Integrity!

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Es ist jetzt zum zweiten Mal passiert und es muss, finde ich, gesagt werden, auch wenn es nur eine Vermutung ist. Mein Paper zu Swinburnes Argument über körperunabhängige Existenz habe ich anfänglich dem Journal of Philosophy zugesandt und, als es dort abgelehnt wurde, den Acta Analytica. In beiden Fällen erhielt eine alte, unveröffentlichte Version dieses Papers, die ich vor Jahren in meiner academia.edu-Präsenz zugänglich gemacht hatte, völlig unerwartete Leserschaft aus den USA unmittelbar danach. „Unerwartete“, weil in den letzten Monaten die einzigen Klicks auf diese Version, die trotz erheblicher Unterschiede in der Argumantation doch dieselben Stichwörter wie die neue Version hat, unmittelbar nach der jeweiligen Absendung der neuen Version an die Zeitschriften kamen. Ich vermute einen kausalen Zusammenhang da. Dass meine Vermutung ein post hoc ergo propter hoc ist? Ich wäre so glücklich, wenn dem so wäre… Nein, ich vermute ganz stark, dass beide Gutachter meine Identität als Autor des Papers enthüllen wollten, bevor sie die anonymisierte Version ablehnen – oder akzeptieren…

Google hat bei der Begutachtung eines Papers nichts zu suchen. Dass die Suchmaschine doch eingesetzt wird, zeigt, dass die vielgepriesene Integrität von bestimmten Zeitschriften eine Eigenschaft der gerade beteiligten Personen, nicht der Prozeduren ist.

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Enough with scrolling

It’s the second time it happens and I want to talk about it even if I have only indications.

I sent my paper on Swinburne’s disembodiment argument to the Journal of Philosophy and, after it was rejected there I sent it to Acta Philosophica. Immediately after both submissions, an old version of this paper I uploaded years ago at my academia.edu site, was accessed by certain individuals in the USA. The old version has huge differences compared to the new but the same keywords. And it never drew attention except for the two times mentioned in the last few months.

I don’t think that we have a post hoc ergo propter hoc here. Rather, I believe that there is a causal relation between the submissions and the downloading of the old document – that’s not anonymised of course…

Google must remain out of the refereeing process. The fact that it doesn’t, shows that the integrity of certain journals is not a quality of procedures but one of the persons involved.

2 thoughts on “Integrity!

  1. Stimmt. Anderseits kann man argumentieren das anonimitaet eigentlich unmoeglich ist, weil man das Papier ja auf Konferenzen usw. gesehen hat. Es gibt verschiedene Zeitschriften die deswegen mit Single-Blind review, oder sogar ein oeffentlich review prozess arbeiten. Was von der Qualitaet aus am Besten ist, darueber kann man auch Stunden diskutieren…

    • Tja, lieber Maarten, ich kenne keine Lösung. Alles, was zur Qualitätssicherung vorgeschlagen wird, auch die Anonymisierung, sind gute Ideen. Bloß: Die Institutionen müssen nicht nur gut entworfen, sondern auch gut bemannt sein. Gegenüber der Forderung nach moralischer Güte stehen wir allerdings hilflos da – und den Mafiosi gegenüber. Siehe Salami-Publikationen usw.

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