Leave them in peace, not in pieces…

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Bei einem Ausgang in meiner Soldatenzeit auf Rhodos stellte ich plötzlich fest, dass die Straße, wo ich mich gerade einfand, nach Platon benannt war.

Platon war nie auf Rhodos, was es in meinen Augen als einen albernen Nationalstolz erscheinen lässt, wenn er mit seinem Namen einen urbanen Raum schmückt, der vor lauter Johanniter- und Vittorio-Emmanuele-Architektur Ernst Jünger als Kulisse diente.

Ähnlich waren meine Gefühle bezüglich der Fichtestraße in Schwabing. Ich versuchte stets den Philosophen zu vergessen (übrigens bin ich der Übersetzer der Bestimmung des Menschen ins Griechische – fürwahr eine Jugendsünde) mit sehr guten Ergebnissen, denn heute denke ich stets an die dortige, vormals sehr günstige Tankstelle, selbst wenn der Name des Philosophen fällt.

Insgesamt hält es München sehr albern mit Philosophennamen. Kein Wunder eigentlich…

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I remember myself exploring downtown Rhodes ages ago, during my service in the army, and finding out that a street in the old town was named after Plato. Plato never visited Rhodes, so it is, I suppose, kind of a silly national pride to have Plato as a reference in an urban environment still marked by the presence of the Johannites and a Vittorio-Emmanuele architecture.

Similarly, Fichte Street in northern Munich marked for me a cheap gasoline station. I have tried not to think of the philosopher when the name is mentioned – with good results.

But also in cases where the philosopher was there, naming this or that after them sounds phoney because this naming presents an unlucky attempt to insinuate a (nonexistent) reflectivity. The photos above are from Munich.

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A belated obituary for a teacher

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Ihr Tod liegt bereits ein Jahr zurück. Würde ich immer noch in Südostattika wohnen, wo ich aufgewachsen bin und sie gewirkt hat, hätte ich das früher erfahren.

Sie war die Ikone der antiautoritären Erziehung in Griechenland, die Vertreterin einer Pädagogik, die in Griechenland keine Wurzeln schlug, frühere Assistentin an der Athener Capodistria-Universität, recht früh in ihrem Leben Gründerin der Schule, die meine Schule werden würde, damit auch Eigentümerin einer Firma, die in den 80ern Insolvenz anmelden musste, als die “Panhellenische Sozialistische Bewegung” von Papandreou Senior beschloss, den Privatschulen den Garaus zu machen.

Sie war politisch liberal, pädagogisch und philosophisch eine Adlerianerin, irgendwann wurde sie meine Lehrerin und die Person die – Uni hin oder her – mich in Sachen Erziehung am beständigsten beeinflusst hat.

Ihre Vision war eine Schule ohne Strafen (“Nächstes Mal denkst du, bitte, an deine Hausaufgabe”), wo der Druck emotionaler Natur sein musste (“Mach’s für mich”), mit Schülern, die sich nie mit den anderen, sondern mit sich selbst messen (“Noten kann ich euch schon geben – wenn ich sicher sein kann, dass ihr untereinander nicht vergleicht” – hier stach Adlers Individualpsychologie besonders hervor).

Für die neue Schule in Südost-Athen engagierte sie Kairoer und alexandrinische Lehrer, die Ägypten nach 1952 wegen ihres britischen Passes hatten verlassen müssen.

Wie gesagt erwies sich das Projekt private antiautoritäre Schule in Südostattika spätestens bei der Sowjetisierung des griechischen Bildungswesens in den 80ern als untragbar: Zeitungen frohlockten in den Schlagzeilen, dass jetzt nur noch Schüler der staatlichen Schulen gute Chancen hatten, die Universitätsaufnahmeprüfungen zu schaffen. Was wahr war, wenn man bedenkt, dass die Prüfungen so konzipiert waren, dass, wer das staatliche Schulbuch nicht auswendig gelernt hatte, die Aufnahme willentlich erschwerte.

