The nonmonotonicity of taste

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Darüber, ob nichtmonotone Überzeugungsrevisionen – d.h. solche, wo die Prinzessin den Kriegerfreier nicht heiraten will, weil er Krieger ist, aber ihn trotzdem heiratet, nachdem sich ihr drei Krieger hintereinander vorgestellt haben – rational sind, scheiden sich die Geister und das seit Jahrzehnten. Bekehrungen sind auch Überzeugungsrevisionen, was die Sache besonders interessant macht.

Ob rational oder nicht, erscheint es allerdings sehr bekannt, dass uncoole Sachen plötzlich (und nichtmonotonerweise) so uncool sind, dass sie wieder cool werden, wenn ihre Träger sie mit Glaubwürdigkeit vertreten.

Nach dem nachfolgenden englischen Text gibt es Beispiele diesbezüglich mit Fotos aus der Zeit um Ostern letzten Jahres herum – auch als mittelbares Zeugnis einer heute undenkbaren Mobilität.

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Whether rational decisions can be nonmonotonic has been a controversial matter for decades. Is it rational for the princess to reject her fiancé for being a warrior but to return to him after all, after three men, all of them also warriors, ask her to marry them?

What is a debatable method to decide, is an everyday phenomenon of taste: things too uncool not to be cool if represented with due credibility.

Ready examples are…

…English teapots and cups:

Ancient Greek inscriptions on gravestones of rock stars:

Oriental markets:

Renaissance centralism:

All these pictures were taken last year about Easter, which shows how mobile we were.

Transsubstantiatio et transpropertatio

https://philori.files.wordpress.com/2014/09/amper-isar.jpg

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Die griechisch-orthodoxe Gemeinde in der Schweiz, deren Münchensteiner Sophienkirche ich sehr unregelmäßig besuche, feiert seit Anfang der Corona-Krise keine Gottesdienste. Es ist eine Kirche, wo die Heilige Kommunion typischerweise in beiderlei Naturen und zwar mit einem Kelch und mit einem Löffel gefeiert wird.

Selbst wenn es nicht offen gesagt wird, ist dieser Umstand, die Aussetzung der Gottesdienste, die ratio cognoscendi der Überzeugung, dass der Löffel und der Kommunionswein Covid-19 übertragen kann und dass diese Gefahr unverhältnismäßig groß ist gemessen am Gewinn.

Gerade habe ich allerdings über die Eucharistie im Sinne einer Kosten-Nutzen-Rechnung gesprochen. Da ist bereits ein Punkt, an dem mir viele orthodoxe Christen etwas anhaben würden. Sie würden wahrscheinlich hinzufügen, dass der Kommunionswein keine Krankheiten übertragen kann, nachdem es in Blut Christi gewandelt wurde. Sie würden diesen Ausdruck vor dem üblichen “Transsubstantiation” bevorzugen. Noch übermorgen, am orthodoxen Ostersonntag, würden sie an der Ostermesse teilnehmen und aus einem Kelch mit einem Löffel das Blut Christi zu sich zu nehmen.

Jüngst gab es in Nordserbien sowie in Georgien Fälle, in denen sich die Herde während der Sonntagsmesse außerhalb der Kirche aufhielt, um der Ansteckungsgefahr durch das neue Coronavirus vorzubeugen, allerdings aus einem Kelch und mit einem Löffel Leib und Blut Christi zu sich nahm, als der jeweilige Pfarrer auf den Kirchhof kam. Wahrscheinlich dachten sie, dass es sich bei der Verwandlung der Kirche ins Paradies um eine Metapher handelt, bei der Wandlung des Brotes und Weines in Leib und Blut Christi aber um etwas Physisches. Die Republik Griechenland – das muss ich an dieser Stelle wohl sagen – erlaubte Gottesdienste nur während der Karwoche und das durch den Gemeindepfarrer und ein Chormitglied allein hinter verschlossenen Türen. Es ist eine archetypische orthodoxe Beschuldigung gegen die Westkirchen, dass letztere eine Hostie ohne Eigengeschmack dem Hausbrot vorziehen, um nicht in Versuchung zu kommen, aus den verbliebenen Broteigenschaften wie die Konsistenz und der Geschmack zu schließen, es wäre immer noch Brot, was man zu sich nimmt. Da die Orthodoxen offenbar sehr erfolgreich die sekundären Eigenschaften des Kommunionsbrotes verdrängen, denken sie, dass das keinem sonst gelingen würde, wenn das Brot etwas – sagen wir – säuerlich wäre.

