion (a non-religious intellectual like Aristides wouldn’t oppose to this – would he?) and at the same time for the value of psychoanalysis. Not exactly the a logical positivist’s program if you ask me… I managed to stutter:

– Grünbaum is not the faithful Hempel disciple anymore. He writes on psychoanalysis.

– This is exactly what I’m telling you!

For me, that was it: Heartbeat at Hempel’s door, being against Grünbaum’s new tendency: Aristides was crypto-Viennese!

This old suspicion is the reason why I was surprised from his first announcements as a minister. He thinks that it’s unacceptable to make evaluation the final end of education (it’s still not clear if Greece will participate in the next PISA-study). He thinks that school has to integrate people rather than to mutate into a „center of excellence“.

If he also gives reformed education a chance, after it was annihilated by Greek administrations since the early 80s, then God help him!

What comes now is not a change of subject:

There are teachers who see their function as drawing a nice Gauss curve which would express the frequency of the arithmetically formulated performance of students. Order! My view is that this has nothing to do with education like Hempel’s reconstruction of science has nothing to do with real, historically evolving science. Real education and real science are not ordered. Of course, it can be embarassing to have a look under Hempel’s sofa – however only to those who don’t know how a sofa is used. Not looking underneath but laying on it and having a good time.

Now and then you can tidy up…

A bit!

Days of 1438

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Was meine linken Freunde in den Verhandlungen zwischen der Eurogruppe und Griechenland sehen, ist der Versuch eines kleinen Landes, die notwendige Reform der Eurozone anzuregen.
Was ich sehe, ist eine Replik des Florentinums, jenes Versuchs der korrupten byzantinischen Elite, Hilfe von denjenigen zu erhalten, die sie weltanschaulich verachtete. Ein machtloser Kaiser und seine Gefolgschaft kommen in Florenz an. Sie wollen nicht argumentieren, um tiefgreifende Änderungen reifen zu lassen – sie haben keine Zeit. Sie verpulvern schnell ihre Worte, um schneller die ungeliebte Hilfe zu erhalten. Schaulustige Florentiner strömen herbei – nicht wegen der gelehrten Argumente, sondern um sich die exotische Kleidung der „Graeci“ anzuschauen.

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My leftist friends see in the negotiations between the Eurogroup and Greece the attempt of a small country to motivate its much bigger partners to reform at last the Eurozone.
I don’t share their view – I rather have a deja-vu. I’m in the Council of Ferrara-Florence. The powerless Greek emperor seeks the help of those whom his subjects ideologically despise most. He enters Florence with his custody. He won’t lose much time with making the case for changes that can be implemented only years later – he’s anxious to get help now. The streets are crowded. It’s not the political debate which attracted the people though. Someone said that these „Graeci“ have an exotic outfit. And the Florentines are a curious species.