Surprise #2 or: da Doumani a Cumani e tra le mie mani

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Zeit meiner Tätigkeit im SPP 1173 musste ich Jahre über Jahre Historikern über die Schultern gucken, lange genug also, um zu wissen, dass die vielen Gesichter des zeitgenössischen geschichtswissenschaftlichen Konstruktivismus – histoire croisée, Postmodernismus, oral history – etwas gemeinsam haben, womit ein analytischer Philosoph aus wissenschaftstheoretischer Perspektive nicht einverstanden sein kann: den Glauben, dass die historischen Ereignisse Fiktionen sind, Repräsentationen, die sich angeblich einer willkürlichen Selektion von Daten verdanken. Evidenz und Wahrheit waren zwischen 2005 und 2011 Begriffe, um die ich von manch einer jungen Historikerseele als Relikt früherer Jahrtausende angesehen wurde: „Pfff, Wahrheit – wie naiv kann nur der Typ…“ Dabei bin ich ein ungewöhnlicher analytischer Philosoph, der – vor gefühlten Jahrhunderten vielleicht, aber hallo! – seine Abschlussarbeit über Cassirer bei einem Athener Marxisten schrieb, dessen Hauptschwerpunkt die Geschichtsphilosophie und die Epistemologie der Geschichte war.

Ich will damit sagen, dass der historische Positivismus à la Ranke bestimmt keine Option für mich ist. Bloß finde ich es Eigenblendung zu behaupten, etwa Pogrome würden sich nicht ereignen, es hätte bloß vermehrt „Diskurse“ gegeben, wonach einzelne Individuen abermals vermehrt die Wut gegen andere einzelne Individuen gepackt hätte. Was Collingwood oder Popper nicht wagten, den Gegenstand der historischen Forschung in Einheiten zerfallen zu lassen, die kleiner wären als die Einflusssphäre der historischen Persönlichkeit oder die einzelne Institution, wagt aber die Postmoderne. Der Gräuel der Geschichtsschreibung davor, den historischen Bericht auf literarische Komparatistik zu reduzieren oder mündliche Überlieferung und Geschichtsschreibung als gleichwertig zu behandeln, lässt die histoire croisée kalt und die oral history unbeeindruckt. Beides hat zu Folge, unqualifizierte Meinungen oder Animositäten auf gleiche Stufe mit wertneutralen Beschreibungen zu setzen, oder auch die aus nüchterner Archivarbeit hervorgehende Opferzahl gegen die Selbstwahrnehmung von ein paar Tätern abzuwiegen.

Meine schlechte Meinung von der oral history hat Nicholas DoumanisUna faccia, una razza deutlich verbessert. Der Autor, australischer Italien-Experte mit griechischen Vorfahren, war mir nicht bekannt, geschweige denn das Buch, das mir der Freund Claudio Cumani vor Jahren schenkte. Erst heuer fand ich die Zeit, es zu lesen und festzustellen, dass die oral history mit Archivforschung gepaart weberianisch koscher sein kann. Die italienische Kolonisation, Administration und (auf die Italisierung hindeutende) Bildungspolitik auf Rhodos in den Dreißigern und frühen Vierzigern ist reichlich belegt und die Augenzeugen gab es noch, als Doumanis die Feldforschung ausführte.

Eine autobiographische Komponente für mich hatte die Lektüre auch: Die Hälfte meines Wehrdienstes verbrachte ich als (wohlgemerkt griechischer) Feldwebel in der Carabinieria des verlassenen, heute von der griechischen Rhodos-Division benutzten, halbverfallenen italienischen Kolonistendorfes Peveragno. Zu einem Dezember-Gottesdienst am Fest des Heiligen Domestus, nutzten wir die „moderne“ Spitzbögenkirche unserer, der „italienischen“, Kaserne – na ja, ansonsten waren uns sonntags die meist byzantinischen Dorfkirchen im Umland lieber, da den Tarnuniformgewandeten nichts so sehr aufbaut wie der Umgang mit Zivilisten.