Werke von ihr zur Pädagogikgeschichte und zur pädagogischen Psychologie gibt es nur in griechischer Sprache. Auch griechische Verse hat sie geschrieben. Erst vor ein paar Monaten entdeckte ich in meinem alten Papierkram ihr Gedicht wieder mit dem Titel “Wenn du es kannst”, eine feministische Antwort auf Rudyard Kiplings “If”, die Mütter statt Männer anspricht.

Ihr Name war Voula Tsamtsouri-Anestopoulou (1925-2018)

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She died one year ago. Being between Switzerland and Germany I don’t quite keep up to date with news from Greece, so I hadn’t known until today.

She was the icon of antiauthoritarian education in Greece. The founder of the school I visited, eo ipso of a private company that went bankrupt and an adherent of a pedagogical model that failed to make deep roots in Greece. She was a former fellow at the Education Department of the University of Athens. She was a liberal and an Adlerian.

She was my teacher and the person who mostly influenced me in pedagogics.

Her vision was a school without penalties (“Next time think of your homework”), with much emotional pressure to achieve goals (“Do it for me”), with pupils who never (never) compare themselves with the others in terms of output (“I shall give you a mark only if I can be absolutely sure that you are not going to compare it with other people’s marks” – a clear tenet of Adler’s individual psychology here). She hired many Anglogreeks from Egypt, teachers expelled from there in the aftermath of the 1952 revolution.

The school closed in 1983 amidst populist harassment in a time of “Sovietisation” of Greek education: newspapers hailing in the front pages that only public schools could make one pass the A-levels. Which was true if you consider that the exams were designed for people who would only retrieve what they had stored in their short-term memory.

Her writings on the history of education and on pedagogics are only in Greek. She also wrote Greek poetry. Only a couple of months ago, I rediscovered her poem titled “If you can”: a feminist answer to Rudyard Kipling’s “If” addressing mothers rather than men.

Her name was Voula Tsamtsouri-Anestopoulou (1925-2018).

Twelve pentagons

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Es gibt solche, die Pentagondodekaeder in der Natur faszinierend finden, weil Platon in Timaios 55c dem Universum ihre Form zuschreibt.

Es gibt wiederum welche, die eine Annäherung geometrischer Regelmäßigkeit in der Natur unabhängig davon faszinierend finden, vor allem weil Formalistenpedanterie: “Ach was, der Definition entsprechen sie genauso wenig wie alles andere” bei ihnen nicht so leicht über die Lippen kommt. S.C. Kleene hatte in seiner Einführung in die Metamathematik Recht, die Platoniker, die Intuitionisten und die Formalisten als drei verschiedene Mathematikergeschlechter zu erachten. Im Gegensatz zum Platonismus ist der Formalismus nicht von dieser Welt.

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There are people who like the pentagonal dodecahedra because of Plato’s reference to them as the shape of the universe in Timaeus 55c.

Found in nature, they are fascinating anyway because every formalist would find it didactically difficult to say that they hardly match the definition. In his Introduction to Metamathematics, Stephen Cole Kleene distinguished between formalists, intuitionists and Platonists as three different mathematical nations. Garnets show that he was right. Formalists are alien to this world. Platonics are not.

From another land I: Tribal rhetoric

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Für gewöhnlich besuchen die Leute im Sommer andere Länder. Im Fall meiner Familie waren das Bremen mit Bremerhaven und Hamburg, was verständlicherweise wenig abenteuerlich klingt. Diese Hafenstädte haben aber eine Besonderheit: Sie stellen sich selbst als etwas Relativiertes dar – und zwar relativiert durch die Andersartigkeit derer, zu denen sie den Kontakt herstellen. Das ist das erste Posting, in dem ich auf meine dortigen Reflexionen Bezug nehme.

Im Bremer Überseemuseum ist ein Zeremonialstuhl ausgestellt, auf den der papuanische Redner angeblich unter Bezugnahme auf die Rechtssache aber auch auf die Mythologie des Stammes – ich zitiere den Begleittext des Museums –

Blätter als Bestärkung seiner Argumente nach und nach [legte].

