Die offene Gesellschaft, ihre Feinde und deren Feinde

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Es war vor 14 Jahren, als ich einen Sammelband mit dem oben genannten Titel herausgeben wollte. Der Verleger war gefunden (Papasissis, Athen), der Anlass ebenso (das damals nahende 60-jährige Jubiläum von Poppers Buch), die Sprache und der Teilaspekt auch (Griechisch und griechisch), die Autoren ebenfalls: Die Liberalen-Ikone Andreas Andrianopoulos, der griechische Mr-Applied-Ethics Giorgos Papagounos, der Wissenschaftstheoretiker und Universitätspolitikmacher Petros Gemtos, der Mitsotakis-Biograph und Popperianer Nedis Dimitrakos und meine Wenigkeit wären die Feinde der Feinde. Yanis Varoufakis, damals enger Freund und nach wie vor postmoderner Solidaritätstheoretiker und Spieltheoriekritiker, hatte mir einen Text als Feind der Feinde der Feinde versprochen. Ein ganz junger Kerl, ein Georg-Simmel-Experte, dessen Namen ich nicht mehr weiß (er hat am Deree College Athen gelehrt), entpuppte sich als Syriza (damals hieß es Syn) und erkundigte sich zuerst bei seinem geistigen Papa, um schließlich abzusagen, bevor er eine künftige Laufbahn unter Parteiobhut gefährdet.

Von den vielen Texten habe ich keinen einzigen erhalten und das ist symptomatisch für ein Land, in dem Liberale so wenig sind, dass man denken könnte, sie wären keine echten Personen, sondern Schauspieler, die eine Meinungsvielfalt vorgaukeln.

Aber heute geht es mir um Deutschland. Es ist klar, es gibt Länder, die liberaler sind als das Land meiner Vorfahren. Sie sind freier. Das heißt aber nicht, dass sie offene Gesellschaften sind. Die offene Gesellschaft steht und fällt mit der sozialen Mobilität.

Das ist der Grund, aus dem ich die Behauptung des ersten Bürgermeisters Hamburgs anlässlich der G20-Gipfel-Krawalle, ein paar Autonome täten der offenen Gesellschaft Abbruch, unerhört finde. Wenn etwas geschädigt wurde, dann war es sein Image. Aber einen Kulturkrieg, dem er zu Opfer gefallen wäre, sehe ich nicht. Erstens ist die deutsche Gesellschaft gar keine offene im Sinne Poppers. „Offen“ bedeutet eine Absage an den Tribalismus, nicht viele Tribalismen nebeneinander im Multikultikontext. Die offene Gesellschaft ist kein buntes Gemisch, sondern eine Farbenblindheit – eine segensreiche, wie ich denke.

Olaf Scholz ist peinlich: Er hält offenbar die offene Gesellschaft für eine rhetorische Zierde, die man für jedes emanzipatorische Ziel benutzt, und zwar an jeder Wirklichkeit vorbei. Um beim Thema Popper zu bleiben: In der gesamten deutschen akademischen Welt nach dem Krieg findet sich kein einziger Mensch mit fremdländischem Hintergrund, der das wäre, was etwa Quassim Cassam oder – sir! – Karl R. Popper in Großbritannien bedeuten. Deutschlands Alibi-Ausländer sind typischerweise Profs für Finnougristik, Orthodoxe Theologie und sonstige Orchideen. Wenn’s möglich wäre, wären die Profs für Antarktis-Studien Pinguine.

Scholzens Ich-sprech’s-wie-beim-Niesen-aus: „offene und freie Gesellschaft“ – also, diese Floskel ist zugegeben nicht gefährlich, allerdings doof ohne Ende. Die offene Gesellschaft hat nichts mit Toleranz und „Ach, wie offene Leute“ zu tun.

Hier ist etwas Literatur dazu. Der zweite Band eignet sich besonders für halbgebildete Linke oder Halblinke.

Ich warne! Von vorne sieht’s man nicht, aber es ist dick:


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„Read this if you don’t know what an open society is“ is my advice to Hamburg’s mayor. He appears to use the term as a rhetorical decoration of anything emancipatory or good. He suggested the other day that the riots during  the recent G20 summit were an offence to the open society. And, quite recently, he called same-sex marriage a triumph of the (German) open society (a link to his tweet in German you can find in the German part of this posting).

Scholz is an ignorant.