Aber gerade dort erzählten uns, jungen Infanteristen, die alten Rhodier stets Geschichten über die „bösen italienischen Schulen 1932-1944“, wo Kinder z.B. angemahnt worden seien, sich auf römisch-katholische (vierfingerig, erst links) und nicht auf griechische (dreifingerig, erst rechts) Weise zu bekreuzigen. Gerade bei solchen Animositäten, die sich in einer mündlichen Überlieferung als urban myths verfestigen und überhöht werden – bin ich sehr vorsichtig.

Doumanis auch…

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During my work in the funding scheme SPP 1173 of the German Society of Scientific Research (DFG) I had the opportunity to watch how historians practice their discipline, i.e. something about which I’ve spent thoughts for decades from the standpoint of the philosophy of history and epistemology. Most members of SPP 1173 were historians, you see… The time between 2005 and 2011 was long enough to realise that the different faces of historiographical constructivism – histoire croisée, postmodernism, oral history – have something unacceptable in common, at least unacceptable for an analytic philosopher: the view that historical events are representations not essentially different from fictions and dependent on an arbitrary selection of an empirical basis.

Now, I’m not saying that I prefer historiographical positivism in Ranke’s manner. But isn’t it self-blinding to seriously consider atrocities not to have happened? To talk of „discourses“ instead, according to which a number of individuals have been aggressive against other individuals?

Collingwood and Popper would never dare to reduce events to something smaller than the influence of historical personalities or institutions. It’s postmodernism that has done the unthinkable: it tries to make you cope with historiography as a discipline that bears no difference to comparative literature. „Tell me what the victims say, and then tell me what the perpetrators say, and let us think that the truth – which doesn’t exist anyway – lies in the middle“. The histoire croisée and the oral history are not only postmodern developments of historiography. They are post-mortem symptoms thereof…

Nicholas Doumanis’s Una faccia, una razza amended my bad opinion of oral history. Unknowingly to me, the author is an Australian scholar of Greek descent and with a focus in Italian history, and the good friend Claudio Cumani wanted to make me familiar with his work – years ago.

Alas, I only found the time to read the book years later – in 2018 – to discover that the oral history can be fruitful when paired with classical work in archives and with literature.

The Italian occupation of the Dodecanese and the cultural policies of the Italian state towards the assimilation of Rhodians and the other islanders in the 30s and the early 40s are very well known but it would be a pity if Doumanis hadn’t taken the pains to meet the remaining witnesses.

I read the book also out of an autobiographical interest. Half of my military service I spent in the old carabinieria of the abandoned Italian village of Peveragno in Rhodes – a ghost village of colonists, now a military area, where for decades only people in uniform – white cross on blue instead of the previously red background – have been. It was on an 18th of December when we had used – only once – the „Italian“ St. Domestus chapel of our barracks. For the Sunday service we used to prefer the mostly Byzantine churches of the surrounding villages. In the depth of their hearts, you see, soldiers enjoy talking with civilians.

This was, however, where old Rhodians wanted to tell „an obviously learned sergeant of the infantry“ about the „evil Italian schools“ of their times where the teachers urged them to make the sign of the cross with four instead of three fingers, urged them to pass their hand from the left to the right shoulder instead of vice versa.

Well, animosities, especially very old ones like those of the Aegean against the Adriatic, and like those of the New Rome against the Old Rome can be urban myths and the learned have to be cautious when they report them.

Doumanis is cautious…

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Pictures courtesy of the author and Marcella Arca Petrucci (ed.), Atlante geostorico di Rodi, Roma: Gangemi, 2011.

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Surprise #1 or: A word about the blurred

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Das Jahresende naht und es ist an der Zeit, ein paar Überraschungen zu nennen, die sich während der letzten Umdrehung des Planeten um die Sonne ereigneten.