Ich versuche das auf die klassische Rhetorik zu übertragen: Der Redner, der dafür argumentiert, das Stück Land so und so stehe diesem und nicht jenem Dorfbewohner, Familienmitglied usw. zu, wäre aus Aristoteles’, Ciceros, Agricolas, Ramus’, Perelmans Sicht gut nachvollziehbar.

Die Mythologie und vor allem die Blätter aber! Welche Funktion erfüllen diese im Sinn der klassischen Theorie?

Sakrale Momente, allerdings hintergründige: ein Kreuz, eine Pantokrator-Ikone, sind in der heutigen Rechtsprechung auch im Westen – etwa in Italien und in Griechenland – präsent. Aber sie sind nicht Teile der elocutio und der actio, der Palette redepragmatischer und darstellender Instrumente des Redners. Genau das scheinen aber die rituell nach und nach aufgelegten Blätter zu sein. Wie ist die direkte Beschwörung des Sakralen während des Arguments zu deuten? Macht sie die Rede direkt zur religiösen Festrede und disqualifiziert sie als judizial oder deliberativ? Oder können wir die deliberative und judiziale Papua-Rhetorik als eine im westlichen Sinn gehaltene betrachten, die bloß aus westlicher Sicht ungewohnte Stilmittel verwendete? Ich tendiere zur zweiten Option, kenne aber den Inhalt solcher Reden nicht.

Kann jemand aufklären?

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In the summer, people normally visit foreign countries, which, in our case, was the country whose citizenship we possess… To make our choice a bit less ridiculous, it was the harbours of Bremen, Bremerhaven and Hamburg that we visited, in the German north, of which we had a very poor knowledge – except of our bewilderment, of course, when we have heard people from there speaking their characteristic, staccato, standard German. But there is more to these cities than simply their identity. Or, rather, it is about the identity but in a very dialectical way: They do present themselves to the visitor alright. But as they are very keen to tell you also with whom else you could interact via their territory (they are Germany’s Southampton and Liverpool), they present to you an identity that is already relativised through the identity of the others to whom they were the gateway.

This is the first of a series of posts on my reflexions during summer holidays.

A very famous museum in Bremen, right next to the Central Railway Station, is the Überseemuseum (which is, as you may have guessed, the German word for “Overseas Museum”). Among the items of the huge, museologically gorgeous and in many cases interactive and multi-media exhibition, you find a ceremonial chair on which Papua speakers who pleaded for various juridical claims – I quote from the accompanying text of the museum –

used to pile one leaf after the other as to corroborate their arguments.

Let us try to reframe this into classical rhetoric. The museum informs that the judges decided the case taking into consideration also the tribe’s mythology and the speaker’s narrative skill. A speaker who pleads that this piece of land is justly a property of this villager, family member or you name it, and not of the other, is, of course, a thing as familiar to Aristotle, Cicero, Agricola, Ramus, Perelman etc. as it is trivial.

But what about mythology and, above all, the leaves! What do they correspond to in terms of classical rhetoric?

In jurisdiction, there are elements of sacred nature also in the West. For example, Italian law courts have a cross, Greek ones have an icon depicting Jesus Christ in the pose or manner of the Almighty. However, these Christian symbols are not parts of the elocutio or the actio, i.e. not parts of the tools the speaker has in terms of pragmatics and performing. However, this is what the leaves appear to be. How is conjuring up the sacred to be interpreted in the context of rhetoric? Does it render the speech to a religious panegyric and disqualifies it from being judicial or deliberative? Another possible interpretation is that the speech remains judicial or deliberative but uses stylistic elements unusual from a westerner’s point of view. I tend to take the latter stance but I am ignorant about the content of the speeches in New Guinea’s legal customs.

Is there anybody out there who can provide additional information?

If on were off, then Shannon would be Shannoff. Thank God, it’s not so.

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Die Funktion von Claude Shannons “Ultimativer Maschine” hinterlässt dem Beobachter den Eindruck, eine Selbstaufhebung zu sein: eine Funktion des Sich-außer-Betrieb-Setzens.

