Mein Verleger über mich und andere Familienmitglieder

Well, I’m afraid, that has to remain in German: my publisher’s interview with the Börsenblatt des deutschen Buchhandels on the house, the concept, the plan…

…and the clan:

Uli Mai 2017

Partes chimaerarum



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Vielleicht ist Folgendes ein gutes Argument dafür, dass Teile der Mereologie (Teile der Theorie, nicht Teile im Sinne der Gegenstände der Theorie) auf die Mengenlehre reduzierbar sind, vielleicht auch nicht – ich hab’s noch nicht bis zur letzten Konsequenz gedacht.

Teile von Chimären (hier aus dem Isenheimer Altar in Colmar) sind dadurch Monsterteile (und eben nicht nur Hirsch- oder Rattenteile), dass sie Teile sind, die nicht zusammengehören. D.h. Monsterteile sind nur dadurch welche, dass sie in bestimmten Verhältnissen zueinander stehen. Ohne derartige Verhältnisse zueinander sind das Hirschgeweih, der Rattenkopf, die Menschennase keine Monsterteile, sondern Teile von einem Hirschen, einer Ratte, einem Menschen. Schneide ich etwa vom einen Monster das Hirschgeweih, vom anderen den Hirschkopf, vom dritten den Hirschhals usw. weg und füge diese artgerecht zusammen, dann habe ich zum Schluss keine Monsterteile eines Hirschen, sondern Hirschteile eines Hirschen – was beweist, dass Chimärenteile nur dann als Chimärenteile gelten, wenn sie, jeder für sich genommen, die Struktur der ganzen Chimäre als Teil enthalten.

Die Chimäre aus allen und nur Chimärenteilen – die wohlgemerkt die ganze Chimäre und ergo sich selbst als Teile enthalten – ist also eine Chimäre, die sich selbst problemlos enthält. Das ist natürlich nichts anderes als eine nichtparadoxe, mengentheoretische Struktur 

(Entschuldigung für dieses Posting: Auf dem Endspurt der Redaktion des Handbook of Mereology – Johanna Seibt und Guido Imaguire sind meine Mitherausgeber, Philosophia München der Verlag – sehe ich alles, auch die lebendigen Leute um mich herum, als Teil-Ganzes-Beziehung. Hoffentlich kann ich mich und Euch nochmal normal sehen, wenn die sechshundert Seiten raus und von unserem Hals sind).

Für Kommentare wäre ich dankbar.



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Maybe it’s a good argument for the claim that parts of certain wholes are only subsets (and parthood of these wholes only a set-theoretical notion), maybe it’s not. I’ll have to think it over and to draw the last consequences out of it. For now, here it is:

Parts of chimaeras (here from the Isenheim Altar in Colmar, France) are parts of monsters and not just of, say, deer or rats, only if they’re assembled in an unnatural whole. In other words, parts of monsters can be said to be such only if they are interrelated in certain ways. It is perfectly alright for a chimaera to have Cleopatra’s nose on a deer head. Thus, to make a chimaera, what has to be avoided is to make all and only deer parts and all and only Cleopatra’s parts naturally fit together. If you take Cleopatra’s nose from this chimaera, Cleopatra’s eyes from that chimaera, Cleopatra’s arms from a third etc. what you have at the end of the day is not a chimaera consisting of parts of other chimaeras but Cleopatra consisting of Cleopatra’s parts.

As one sees, the whole structure of the chimaera must be a part of every part of the chimaera.

If Cleopatra’s nose doesn’t contain a monster-like structure as its part (e.g. by containing its relation to a deer’s head as a part), it is not a-monster’s-and-Cleopatra’s nose but only Cleopatra’s.

As one sees, being a part of a chimaera presupposes being a part of a whole that contains only and all the parts of the chimaera that contain themselves. This is nothing but a set-theoretical structure.

I believe that this shows that at least a part of mereology (I mean a part of the theory, not a part among the objects of the theory) is  reducible to set theory.

(The Handbook of Mereology (Philosophia: Munich) I’m editing together with Johanna Seibt and Guido Imaguire is almost finished. It’s about time because I currently see everything and everyone as wholes consisting of parts and I can only hope I’ll return to normality as soon as the book is published).

I’d be happy to receive your comments.