A free society is, no doubt, a good thing. But an open society is quite another thing – albeit a good one too. The German society is arguably free. And it’s definitely not open. It’s too tribalist and social mobility in it is minimal. You can’t find one single person in German academia who would have a function similar to that of Quassim Cassam or – talking about open society – Popper. Of course, you do have foreigners in academia: mostly in departments like Slavic Languages, Orthodox Theology and the like. In fact, Germans would speak about „the foreigner“ when talking about a person whose parents were naturalised. Let alone about me – a man who became a citizen ten years ago. One of my four habilitation referees wrote in his report that my German is not sufficient for professorial duties: too analytic in style. A continental philosopher, of course, and probably an idiot too. I wouldn’t mind if he wrote this stuff after a long night reading Nietzsche, about Otto, the candidate around the corner. But it has another aftertaste if one writes it about someone with my name. The faculty considered to re-examine or to ignore him. They decided to ignore him but my feeling about my being a foreigner in Germany remains: it’s a biological accident. And, certainly, idiomatic, native German usage doesn’t help.

Fourteen years ago I wanted to publish a collection of articles that never appeared. I had found a publisher (Papazissis, Athens), the justification (the back then upcoming sixtieth anniversary of Popper’s Open Society), the special issue (Greece and the desiderate of an open society), the language (Greek), the title („The Open Society, Its Enemies and Their Enemies“), the authors.

I was promised a contribution by Andreas Andrianopoulos, a Chicago School politician, one by the Greek Mr-Applied-Ethics Giorgos Papagounos, one by Petros Gemtos, a philosopher of science and a man into university politics, one by Nedis Dimitrakos, a critical rationalist emeritus, whatever this means, and Mitsotakis-senior biographer. These were the people who, along with me, were to play the role of the enemies of the enemies. Yanis Varoufakis, back then a friend, and another guy whose name I forgot (he taught at Deree College Athens and was a Georg-Simmel scholar) were to play the role of the enemies of the enemies of the enemies. The latter turned out to be engaged at Syriza (back then they called it Syn) and asked his patron early enough to avoid damaging a career under the aegis of the party: he „had to decline“.

From the many promised contributions, there was not a single one I received. This is probably symptomatic for a country so devoid of a liberal spirit that one is tempted to think that the few Greek liberals are in reality actors who want to make believe that the country has a pluralistic political culture.

There are many reasons to make me see the German political culture as much more liberal than the Greek. Still, I would call Germany a society that is free – period. To be open, you see, it takes more than going to eat Italian gelato or Turkish kebab.

Präsupposition in den natürlichen Sprachen


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Präsupposition ist der Grund, aus dem eine Reihe von nichtklassischen Logiken in „Manche Zombis sind gehässig“ nicht die Negation von „Es gibt keine gehässigen Zombis“ erkennen.

Es gibt kein Problem, wenn „Es gibt keine gehässigen Zombis“ als wahr angenommen wird aufgrund dessen, dass keine Zombis existieren, ob gehässige oder nette. Denn das macht „Manche Zombis sind gehässig“ falsch, was in Anbetracht derselben Erkenntnis falsch sein muss – und ein Contradictorium einer als wahr angenommenen Aussage. Alles soweit erwartungsgemäß.

Das Problem taucht auf, sobald „Es gibt keine gehässigen Zombis“ als falsch angenommen wird. Grund hätte man, das anzunehmen, dadurch, dass ja bekannt ist, dass Zombis nicht die angenehmsten Charaktere von Filmen sind. Dann müsste aber die Aussage: „Manche Zombis sind gehässig“, wenn sie die Negation davon wäre, wahr sein. Aber sie wäre dann wahr sowohl, weil Zombis so wie die allgemeine Vorstellung sind, als auch weil Zombis existieren würden: Bejahende Aussagen – und ein paar verneinende, aber das führt jetzt zu weit – präsupponieren; und zwar die Existenz des Gegenstandes, für den das Satzsubjekt steht.

Ulrich Blau, an den wir denken werden, lange nachdem die heutige carnapsche Apologetik des Münchner Instituts vergessen sein wird, hat uns in seinem unter Linguisten legendären Werk Die dreiwertige Logik der Sprache (die Logiker tun sich etwas schwer, Qualität anzuerkennen) die Präsupposition natürlicher Sprachen erklärt.

Vergessen hat er allerdings zu sagen, dass jeder Zusatz zum Prädikativ genauso präsupponiert.

Oder würde jemand im Ernst behaupten, selbst wenn zwischen Büro und Warteraum Fische sind, Fische würden zwischen Büro und Warteraum schwimmen?

Wohl nicht, denn „schwimmen“ würde die Existenz von Wasser vom Büro bis zum Warteraum präsupponieren.

Es ist wohl so: Gegenprädikationen präsupponieren nichts; Prädikationen präsupponieren etwas; und je mehr das Prädikat sagt außer „… ist x“, desto mehr präsupponiert es.