Im Gegensatz zur orthodoxen Haltung: “Es ist kein Brot, es ist kein Wein, es ist nichts von dieser Welt, also werde ich dadurch auch nicht krank” tendieren philosophisch ausgebildete Katholiken zum Nominalismus. Der Trope “Blutchristihaftes” wird immer in der Messe per Umbenennung um einen singulären Kelch Wein angereichert. Wer sich darüber im Klaren ist, wie konservativ das Phänomen Sprache ist, dem erscheint es kaum weniger wundersam, wenn alle auf einmal sowohl ihre Sprache als auch ihr Benehmen an eine Umbenennung anpassen. Aber die Umbenennung schützt einen nicht vor Infektion.

Vor Jahren pflegte ich folgendes Spiel zu spielen, immer wenn ich mit meinen Töchtern auf Fahrrädern unterwegs die Mündung der Amper in die Isar erreichte. Ich erhob meinen rechten Arm – meine Töchter waren noch im Alter, wo sie das witzig fanden – und verwandelte magisch die Isar in die Amper und die Amper in die Isar. Ab sofort war der jeweilige Fluss der andere. Natürlich blieb der linke Fluss – angenommen wir gucken nach Norden – derjenige, der von Dachau kam, der rechte derjenige, der von München und Freising kam – keine Frage! In der Paläogeographie ist es stets das Wasser, das bestimmt, um welchen Fluss es sich handelt, nicht das Flussbett. So blieb z.B. vor Millionen von Jahren ein Teil der Ur-Donau nördlich der Aare trocken. Es war ursprünglich ein Donau-Flussbett. Dass später die Wutach in dieses Flussbett hineingeflossen ist, so dass sie ihren Lauf dramatisch wechselte, bringt die Geologen nicht in Verlegenheit. Vorher Wutach – nachher Wutach, auch wenn die Richtung jetzt eine andere ist, im Flussbett eines vormals anderen Flusses.

Die Orthodoxen verstellen sich, dass die Metaphysik der Namensgebung auch anders sein könnte: am Beispiel bei der Eucharistie. Es ist ein sehr starker metaphysischer Glaube, was hinter der orthodoxen Position steckt und dem Nominalismus eines Denkers trotzt, der lange Zeit an der Isar lebte: Wilhelm von Ockham. Ein gesundheitsgefährdender Glaube in Zeiten von Epidemien ist er auch noch.

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Presently, the Greek Orthodox community of Switzerland whose church of Holy Wisdom in Basel I irregularly visit, has dispensed all services in the aftermath of Covid-19. It is a church that typically practices the Holy Communion from one single cup, with one spoon.

If you do the math you will infer that in times of an epidemic, the parish believes that the – obviously existing – risk to be infected from the Holy Communion is disproportionate to the spiritual benefit – and fairly so.

Some Orthodox however would not only consider it sacrilegious to speak of the Eucharist in terms of a cost-benefit analysis. They would also say that communion wine is not virulent as a consequence of its being rendered to blood of Christ. They would go to church and partake in the Holy Communion with one spoon without realising the risk.

In recent cases in Northern Serbia and in Georgia, the corresponding parishes avoided entering the church out of fear of infection, however they did partake in the Holy Communion from one cup and with one spoon when the priest sought his people outside, in the churchyard. They presumably thought that the transformation of the church into the kingdom of God during the mass is symbolic while the transformation of wine to Christ’s blood is a natural, physical process. To prevent similar situations, the Hellenic Republic allows services to take place during the Corona crisis only in the Holy Week and this behind closed doors, only with one priest and one choir member. Let me just mention here that there are Orthodox who blame Roman-Catholics of preferring consecrated wafers to everyday bread because the latter allegedly reminds of the properties remaining there as before the consecration. Since the properties remaining there is the very idea which the Orthodox repress – and this very successfully – they think that everyone else has issues with it.

In contrast, learned Roman Catholics often come up with a nominalist understanding of the Holy Communion: communion wine is, they’ll tell you, the blood of Christ in the sense that the trope “blood-of-Christ-like” is enhanced with a new individual – a cup of wine. After the transsubstantiation, they’ll tell you, the properties of the wine are remaining because transsubstantiation is only an act of renaming. Ergo, you can be infected.