Um Gott’s Wui’n

 

🇩🇪🇦🇹🇨🇭 Es ist so diskriminierend. Es ist so deprimierend. Um Gottes Willen…
🇬🇧🇺🇸🇨🇦🇮🇪🇳🇿🇦🇺 It’s so discriminating. It’s so degrading and sad. For God’s sake…

Ettal Winter 2016

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Vergangenen Samstag fand das Ettaler Oberseminar statt, zum ersten Mal ohne Hans Burkhardt, seinen Initiator vor vielen Jahren und patrem nostrum omnium. Christina Schneider (LMU und Hochschule für Philosophie) und ich übernahmen die Leitung und wir haben vor, zweimal im Jahr dort zu tagen. Für diese Sitzung hatte sie Ludwig Jaskolla (Hochschule für Philosophie) mit einem Vortrag über „Das dynamische Selbst“ eingeladen. Jörg Noller (LMU) war mein Gast und er trug über „Personale Lebensformen“ vor. Sein Untertitel lautete: „Zur Identität von Personen jenseits von Animalismus, Bewusstseins- und Konstitutionstheorie“. Beide Vortragenden sind untereinander bekannt, sie arbeiten beide über das Thema personale Identität und verfechten in ihren Habilitationsprojekten eine Abkehr vom Substanzialismus.

Ich habe mich bisher sehr wenig mit der zeitgenössischen Debatte zum hard problem beschäftigt, aber dieses Wenig zusammen mit meiner mittelalterlichen Lektüre sowie meiner eigenen Introspektion als Person – was ich jetzt beinahe vergessen hätte 🙂 – lassen mich vielleicht auf etwas altmodische Weise glauben, dass das Bewusstsein eines jeden auf der Selbstbezüglichkeit einer Substanz fußt. Nun haben beide, Noller und Jaskolla, sympathische antisubstanzialistische Ansätze zu bieten, mit denen selbst der Substanzialist leben kann. Noller meint, dass es die Lebensform ist, was ein Wesen als eine und zwar diese Person auszeichnet. Jaskolla meint, dass Nollers Lebensform als Kriterium des Personenseins nicht ausreicht, um Probleme wie Parfits Gedankenexperiment der Duplikation von Personen auf Molekularebene plausibel zu interpretieren. Ich glaube allerdings, dass das parfitsche Gedankenexperiment kein großes Problem für Nollers Argument darstellt. Fragen wir vielleicht eine Mutter vor der Herzoperation ihres Kindes, ob sie lieber das parfitsche Original als ihr Kind ansieht, oder lieber das parfitsche Duplikat mit geflicktem Herzen. Was sieht sie als ihr Kind an? Natürlich das Original und zwar aus Gründen der Kausalität: Sie hatte das Original und nicht das parfitsche Duplikat im Bauch. Das Duplikat ist eine andere Person.

Auch an dieser Stelle möchte ich betonen, wie froh und dankbar wir sind, dass wir in den Personen des Ettaler Abtes, P. Barnabas Bögle OSB, sowie P. Raphael Muhrs zwei Fachkollegen gefunden haben – sie haben beide Philosophie studiert – die ihre Gastfreundschaft als eine selbstverständliche Benediktinerpflicht gegenüber der Wissenschaft verstehen.

Außerdem bin ich Christina Schneider für ihre Bemühungen dankbar, die uns allen die Fahrt nach Ettal ermöglichten. Damit nicht genug bin ich ihr dankbar, weil sie während der Diskussion meinen Standpunkt zu Privation und mehrwertiger Logik verteidigte. Ohne sie wäre mein Argument zur Privation mangelhaft geblieben und ein mangelhaftes Argument zur Privation lehrt uns nichts über die Privation, sondern es ist bestenfalls ein gutes Beispiel einer Privation.

Im Anschluss erreichte mich eine Email von Christina. Unter anderem fragt sie mich, warum sich Logiker immer streiten müssen. Das weiß ich nicht, dadurch komme ich aber auf meinen letzten Dank für heute: Danke an die Diskutanten! Ohne sie hätten wir gar nicht streiten können. Und wir wissen ja: Es war oft der schöne Streit über Begriffe, der am nächsten Tag fruchtbar für unser Schreiben war, die Eintracht, die dagegen furchtbare Resultate hervorbrachte.

Vielleicht ist das die richtige Antwort auf die gestellte Frage.