Die erste ist eine publizistische: Bücher geschrieben von Islamwissenschaftlern gehen normalerweise an mir vorbei. Ich nehme sie, wenn überhaupt, erst Jahre später wahr. Diesmal kam es anders. Die gute Freundin und Künstlerin hat mir Thomas Bauers Vereindeutigung der Welt ausgeliehen. Die Hauptbotschaft des Buches ist, dass ambige Kontexte in der Moderne immer weniger werden und durch eindeutige ersetzt. Problematisch ist hierbei, dass der Autor „ambig“ uneindeutig verwendet. So gehören darunter Beispiele wie der Umstand, dass in den amerikanischen Sportarten wie American Football und Basketball Unentschieden kein zulässiges Ergebnis ist – was aber von Bivalenz (es gibt nur Gewinner und Verlierer), nicht von Ambiguitätsintoleranz zeugt.

Richtige Ambiguitätsintoleranz wie die Normierung der römisch-katholischen Messe nach 1965 bzw. dem Zweiten Vaticanum wird vom Autor erwähnt, wobei dieser hier nicht erzählt, dass die griechisch-orthodoxe Liturgie Tag für Tag seit dem 4. Jh. nach einer ganz stringenten Form gefeiert wird, deren letzten musikalischen und rituellen Neuerungen aus dem 14. Jh., deren Sprache aus dem ersten, deren Gesang – wenigstens der Großteil – aus dem sechsten stammen. Insofern ist die Vereindeutigung kein originär modernes Phänomen – jedenfalls ein existentes, weshalb ich die Lektüre genossen habe.

Vor allem sehe ich die analytische Philosophie am Werk, die philosophische Tradition zu vereindeutigen. Insofern als ich Analytiker bin, teile ich die „J’accuse“-Haltung des Autors gegen Vereindeutigung nicht.

Trotzdem: genossen.

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Just before the end of the year I would like to mention some surprising things that came across my way during the last turn of the planet around the sun.

The first is Thomas Bauer’s book by a title that can be translated into English as: Disambiguating the World.

Bauer is a professor of Islamic Studies at the University of Münster in Westphalia, Germany, which would normally be a reason for the book to pass unnoticed if it weren’t for this good friend and artist from whom I’ve got the recommendation and borrowed it.

The message of the book is that ambiguous contexts become in modern culture less and less, substituted by unambiguous ones.

Now, it is a problem that the author uses „ambiguous“ in an ambiguous way. The fact that in American football and basketball – obviously more modern than European football – a draw is not possible by the rules of the game, is an example of bivalence, not one of intolerance towards ambiguity.

However it would be unjust to accuse the author of altogether missing his own point: he doesn’t fail to address intolerance towards ambiguity properly called thus. The standardisation of the Roman-Catholic mass after the 2nd Vatican Council in 1965 is one example he mentions. The standardisation of rituals is, however, by no means a characteristically modern phenomenon. The Greek Orthodox liturgy has been standardised in more or less the form we find it today since the 4th century. The music comes in its large parts from the 6th, a couple, very few, feasts were added until the 14th century.

But, yes, standardising is a trend in culture, which is a reason to make the book enjoyable. Especially in the realm of philosophy, it is analytic philosophy that has taken up the task of disambiguation. Insofar as I am an analytic philosopher, I don’t share Bauer’s „J’accuse“ against disambiguation.

But as I said: enjoyable.

Gestalt floristry

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Der Unterschied zwischen einzelnen Schnittblumen und Blumensträußen ist ein mereologischer: hier die Einzelnen ohne Ganzes, da das Ganze. Begründet sehe ich besagten Unterschied in der Anordnung der Teile. Damit ist die Anordnung kein Teil von vielen Blumen einzeln betrachtet, sehr wohl aber Teil des Ganzen in einem Blumenstrauß. Da aber auf dem Boden der empirischen Wahrnehmung nur Blumen und Grünzeug erkennbar sind, ist die Anordnung von Blumen und Grünzeug ein Metateil. Damit hat der Blumenstrauß einen Metateil als Teil.

