„Philosophie ist wie Kitzeln im Kopf“

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Während einer Autofahrt hören die Kinder Gudrun Mebs‘ und Harald Leschs Hörbuch Philosophie ist wie Kitzeln im Kopf. Notgedrungen auch ich.

Sei mir die sprachanalytische Pointe doch erlaubt: Mir schwebt eine Einführung in die Philosophie für Kinder vor, in der folgende Wörter nicht (aber gar nicht) vorkommen:

– „Philosophie“,

– „Geschichte“,

– „Griechen“,

– irgendwelche Namen von echten Personen,

– „Prof“.

Bei allem Respekt für Lesch: Das Hörbuch ist altbacken und klingt so, als wäre die Philosophie eine Lehre eines einzigen uralten Volkes, aus der sich (wohl glücklicherweise) eine positivistische Wissenschaftslehre entwickelte.

Enough with scrolling

During a drive the kids listen to a CD titled „Philosophy is like tickling one’s head“. I don’t know the author Gudrun Mebs but I do like the narrator Harald Lesch. He’s a physics professor and host of TV shows of popularised science.

But in spite of my problems with today’s decadence of analytic philosophy, when it comes to a concept so continental, the analytic in me awakes.

And I have this vision of an introduction to philosophy for kids, in which the following words don’t occur:

– „philosophy“,

– „history“,

– „the Greeks“,

– any proper name,

– „professor“.

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Ein Kommentar zu “„Philosophie ist wie Kitzeln im Kopf“

  1. Harald Lesch ist, gleichsam wie nun auch seit einigen Jahren Josef Gaßner, wirklich immer wieder eine große Inspirationsquelle, sofern es um Naturwissenschaften, deren Betrachtungen und Erklärungen geht. Auf philosophischem Gebiet fällt schnell auf, gerade wenn man auch die alten Philosophie-Folgen mit Willi Vossenkuhl sieht, dass immer eine gewisse Reduktion in der philosophischen Betrachtungsweise stattfindet. Von den alten Griechen weiß er viel zu berichten, manchmal kommt noch ein Seneca ins Spiel, aber auch mehr aufgrund der Naturales Questiones, und dann wird es schon eher mau. Dabei gibt es in der Philosophie noch viel mehr zu betrachten, als altgriechische Naturphilosophie und den kritischen Empirismus – er kann und soll sich gerne spezialisieren, kein Thema, aber ab und zu einen Blick durch andere Fenster zu wagen, zumindest für seine Zuschauer und Zuhörer wäre auch eine gute Sache. Die Essens aus dieser Reduktion konnte man auch in einer Folge „Precht“ sehen (schaute diese nur wegen Herrn Lesch), wo Harry mit unserem Philosophen der schönen Haare substanziell doch sehr an jenen zwei Gesichtspunkten verharrte – leider.
    Eine Einführung in die Philosophie für Kinder sollte man, glaube ich, besser nicht schreiben – in die Welt gehen und einfach im spielenden Dialog die Schönheiten und Wunder betrachten, das führt sicherlich besser zur Philosophie als noch ein Buch *grins*

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