Ettal Empfangsraum

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The Ettal master class took place last Saturday – for the first time without Hans Burkhardt, the man who initiated it back in 1997 as his – back then – Murnau master class. From now on, Christina Schneider (LMU Munich and Hochschule für Philosophie) and myself will be organizing this twice a year. This time Christina invited Ludwig Jaskolla (Hochschule für Philosophie) for a talk on „The Dynamic Self“. My guest was Jörg Noller (LMU Munich) who presented a paper on personhood as a form of life. Life form is Noller’s alternative to moral approaches to personhood (e.g. the animal-rights debate), further to consciousness-focussed theories and the personhood-as-a-construct debate. The two guests know each other and have similar views on personhood.

My only expertise in personhood is based, I suppose, on the bare fact that I am a person myself and this experience makes me propagate the view that my personhood stems from a substance: my substance. This is as old-fashioned as it can be and is probably backed by the fact that I’ve read only the basics of the contemporary hard-problem literature and many many medieval sources on personhood. Nevertheless, I found Noller’s and Jaskolla’s modern stories interesting. Noller thinks that X is a person if and only if X conducts a certain form of life. Jaskolla thinks that Noller’s form of life is not sufficient to form a criterion of personhood and, in Ettal, he pointed to Parfit’s thought experiment of teletransportation in this context. For myself, I think that the importance of Parfit’s thought experiment is overestimated. If we ask a mother who hears that her child has to go through a heart operation whether the original or Parfit’s duplicate with a mended heart would be her child, her answer would be that the only person of the two who is her child is the ill one. Causality would be her criterion for this: the ill child is the one she had in her womb.

Anyway, today I want to express my gratitude to the abbot of the Ettal monastery, father Barnabas Bögle OSB, as well as to father Raphael Muhr, both philosophers, for what they called their typical Benedictine hospitality towards letters and science.

And my gratitude goes also to Christina Schneider who did so much to enable the continuation of Hans’s master class. And, of course, I want to thank her again for defending and completing my argument on privation and multivalued logic. You see, an incomplete argument on privation is not something that teaches us much about privation but, rather, a case of privation. Thanx!

Christina asked me after the event why it is that logicians always have an argument – in the colloquial sense of „argument“ of course. Well, I don’t believe that the colloquial sense of „argument“ is really different from the technical one. And since the dispute got heated only during the questions, this is an important reason to say thanks to all participants – really tough dialecticians who enjoyed and made me enjoy discussion last Saturday.

Fest

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Es ist also fest. Am 30. Januar 2016 wird es zum ersten Mal ohne Hans Burkhardt stattfinden, das Oberseminar, das vor einer gefühlten Ewigkeit in Murnau begann.

Wie seit Jahren üblich wird es in der Benediktinerabtei Ettal stattfinden. Christina Schneider und ich treten in die Rolle der Veranstalter. Die Schnittstelle von Ontologie und Logik bzw. Logikgeschichte wird wie gewohnt angesprochen werden. Die Vortragenden werden eine interuniversitäre Gruppe sein: LMU, Hochschule für Philosophie München, Uni Erfurt. Offiziel handelt es sich um eine Lehrveranstaltung der LMU.

Die Teilnehmerliste ist für jetzt voll. Wer allerdings im Sommer ein Projekt zu Ontologie in ihrem Zusammenhang mit der Ethik präsentieren möchte, sollte uns schon jetzt kontaktieren. Barocke Empfangsräume sind nie zu groß.

Derselbe Schnee wird mehr oder weniger bis Januar dort liegen. An sonnigen Tagen wird etwas davon wegschmelzen, bevor Neuschnee runterkommt. Es verhält sich damit wie mit unseren Projekten, mit unseren Leben, mit unseren Freunden.

Ettaler Parkplatz

ENOUGH WITH SCROLLING

It’s fixed: Hans Burkhardt’s master class  that started in Murnau some millions of years ago will meet on January 30, 2016 for the first time without its founder. 

For years now, it has been taking place in the Benedictine abbey of Ettal – and this is where it will take place again. Christina Schneider and myself are the organisers. The interface between ontology, logic and its history will be discussed again. The speakers will be from several universities: LMU Munich, Hochschule für Philosophie Munich, University of Erfurt. Officially it’s an LMU course. 

The list is closed for now. However, if you want to present a project next summer, this time on ontology and ethics, contact us now. The baroque reception of the abbey is small.

There’ll still be snow in Ettal in January, I suppose. The same quantity plus-or-minus something: sunny days make some melt, on the next day there’s new snow coming. Snow in the Alps is like our projects, our lives, our friends: something’s always left behind, something’s always coming.