Unsere Große hat ihre ersten vier Theatervorstellungen hinter sich. Es geht jetzt zurück in den Alltag.

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The difference between flowers taken individually and bouquets is one of mereology. The individual flowers don’t make up a whole, the flowers of a bouquet do.

The reason for this appears to be an intended structure of flowers and greenery in the case of the bouquet, a lack thereof in the case of individual flowers.

From this I conclude that the intended structure is a part of a bouquet. If I’m right in this, a bouquet has as its parts not only flowers and greenery but also an intended structure. Thereby it has metaparts as parts.

Our elder daughter was on stage – four inspiring performances. Now we return to normal.

Ethics as commodity

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Am sogenannten WOW-day („WOW“ steht für Waldorf One World) findet an Steiner-Schulen rund um die Welt kein Oberstufe-Unterricht statt. Stattdessen gehen die Schüler Rasen mähen, Fenster putzen, mit dem Nachbarshund spazieren, um das, was sie als Dankeschön dafür bekommen, für das Wohl von Menschen aus der Dritten Welt zu spenden: ob’s ein Flüchtlingslager in Griechenland, ein Brunnen in Burundi, ein Kindergarten in Bolivien ist. Der Auftraggeber – ob Garten-, Fenster- oder Hundbesitzer – kauft Sauberkeit, Rasenschnitt, Hundeglück. Der Schüler wiederum kauft mit dem verdienten Geld Moralität, da er es spendet. Auch der Garten-, Fenster-, Hundbesitzer kauft Moralität insofern, als er die Dienstleistung wegen der voraussichtlichen Spende präferiert.

Ethik in welchem Wert? Klassisch gesehen, ist der Tauschwert für moralisch Gutes gleich tatsächlicher Preis minus Normalpreis. In einem Fair-Trade-Laden bezahlt der Kunde den Kaffee teurer, um Wohltaten in Afrika und Lateinamerika mit der Differenz zu finanzieren. Kostet ein vergleichbarer Kaffee bei Aldi neun Euro und im Fair-Trade-Laden zehn, dann ist der eine Euro der Preis der moralischen Handlung, die der Kunde konsumiert. Der spendende Schüler konsumiert also, hat er etwa 40 Schweizer Franken für das Rasenmähen verdient, Moralität im Wert von 40 Franken, da er sein ganzes Verdienst spendet, der Hausbesitzer mit dem Rasen konsumiert aber Moralität im Wert von nur 20 Franken, falls er seinen Rasen normalerweise zu 20 Franken mähen lässt.

Diese Berechnung des Nutzens und Preises beim Produkt: Moralität ist allerdings, wie ich finde, defizient. Nach dem WOW-day sagten mir ein paar Schüler, sie waren gar nicht „schaffe“. Stattdessen spenden sie 40 Franken aus ihrem Taschengeld dafür, dass sie den 1. November auf der Basler Herbstmess‘ (einer Art Oktoberfest auf dem ganzen Stadtgebiet sag‘ ich mal) statt in der Schule verbringen durften.

Einerseits sind die 40 Franken weiterhin eine Spende für einen guten Zweck, andererseits ist die Differenz gleich null. Denn die Schüler haben damit etwas gekauft: Freizeit.

Sie tun etwas Gutes, gewiss, so wie es der Katze Gutes getan wird, wenn jemand mit einem Fischkopf wirft, um sie zu treffen. Aber dankbar muss die Katze nicht sein.