Years ago, my daughters and I played a game – if you want to call it a game – whenever we journeyed with our bikes along the riverbanks of the Isar until its confluence with the Amper. Reaching the point – the girls were young enough to find this witty back then – I used to raise my right hand and made the one river be the other. But even after I renamed the rivers, the one to the left when we looked northwards was the one whose waters came from Dachau, the one to the right was the one which came from Freising and Munich. I had not changed this, of course. I am informed that in palaeogeography, when a riverbed is dried off and another river finds its way through it, it is the waters, i.e. the new river, which determines which river this is.

The Orthodox pretend during the Eucharist that this could be otherwise. This is a strong metaphysical belief, of course, and a much stronger one than the nominalism launched in Christian faith by a person who was actually very familiar to the river Isar: William of Ockham. But if you are an Orthodox in times of an epidemic, this issue of the philosophy of language can cost you your health.

 

From Jacky to Obuasi

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Die Namensgebungen im Basler Zoo über die Jahrzehnte zeugen davon, dass die politische Korrektheit sich langsam auf die Eigennamen erstreckt. Würde der Gründer unseres Glaubens daher heute auferstehen, wäre er kein gräzisierter Jesus, sondern ein Jehoschua. Ich weiß nicht, ob mich das mehr anspräche.

Zu meinem Namen habe ich außerhalb Griechenlands einige Haltungen angetroffen. Da gibt es die ganz Politisch-korrekten: Erfahren sie, dass der Vokativ auf Neugriechisch “Stamati” lautet, sagen sie es auch so. Nett, aber dann müssten sie auch die restlichen Fälle anpassen, oder?

Dann gibt es die ohne Hintergedanken. Die allermeisten natürlich. Über die habe ich nichts zu sagen.

Und dann gibt es die bewusst Unkorrekten: Sie passen meinen Namen an das enklitische System ihrer Sprache an. Das tue ich übrigens im Griechischen auch. Es gibt für mich keine “Peters” und keine “Pauls”, sondern “Petri” und “Pavli”. Meine Ehefrau ist nicht “Ruth”, sondern “Ruθ” (sic). Da gab es also diese Serben, die mich mit dem Vokativ “Stamate” anredeten, und diese bayerischen Philosophen – Hans Burkhardt hatte damit begonnen – für die ich “da Stamatius” (wohlgemerkt –zius) bin.

Ich muss sagen, dass die Unkorrekten politisch vorzuziehen sind. Was ist denn angenehmer? Ausgesprochen fremdartig ausgesprochen zu sein aber trotzdem angenommen oder kein Fremder zu sein und deshalb angenommen?

Jesus heißt er.

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In the last decades naming animals shows – at least, this is the trend at the zoo of Basel in Switzerland – that political correctness starts to govern proper names. If the founder of our religion resurrected today, then the news would not be about a Hellenised Jesus but about a Jew called Yehoshua. In my ears not an attractive option.

I have experienced myself various attitudes towards my name out of Greece. There are those who are extra politically correct. Once they realise that the vocative in contemporary Greek is “Stamati”, they use it. Nice of them, but what about the remaining grammatical cases of the name?

Then you have the ones who would not guess that they have to adjust something: their language to my name or my name to their language. The vast majority, of course. I will not occupy myself with them.

Finally, there are those who would do just what I suggested last: adjust my name to their language: the openly incorrect ones. But frankly: those politically incorrect Serbs who would form the vocative “Stamate” just for the addressing to sound more Serbian; those politically incorrect Bavarians – Hans Burkhardt started this one up – who would say “Stamatsius” are not only those who remind me that for me myself, when I speak Greek, every Mary is called Maria and every Marc is called Markos. They are also the ones I prefer for reasons of politics. I mean, who prefers being emphatically alien but accepted in his otherness to being non-alien and accepted for being familiar?

His name was Jesus alright…

Gigantes gigantum humeris insidentes

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In einem wohl unübertrefflichen Beispiel von Bescheidenheit bezeichnete sich Isaac Newton als einen Zwerg auf den Schultern von Riesen; als einen also, dem in seiner kleinen Statur nur deswegen sein Weitblick gelang, weil er sich auf viel wichtigere Wissenschaftler stützte.

Der Ausdruck ist seit der Antike ein geflügeltes Wort. Dabei vergisst man die Giganten, die, ohne auf andere Giganten gestiegen zu sein, nicht die Differenz gemacht hätten.