Social engineering

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Vor einigen Jahren machte ich in Brüssel die Bekanntschaft mit dem Ehepaar Klühspies. Sie waren Münchener, wir auch. Der Kontakt blieb erhalten: gegenseitige Einladungen, politische Diskussionen, russische Trinksprüche… Vor zehn Jahren haben wir uns aus den Augen verloren und erst jetzt muss ich wieder an Karl denken.

Karl Klühspies ist Stadtplaner und jemand, der mir demonstrierte, dass durchdachtes Städtebauen philosophische Konsequenzen und Motive hat. Karls wichtigste politische und städtebauliche Arbeit waren die Bürgerinitiativen (Stichwort: Münchener Forum), mit denen es ihm gelang, die Pläne des Münchener Stadtrats zur Betonierung des Leopoldparks, zur Verbreiterung der Tengstraße, zur Verwandlung der Münchener Innenstadt in eine Stadtautobahn rückgängig zu machen.

Sein Ansatz – wohlgemerkt der Ansatz eines Stadtplaners – war durchaus philosophischer Natur: Planung drohe langfristig lebensfeindliche Strukturen zu etablieren; historisch Gewachsenes ermögliche menschenwürdigen Lebensraum. Das Ziel einer Planung, die historisch Gewachsenes respektiert, müsse das Miteinander vieler Gesellschaftsschichten und -klassen in einem Viertel, das Einhergehen von Natur und urbanem Raum sein. Das ließ sich kurz und prägnant in ein paar Geboten ausdrücken: Keine Stadtviertel nur für Weißkrägen, keine Stadtviertel nur für sozial Schwache, kein Jogging, weil jeder schließlich einen Garten oder Innenhof hat, wo Klettern und Umgraben möglich ist.

Was allerdings in den 70ern unwirtschaftlich erschien – der Erhalt alter Bausubstanz und Strukturen – schaffte Werte ab den 90ern: Schwabing und die Schwanthaler Höhe, gerade durch Karls Philosophie von der finanztechnischen Raison gerettet, wurden gerade deshalb teurer, anschließend nach und nach von sozial aufstrebenden Betriebswirten, Medizinern und Informatikern erobert, das Bildungsbürgertum, die Arbeiter, die Künstler wanderten nach Hasenbergl und Feldmoching aus. Die soziale Monokultur, vor der Karl eindringlich gewarnt hatte, errang doch noch den Sieg.

Ich muss wie gesagt an ihn denken in der letzten Zeit. Nicht wegen des Prozesses, den ich gerade schilderte. Der ist längst vollzogen und wir haben ihn auch gemeinsam beweint. Der Grund, aus dem ich letztlich an Karl denken muss, ist vielmehr ein aktueller – das Hallenser Paulusviertel: ein erschwinglicher, innenstädtischer Raum, in dem das Bildungsbürgertum seinen Platz neben Theatern und Uni erhält und Studis und Proletarier kleine und gute Altbauwohnungen aus der Gründerzeit beziehen können.

Die Städte, die ihrem Namen eine Ehre machen, d.h. die Diversität und soziale Mobilität ermöglichen – die gibt’s noch. Für das, was in den letzten Jahren aus Schwabing und dem Prenzlauer Berg wurde, muss freilich noch ein Name gesucht werden. „Euro-Palanka“ vielleicht? Nur so ein Vorschlag…

GütchenstraßeENOUGH WITH SCROLLING

In Brussels, many years ago I met two very interesting people whose names were mr. and mrs. Klühspies. They lived in Munich and so did we. Invitations, political discussions, humorous Russian toasts until we lost contact about ten years ago. And only now I have to think of Karl again.

Karl Klühspies is an urban planner and someone who showed to me that intelligent urban planning has philosophical consequences and motives. Karl’s main political and planning work consisted in organizing citizens to oppose to plans of the Munich city council in the 70ies according to which parks and alleys lined with trees would be sacrificed to make city highways in the historical heart of Munich.

Karl’s approach had a philosophical constraint. Planning, he thinks, creates new structures that become inhuman in the long run. By contrast, historically developped structures are worthy of giving human beings a place to live. The goal of an urban planning which remains urban, i.e. makes diversity and social mobility possible, is to have members of one social group or class living next door to members of another social group or class.

Let me resume some of the social principles which are present in Karl’s thought: no city districts only for white collars, no city districts only for the socially deprived, no jogging since everyone has a garden to climb on their own trees and to work in their own gardens.