Lange behaupte ich, dass der klassische Ansatz nicht in der Lage ist, den Wert und damit die Preisbildung der Ware Ethik zu erfassen. Ein ehemaliger Freund, heute weltweit bekannter Ökonom postmoderner Gesinnung, hatte mir in diesem Kaffeehaus in der Nähe vom Syntagma-Platz gesagt – mein damaliges Büro war an der Lekka-Straße, seines Ecke Evripidou und Aiolou, erst viele Jahre später sollte er für sechs verheerende Monate das Büro des Finanzministers direkt am Platz beziehen – „Die klassische Theorie hat keinen Defekt. Du musst sie einfach so ablehnen. Lies aber Amartya Sen“.

Er ist zwischenzeitlich recht berühmt. Ich habe immerhin bessere Beispiele als damals. Und zwar solche auf der Basis des klassischen Ansatzes. Übrigens kalkuliert sogar Marx den Mehrwert auf der Basis der klassischen Nationalökonomie. Wäre er nur ein weiterer Linkshegelianer, würde sich kein rationaler Mensch mit dem Marxismus beschäftigen. Auch Marxens Verständnis von Rationalität setzt das klassische Denken voraus. Es gibt keine postmoderne Nationalökonomie.

Nicht dass der klassische Ansatz deshalb keine Rationalitätslücken und Paradoxien ergäbe! Im Gegenteil. Bloß, dass sie als solche wahrzunehmen sind, setzt den klassischen Ansatz voraus.

Dass die Ethik die Ursache solcher Paradoxien ist, wird eine ethische Intuition vieler Menschen wohl bestätigen.

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On the so-called WOW-day („WOW“ stands for Waldorf One World) instead of having lessons, Waldorf-Steiner students all over the world from sophomore to graduate level clean your windows, make your garden, walk your dog etc. to donate what they earn on this day for a developmental project chosen by the school: a kindergarten in Peru, a shelter for refugees in Greece, medical equipment for Eritrea. You, as the one who hires the student, „buy“ clean windows, subsequently the student „buys“ ethics by donating the money she earned. And if your motive to hire the student was your certainty that she would donate the money, some amount of it „buys“ ethics too. How much? Classically, an ethical action is worth the price you pay minus the normal price of the commodity in question. This is how the slightly higher price of fair-trade shops is perceived. Your pure conscience is worth the coffee price in the fair-trade shop minus the normal coffee price. However, when the student donates the earned money then it’s the whole donation that makes up the value of ethics as a commodity since the student gets no coffee for this – or anything else.

This classical approach is flawed. Just after this year’s WOW-day, I heard some students saying that they didn’t make anyone’s garden to earn the money they would donate. Instead, they would donate their own savings, say, 40 Swiss Francs, to pay for a very enjoyable 1st of November where they had visited Basel’s Herbstmess – a shiny fair with carousels, things to eat, stuff to drink. One intuition is that they’d still donate the amount of 40 Francs. Another is that, by doing so, they’d buy something for 40 Francs – free time – which makes the difference between this commodity and the value of their ethical act equal zero. Again, if you throw a bone to hit a dog and he finds something to eat in it, are you the dog’s benefactor?

For a long time, I’ve been claiming that classical economics does not grasp the price mechanism of ethics as a commodity. In the beginning of my journey in the philosophy of economics someone, back then a friend, in the meanwhile a worldwide famous economist and one of postmodernist spirit, told me – it was in a café in downtown Athens; my office was near, his too – „The classical school is not flawed, you have to reject it in advance! But read Amartya Sen“.

In the meanwhile he’s famous, as I said. But in the meanwhile I have better examples than back then. Examples that don’t change the subject but ones on the basis of calculations. If Marx hadn’t taken the pains to calculate surplus value, no rational individual would be interested in his work. Apparently he also thought that there’s no way you can make sense of economy and rationality going past the classical approach. There’s no such a thing like postmodern economics.

But this is not to say that there are no gaps, flaws, paradoxes in our classical way of thinking. On the contrary, finding out the flaws presupposes the acceptance of the classical approach.

Is ethics the source of many flaws in classical economics? Well, at least many of us have this intuition.