Vegetable tropes



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Heute nachmittag dachte ich, mich verlieben zu müssen – in ein Buch. Denn, was gibt’s Interessanteres in der theory of tropes – der Theorie über individuelle Eigenschaften – als die Fragen nach dem Entstehen einer individuellen Qualität und dem Nachweis darüber?

Beim genaueren Hingucken entpuppte sich das Buch als keines über Ontologie, sondern als eines über biologisch-dynamisch produziertes Gemüse; über eine bestimmte Qualität von Kohlrabi etwa.

„Qualität“, habe ich festgestellt, wird in diesem Kontext als eine bestimmte Perfektion verstanden – eben als die Perfektion des biologisch-dynamischen Kohlrabis. Entsprechend kann man von der völlig davon unterschiedlichen Perfektion des konventionellen Kohlrabis oder von was weiß ich reden. Auch die schlechte Qualität wäre die Perfektion eines gelungenen Kohlrabis, den man nicht kaufen sollte.

Das sind Qualitäten, die so speziell sind, dass sie an Tropen erinnern. Ganz falsch war mein erster Eindruck vom Buch also doch nicht. Der erste Blick hat immer eine gewisse Berechtigung. Er hat eine Perfektion.

Die Tropen als Perfektionen bzw. Grade des Erreichens von Perfektion zu verstehen, wäre vielleicht ein Kompromiss zwischen Tropentheorie und traditioneller Ontologie.

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Enough with scrolling

This afternoon it was close: I thought I would fall in love with this book titled: What Is Quality, how It Emerges, how It Is Demonstrated.

At first sight I thought that it was about the theory of tropes – i.e. the individual properties. A more careful look persuaded me that it wasn’t a book on ontology but rather one on organic vegetables.

Further, I realised that in the context of the book, the term „quality“ was used as a kind of perfection. The perfect organic cabbage has a quality that is quite different than the perfect conventional cabbage. And there is also the perfection of bad-quality cabbage: the cabbage no one, really no one, would buy.

There are properties that are too special not to be reminiscent of tropes.

My first perception of the book wasn’t that mistaken after all. The first sight has always a justification.

Seeing tropes as perfections is probably also justified. If nothing else, it’s at least a compromise between the theory of tropes and traditional ontology.

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