In the 70s, these and such were the principles that preserved architecture and condemned cities to stagnation. Although now Karl managed to save some Munich neighbourhoods from „development“ by propagating these principles, these were later exactly the neighbourhoods that became more expensive and the favourite places for up-and-coming people to live – managers, medical doctors, IT-people. The intelligentsia, the working class, the artists, had to leave. Social monoculture, Karl’s enemy, would win just because the preservation of the historical character of the rescued neighbourhoods would create new values.

The fact that I think of him often lately is not the procedure I just described. Everyone has learned to live with it in the meanwhile. The reason to think of Karl lately is Halle’s St.-Paul’s neighbourhood: the Paulusviertel. It’s an affordable location in downtown Halle, where most of the university and cultural facilities and buildings are situated.

Despite of what it seems when you have the west of Germany in mind, in the east of the country, the cities which deserve being called thus: multicultural urban spaces which make diversity and social mobility possible, are still existing. And, for the sake of justice and linguistic precision, I would suggest the social-monoculture areas that emerged from the 80s on in downtown Munich and Berlin to be called „europalankas“ instead of city districts.

The logic of optatives again

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Langsam wird es zu einer fixen Idee und ich muss mich mit dem Formalismus der Idee endlich beschäftigen: Auch am Samstag konnte ich nicht umhin, über die Logik der Wünsche nachzudenken.

Wir waren im Pink-Martini-Konzert in der Münchener Philharmonie. Philharmonie hin oder her haben wir getanzt. Getanzt hin oder her, musste China Forbes „Let’s Stop Falling in Love“ singen, was zwar nicht zum Tanzen einlädt aber ein grandioser Song ist. Grandioser Song hin oder her hat mich der Text zum Nachgrübeln gebracht:

I wish a falling star could fall forever
And sparkle through the clouds and stormy weather
And in the darkness of the night
The star would shine a glimmering light
And hover above our love

Please hold me close and whisper that you love me
And promise that your dreams are only of me
When you are near, everything’s clear
Earth is a beautiful heaven
Always I hope that we follow the star
And be forever floating above

I know a falling star can’t fall forever
But let’s never stop falling in love

Sie weiß es also, dass Sternschnuppen nicht ewig fallen können und trotzdem wünscht sie es sich. Wünsche sind Möglichkeiten. Dass sie sich das bekannterweise Unmögliche wünscht, ist ein Indiz dafür, dass sie eine multimodale Logik voraussetzt. Das konkretisiert meine bisherigen Vermutungen betreffs Logik der Wünsche.

Ich muss die Zeit finden und eine Monographie darüber produzieren. Die natürlich bei Philosophia München erscheint. Wir haben vor, eine Reihe von Kurzmonographien zu lancieren: zu lang für einen Artikel, zu kurz für ein Buch. Das ist die Chance. Chancen müssen sofort genutzt werden. Dar Fall einer Sternschnuppe kommt ja nur kurz zum Vorschein.

ENOUGH WITH SCROLLING

It takes the dimensions of an obsession and I won’t be relieved unless I’ll write something on the formalism of this obsession. Last Saturday I couldn’t think of anything but the logic of wishes.

We visited the Pink-Martini concert at the Munich Philharmonic Hall. Philharmonic Hall doesn’t mean that we didn’t dance. Dance doesn’t mean that China Forbes didn’t sing „Let’s Stop Falling in Love“, not the best dancing hit but a huge song. Huge song doesn’t mean that I didn’t have to reflect on the logic of the lyrics.

I wish a falling star could fall forever
And sparkle through the clouds and stormy weather
And in the darkness of the night
The star would shine a glimmering light
And hover above our love

Please hold me close and whisper that you love me
And promise that your dreams are only of me
When you are near, everything’s clear
Earth is a beautiful heaven
Always I hope that we follow the star
And be forever floating above

I know a falling star can’t fall forever
But let’s never stop falling in love

She knows obviously that it’s impossible for a falling star to fall forever. However, she still wishes that this would be the case. Wishes are possibilities. Wishing what she knows to be impossible is an indication that she has a multimodal logic in mind. This makes my working hypotheses concerning the logic of wishes much more precise.

I have to find the time and write a monograph on this. It has to get published by Philosophia Munich. We’re about to launch a series of short monographs: too long for an article, too short for a book. This is the chance. Chances must be used immediately. Because falling stars don’t fall forever.