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Presupposition is the reason why, in a series of nonclassical logics, „Some zombies are unfriendly“ is not the negation of „No zombies are unfriendly“. There’s no problem in taking „No zombies are unfriendly“ to be true based on evidence against the existence of zombies, since this makes „Some zombies are unfriendly“ false – and you know there are no zombies, friendly or unfriendly ones. But there’s a huge problem if you take „No zombies are unfriendly“ to be false because zombies are unfriendly nonexistents. This would make „Some zombies are unfriendly“ true not only in terms of their being unfriendly but also in terms of their existence. Affirmative sentences (and so-called „inner negations“) presuppose the existence of the thing for which the grammatical subject stands.

Ulrich Blau, a man whose work in logic at the LMU will be remembered long after we’ll have completely forgotten the revisionist Carnapian apologetics of today’s institute, failed to notice in his legendary Die dreiwertige Logik der Sprache that other things can be also presupposed. You wouldn’t say that fish swims between the office and the waiting room, although there is fish between the office and the waiting room. The verb „swims“ presupposes the existence of water all over the place.

A counterpredication presupposes nothing, a predication and some forms of negation and privation presuppose being, every addition to the predicate presupposes extra things.

The grasshoppers catcher’s fallacy


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Die eine Tochter protzt mit ihren Fähigkeiten als Grashüpferfängerin, die andere relativiert, ihre Schwester fange doch nur einunddenselben, offenbar nicht den hellsten. Sie fange ihn, lasse ihn los, fange ihn, lasse ihn los…

Das sei immer noch eine beachtliche Leistung, will ich die Protzende in Schutz nehmen.

Schließlich sind die Chancen, denselben oder einen anderen zu fangen, genau gleich.

Dabei wollte ich den Spielerfehlschluss vermeiden. Bei jedem Wurf hat man nämlich eine Chance von sechs, einen Sechser zu würfeln, was auch gilt, wenn die vergangenen x Würfe auch Sechser waren.

Ich habe zwar eine Intuition, dass die Flächen eines Würfels und die Grashüpfer um uns herum als mathematische Gegenstände nicht analog sind, aber Kindern und Jugendlichen sollte man zuerst beibringen, dass Abstraktionen der Fall sind. Dass die Welt anders ist, erfahren sie nach und nach, wenn man sie mit etwas Misstrauen geimpft hat. Diese Aufgabe kann und soll man ihnen nicht abnehmen.


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My one daughter boasts that she caught three grasshoppers. The other accuses her of catching the same grasshopper three times. She catches a grasshopper who’s obviously not the brightest, then lets it go and catches it again…

And again…

It is an achievement even if it’s the same grasshopper, Marta. You have the same chances for catching the same or another one.

said I trying to rescue Greta’s boasting. My thought was to avoid the gambler’s fallacy. Unlike what the gambler thinks, any number of a fair die has exactly the same chances as any other, independently of the prehistory.

But the analogy between the faces of a fair die and the grasshoppers around you is false. This is an intuition, of course, and one must take pains to formalise intuitions. 

However, this discussion may not be made with my daughters. And also not in class. We must make the young ones think that abstractions are true. And vaccinate them with some mistrust so that they can find out themselves where abstractions are not adequate. You can’t do this job for them…

TeX and rust

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Nach Jahren der Pause arbeite ich wieder mit TeX. Ich kämme Hans Burkhardts Text aus Jean-Yves Béziaus Universallogik-Kongress in Rio de Janeiro. Ein letzter Dienst an den toten Freund.

Nun, es ist unglaublich, wie schnell ich verrostete. Ich gucke die ganze Zeit nach! „Hmmm, wie war jetzt noch mal die TeX-Syntax dazu?“


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Years after, I’m working with TeX again. Just proofreading Hans Burkhardt’s paper from Jean-Yves Béziau’s Universal-Logic congress in Rio de Janeiro. A last service to the friend who passed away.

And it’s ridiculous how fast I got rusty. I have to check for the syntax of TeX features I had been using constantly.

Hamartia

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Wenn die (neo-) orthodoxe Theologie Recht hat, die Sünde als eine griechische Begrifflichkeit aufzufassen, als hamartia eher denn als peccatum, als irrtümliches Verfehlen eines guten Ziels denn als Defekt, dann ist es bereits eine Sünde der Amsel, die Fensterscheibe für den Himmel gehalten zu haben.

Christos Yannaras, der heutige griechische philosophische Autor (gerade habe ich ein paar griechische Leser verloren – Leute, versucht Euch selber weißzumachen, dass es nicht Euer Neid auf das gigantische Opus ist, ich kann dabei nicht helfen) fragte mich einmal, wie ich mein Leben im Sinn „unserer Mutter, der Kirche“ einrichte.