Einen Januartag des Jahres 1766 – Januar sind auch die Fotos dieses Postings entstanden – bekam der deutsche Bacon-Übersetzer und sehr wichtige Mathematiker Johann-Heinrich Lambert in Mulhouse einen Brief, in dem er das größte Genie Deutschlands genannt wurde.

Der Absender war Immanuel Kant.

Mulhouse, Frankreich überhaupt und unsere französischen Freunde, vermisse ich seit der ersten Stunde der Grenzschließung. Es ist schlimm…

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In a probably unparalleled case of modesty, Isaac Newton referred to himself as a dwarf standing on the shoulders of giants.

The ancient expression can make one forget giants who managed to see more than their predecessors only because they happened to step on the shoulders of other giants.

In January 1766 – it was in January when I shot these pictures – Johann-Heinrich Lambert of Mulhouse/France, the German translator of Francis Bacon’s Novum Organum and an extraordinary mathematician, received a letter in which he was called Germany’s greatest genius.

The letter was sent to him from a Prussian town near the east frontier to Russia and signed by a man named Immanuel Kant.

I have been missing Mulhouse/France and our French friends since the closure of the borders. I wish the Covid-19 crisis to take an end…

Human lives, useful and less useful

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Vor fast genau 21 Jahren, am 24. März 1999, begann die NATO damit, Luftangriffe gegen Serbien zu fliegen. Dem waren die jugoslawischen Sezessionskriege vorausgegangen – mehr können die Jüngeren in Geschichtsbüchern lesen.

Zu der Zeit hatte ich – gerade frisch promovierter Philosoph, ich weiß, dass es abstrus klingt – eine Firma mit Sitz in Belgrad. Mein Bruder leitete sie, das Geld kam von unserem Vater und von anderen Investoren. Sie sollten es bald verlieren, aber das ist jetzt nicht mein Thema. Kurz vor Beginn der Luftangriffe hatte ich in Wildbad Kreuth an einer von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung veranstalteten Tagung zum Thema Südosteuropa und Politik – so etwas, ich weiß nicht mehr genau – teilgenommen. Ich weiß noch, dass Panos Kazakos, der marxistische Ökonom und, damals noch als Berater des griechischen Außenministeriums, Nikos Kotzias, später selber Außenminister und schrille Figur der griechischen kommunistischen Linken, dabei waren. In einer Pause habe ich den letzteren angesprochen. Ich vermutete, dass die Bomben bald zu fallen anfangen würden, also wollte ich wissen, ob es eine Chance gäbe, meinem lieben Bruder das zu ersparen. Er sagte ja und schoss eine griechische Handynummer los, die ich schnell aufgeschrieben habe. “Der Typ heißt Alex. Er organisiert gerade einen Bus, der unsere Diplomaten rausholt. Ruf ihn an.”

Ich habe stattdessen meinen Bruder angerufen, ihm die Nummer gegeben. “Kein Interesse, Stamati”, hat er gesagt. “Ich bleibe”.

Er blieb. Unversehrt. Aber, was er danach berichtete, war eigenartig. Erstens schätzte er die Chance als klein ein, dass ausgerechnet der Stadtteil Žarkovo bombardiert werden würde, und da lag er natürlich richtig. Er wäre unversehrt geblieben, selbst wenn er nie in den Bunker gegangen wäre. Was sage ich da?Unverletzt wäre er geblieben, selbst wenn er im Büro in der Innenstadt geblieben wäre – obwohl ihn dort manch eine nahe Detonation zum Nachgrübeln gebracht hätte, ob die Bomben tatsächlich nur auf Fernsehsender und Ministerien zielten.

Aber er musste in den Žarkovoer Bunker, sagte er. Denn die Frauen: vom Haus, vom Nebenhaus, von der Nachbarschaft, mit Geschrei und Fußtritten alle mit in den Bunker rissen. Auch alle, die der Meinung waren: Es ist wahrscheinlicher, dass ich mich beim Flüchten Hals über Kopf Hals oder Kopf verletze, als dass ein amerikanischer Pilot ein Wohngebiet zwanzig Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ins Visier nimmt.

