Being John Malkovich or anyone else – meaning other than myself

Scroll to the next large italics for English

An jemanden zu erinnern, stellt kein Problem dar – jedenfalls kein logisches. Auch damit, tier- oder pflanzenähnlich zu sein, finden viele Faschingsenthusiasten wenig Probleme.

Das Fasnachts-Sprachspiel besagt nun nicht, wir würden an jemanden oder etwas erinnern, sondern vielmehr, wir wären jemand oder etwas anderes. Ich verkleide mich nicht etwa als ein Jimmy Page ähnlicher S.G., sondern direkt als Jimmy Page.

Allerdings gibt es keine logischen Schwierigkeiten darin, dass ich ein Mitglied einer Rockband wäre. Es gibt unendlich viele leibnizsche mögliche Welten, wo ich das bin. Exakt Jimmy Page, John Lennon, irgendein John könnte ich jedoch nicht sein. Aristoteles meinte, dass Eigennamen ausschließlich ihren individuellen Trägern zukommen und deshalb keinen Allgemeinbegriffen zuzuweisen sind. Nach Aristoteles ist im Satz: „Der 45. Präsident der USA ist Donald Trump“ „Donald Trump“ das Satzsubjekt, nie das Prädikat. Denkt man das zu Ende, designiere jeder Eigenname rigide ein Individuum und es gibt keine mögliche Welt, in der diesem Eigennamen der Name eines anderen Individuums zukäme. Wäre ich Jimmy Page, wäre entweder ich oder er vernichtet, was beides es absurd macht, dass ich er wäre.

Damit nicht genug kann mir keine andere Gattung zugewiesen werden als die wahrheitsmäßig mir zuzuweisenden. Als Pflanze, Stein, Tier könnte ich nicht S.G. sein, denn ich muss denken können, da ich als Mensch zur Welt kam.

Fazit: Ich könnte ein Schauspieler sein, aber nicht John Malkovich. Ich könnte eine Auberginennase haben, nicht allerdings der Otto mit der Auberginennase um die Ecke sein. Ich könnte kein Fuchs, keine Eiche kein Stein sein – nichts, was meinen wesentlichen Merkmalen widerspricht. Kit Fines Argumente gegen dieses Verständnis meiner essenziellen Eigenschaften bespreche ich nicht hier. Ich beschränke mich zu sagen, dass Fine einer nichtaristotelischen Ansicht über Essenz verhaftet ist und wahrscheinlich den Fasching zu ernst nimmt. Sokrates könnte angeblich der Eiffelturm sein! Na ja…

Die Mimesis ist, finde ich eher, eine Art Spaß, dem ernsthafte ontologische Analyse unangemessen ist.

Enough with scrolling

You can remind of someone else – no logical problems there… You can even remind of entities alien to humanity like other animals or even plants. Eggplant noses are, for example, very popular in the Basel carnival.

However, as the linguistic convention has it, you’re never disguised like Jimmy Page but rather as Jimmy Page.

There is no logical problem, of course, for me and you to be Led-Zeppelin members. There are infinitely many possible worlds in which we manage to be this. But there is a logical problem in being the Led-Zeppelin member called Page. In fact, there is a logical problem in being anyone. And, although you can be something else, for logical reasons you can’t be anything.

For, if I were Page (I mean really, not this „If I were you“ that simply means „in your stead“) the proper name „Jimmy Page“ would be predicated of a description of me. Aristotle says in the Prior Analytics that a proper name cannot be predicated of any common name and it cannot be predicated of an individual expression that designates another individual. In other words, in: „The 45th president of the US is Donald Trump“ „Donald Trump“ is the grammatical subject despite the form of the sentence. If „John Malkovich“ in „I am John Malkovich“ is supposed to be a predicative – and this is what it must be when I use the sentence, i.e. if I am supposed to say „I“ – then the sentence is nonsense. But even „walrus“ – although a common name – in „I am the walrus“ makes the sentence nonsense given that by „I“ S.G. is meant. I mean, S.G. can be a baker, a rockstar, a Sicilian instead of Euboean, but S.G. can’t be a walrus or anything that contradicts his (my) essence. Kit Fine has arguments against the Aristotelian conception of essence to the effect of assigning Socrates the possibility to be the Eiffel Tower.

I can’t discuss Fine’s modal semantics in a blog post. Only one more thing, a rather polemical point: I discovered at least one thing that is worse than not being Aristotelian. It’s presenting mimesis and ontology to be on the same level.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s