„Schwierig“ hatte ich damals geantwortet. Es war in Erfurt. Winter. Spätabend. Das Leben war schön. Die intelligentesten jungen Leute von Thüringen waren meine Studis. In meinem Appartment des Amplonius-Hauses hatte ich Tee gemacht.

Grünen? Vielleicht grünen. Der emeritierte griechische Prof – eine Ikone meiner Jugend – schlürfte in einem Mix aus Sorge und Bewunderung.

War’s doch Wein? Herr Professor und Kollege wissen Sie es vielleicht noch?

„Schwierig“ also…

Andererseits, wenn ich an mein Sündenverständnis denke, wie kann ich anders, als Sohn der Mutter zu sein? Auch wenn ihre Strenge gegen die falsch eingeschlagenen Wege notorisch ist. Auch wenn sie „Sünde“ dazu sagt: Es ist der Fehler der Amsel, nicht des Fensters. Der Himmel ist woanders.



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If the (New-) Orthodox theology is right to see sin in the sense of Christianity as a Greek conception, as hamartia rather than as peccatum, as failing to hit the bull’s eye rather as a deficiency, failing to go up to the skies and colliding with a thing that different and indifferent at the same time as the window pane, is the blackbird’s sin.

Christos Yannaras, today’s most important philosophical author in Greece (I just lost some Greek readers – bye guys and try to persuade yourselves that it’s not jealousy when you despise this remarkable opus because he’s religious; I admit I can’t help in this) asked me once how I settle my life according to „the church, our mother“.

I had replied that I had had my difficulties. There was cold outside and I had made tea bought from the tea shop at the Kraemerbruecke. Probably green tea. It was a nice shop, just few steps away from the Amplonius House in Erfurt where I had been dwelling for the part of my week from Tuesday to Friday. Part-time living so to say.

But, again, when I think of my understanding of sin, how can it be otherwise? I am a mother’s son and one’s who’s very strict in her understanding of sin. Yes, it is a sin and the blackbird’s failure and its sin, not the window pane’s when the sky is in the opposite direction.

Der Unterschied zwischen vage und abstrakt

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„Gah‘ zu d‘ vier Tanni“ sagte sie. Das ist natürlich konkret. Aber in Anbetracht der Menge an Tannenquadrupeln am Adelbodener Hang unpräzise.


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In order to find my student, she said, I’d have to „go to the four fir trees“.

Which is not abstract, of course, but if you think of how many fir-tree quadruples stand at this mountain in Adelboden, Switzerland, rather imprecise.

Analogieschluss

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Die Wissenschaftshistoriker sind sich darüber uneinig, warum alte Theorien verworfen werden. Eine unheilige Allianz aus Marxisten und Positivisten meinte früher, neue Theorien wären erfolgreicher gewesen. Die Popperianer meinen, es reicht zum Wandel, wenn die alten Theorien falsifiziert wurden. Die Kuhnianer und ein paar andere sehen die alten Theorien als Opfer eines Gesinnungswandels von Binnengruppen aus Querdenkern an.

Das aus der Vogelperspektive.

Wenn’s um konkrete Ereignisse geht, sind sich alle – na gut, fast alle, schließlich sind Positivisten und Marxisten besonders hoffnungslose Fälle – einig, dass das Neue am Anfang oft zunächst nicht so gut funktioniert wie das Alte. Kolumbus meinte, gleich mehrere Breitengrade weiter südlich zu sein, weil er unbedingt einen Kompass benutzen wollte. Kopernikus‘ Idee war unausgereift: Das ptolemäische System deckte einfach viel mehr Einzelfälle ab. Evolutionstheoretisch zu erklären, wieso der Vorgänger des Flügels einen Überlebensvorteil für den Organismus darstellte, ist schwerer als eine teleologische Erklärung.

Trotzdem bleibt die Investition ins Neue bestehen als etwas, was von ad-hoc-Hypothesen und Hypokrisie befreit.

Ich denke daran ein paar Tage nach den britischen Wahlen.



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Historians of science don’t agree on the reasons to make a scientific community abandon a theory to embrace another. Positivists and Marxists thought that this is the case when the later theory explains more and it’s verified. Popperians think that it’s enough when the old theory is falsified. Kuhn and others believe that the shift is a complex social procedure akin to religious conversion.

Where most of them agree upon – forget Positivists and Marxists: too stubborn – is that the new theory often works worse that the old one: Columbus thought he was way further in the south because he insisted using a compass; Copernicus didn’t cover many details that Ptolemaeus did; and Darwin couldn’t explain how not fully functioning wings emerge to make a difference for the survival of an organism only much later – anyway he couldn’t explain this as easily as a teleological explanation manages to do.

We simply invest into anything new bound to stop ad-hocness and hypocrisy.

These are my thoughts on the latest British elections.