Ich denke es mir folgendermaßen: In einer Urgemeinschaft des homo sapiens bestehend aus zehn Männern und einer Frau gäbe es maximal ein Kind jedes Jahr. In einer Urgemeinschaft des homo sapiens bestehend umgekehrt aus zehn Frauen und einem Mann gäbe es sehr wahrscheinlich zehn Kinder jedes Jahr. Dass die Frauen mit ihrem Verhalten zeigen, dass ihr Überleben wichtiger als das der Männer ist, ist wohl phylogenetisch bedingt.

Überreagierenden Frauen in der Corona-Krise gegenübergestellt, dürfen Männer diese anthropologische Komponente nicht vergessen. Jeder Soldat weiß doch die utilitaristische Maxime anzuwenden: Frauen, Kinder und Alte müssen fortgeschickt werden. Aber die Analogie zwischen Corona-Krise und soldatischem Brauchtum hinkt. Frauen, Kinder und Alte sind in der jetzigen Krise nicht gemeinsam in der schützenswerten Gruppe, sondern die Alten müssen – so heißt es – den Kürzeren ziehen. Die große Frage an die utilitaristische angewandte Ethik in den Krankenhäusern wird bald danach sein, ob die Bevorzugung einer geburtsfähigen Patientin gegenüber einem alten Patienten, wenn nur eine von zwei Personen intubiert werden kann, immer noch der Bevölkerungsmehrheit intuitiv einleuchten wird. Wenn nicht, dann wird die der Utilitarismus in der medizinischen Ethik stark unter Beschuss genommen werden. Wenn ja, dann werden die Folgen für die deontologische Ethik sowie die Herausforderung für die christliche Theologie gigantischen Ausmaßes sein.

 

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Twenty one years ago, on March 24 1999, the NATO began to fly air raids against Serbia, following the Yugoslav secession wars. Read in a history book if you don’t know what that was.

This happened in the rather short time in which I saw myself as a businessman. I had a company in Belgrade – seriously I had, one year after my Munich PhD – managed by my brother and financed by our father and some of his friends. They were about to lose their money very soon, but this is not my point here

Shortly before the bombings in Belgrade began, I happened to attend a conference hosted by the Bavarian Conservatives in the Alps. The theme was South-East Europe and politics or something like this. I can’t recall and I don’t need to. Too unimportant. Panos Kazakos, a Marxist economist, was there. Nikos Kotzias, an enfant terrible of the far left, was also there. Back then still a consultant to the foreign minister, he was to become foreign minister himself and a disastrous one in 2015 – but this is also unimportant. The important bit was my need for advice. During the coffee break, I wanted to know from Kotzias if I could spare my dear brother the bombings. Almost as fast as a tommy gun he spit a Greek mobile-phone number which I wrote down. “Call this guy”, he said. “He is our man in Belgrade at the moment. Alex is his name. He’s organising a bus to get our diplomats out of there”.

I didn’t call Alex. I called Constantine. My brother. “I’m not interested, Stamati”, he said. “I’m staying”.

He remained there until after the bombardments and unharmed.

You are probably expecting me to start telling you his stories from the war. Parachutes, shooting, screaming… But there is no such thing in his stories. There is only his account for not wanting to go to the bunker. He reckoned that no one would bomb the district of Žarkovo. He was right in this. He would have remained unharmed even if he had never sought shelter in the bunker. In fact, he would have remained unharmed even if he had spent the days in the office – although some blasts in the vicinity would have made him doubt his common sense. But he had to go to the bunker. Always. Because the women of his appartment house, of the neighbouring house, of the neighbourhood, would violently make him go to the bunker.

Think about the following situation: in a paleolithic setting, a community consisting of one female and ten males would have maximum one child per year. A community, vice versa, of one male and ten females could have ten children at the end of the year! The priority to rescue females appears to be a phylogenetic feature of women’s behaviour. Just think of this anthropological perspective if you realise more overreacting women than men to be around during the Covid-19 crisis. Think how natural it appears in a soldier’s ethics to have the women, the children and the old in safety somewhere else before the atrocities begin.

Alas, the war metaphor with its familiar values is not a viable analogy here. The old, for example, are not on a par with women in the Covid-19 crisis. I hear that if they arrive to the point of being able to save only one life out of two, the hospitals’ practice will be very likely to intubate the young woman instead of the old man. This corresponds to an implicit utilitarian applied-ethics code.

Will the many take this to be intuitively good? If no, then the consequentionalist paradigm in healthcare will be subjected to vast criticism. If yes, then the consequences for deontological ethics and the challenge for theology will be huge.