Dieser Eindruck basiert allerdings auf einer trüglichen Verwendung der Sprache. Die Maschine erfüllt ihren Zweck mit dem Hebeldrücken. Sie ist genau dann in Betrieb, wenn sie den Hebel drückt, der sie ausschaltet. Infolge dessen ist sie nicht in Betrieb gdw sie sich nicht ausschaltet, m.a.W. ausgerechnet gdw sie an bleibt. Das ist ein Widerspruch!

Der Widerspruch kommt durch eine sprachliche Konvention zu Stande, genauer: dadurch, dass das funktionierende System Maschine den Hebel in die Position “off” versetzt. Die Bezeichnung “off” ist allerdings irreführend.

Wie ich oft sage: Widersprüche sind sprachbedingt, keine Eigenschaften der Realität. Man hätte statt “off”: “on” schreiben können und umgekehrt. Dann würde es sich um eine sich selbst in Stand setzende Maschine handeln und die Funktion wäre ein-und-dieselbe. Oder man hätte die Schriftbilder löschen können und damit auch den Widerspruch: Es würde sich um einen Mechanismus handeln, der einen Hebel zurückversetzen würde. Der Ausdruck ist neutral und widerspruchsfrei.

Neutrale, nichtwidersprüchliche Beschreibungen stecken das Gebiet des Realitätsnahen ab, weil sie vom originär Sprachlichen, dem Widerspruch, befreit sind. Zieht man das originär Sprachliche von der Beschreibung der Realität ab, so bleibt originär Reelles zurück.

Gestern dachten meine Töchter angesichts der Maschine Shannons, dass die Philosophen eine Art Witzbolde sind. Den Gedanken will ich ihnen nicht austreiben.

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Claude Shannon‘s “Ultimate Machine” makes the spectator think that its function consists in turning itself off.

However, this is an impression based solely on an irritating use of language. It seems as if the machine were functioning iff it turns itself off, which implies that it is not functioning iff it fails to turn itself off, i.e. it is not functioning iff it remains on.

As I keep telling people, contradiction is a linguistic phenomenon, not a feature of reality. You could have there “on” instead of “off” and vice versa. The new impression would be that the machine turn itself on out of the dead while what you would have would be exactly the same function. Only the tags would be different! And it gets more interesting if you remove the tags, because then the contradiction vanishes altogether. If you remove the tags, Shannon’s machine becomes a mechanism that moves a lever back to its original position. This sounds neutral and invites no contradiction.

If I am correct in seeing in contradiction something inherently linguistic, neutral, non-contradictory descriptions define the realm of the real. My line of argument is thereby the following: if you purify your descriptions of reality to be free of the inherently linguistic, i.e. contradiction, what remains back will be the inherently real.

My daughters played yesterday with a Shannon machine, as I also did, and thought that philosophers are a kind of jesters. I am not sure whether I want to drive this thought out of their minds.

Vanity unfair

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2015 war ein sonderbares Jahr. Drei Leute, mit denen meine frühe akademische Laufbahn eng verwoben ist, wurden Minister des Landes, wo ich das Licht der Welt erblickte und die Welt ihres – ex oriente lux.

Derjenige, der mich nach Boston zum Doktorandenstudium schicken wollte und damals obwohl selber ein Prof am Oberseminar meines Professors teilnahm, bekam das Ressort Bildung (später: Kultus). In den späten Achtzigern hatten wir zusammen: viel Wein, viel Kaffee, viel Freizeit. “Nach Boston sollst du! Hörst du? Bonn ist für Spießer!”

Derjenige, dem ich meine erste Assistelle als Übersetzer der Korrespondenz Fritz Londons verdanke, wurde Bildungsminister, nachdem sein vorgenannter Genosse Kultusminister geworden war. Früher waren die beiden enge Freunde gewesen und als solchen hatte ich mit beiden unterwegs sein sollen. In den Neunzigern haben sie sich wegen Unipolitik verkracht, mittlerweile geht’s wieder.

Mit dem dritten, Ressort Wirtschaft, wichtigste Eigenschaft Bürgerschreck, verbindet mich die Kameradschaft in derselben Kompanie der griechischen Infanterie im Jahr 1999 sowie eine für uns beide bittere Erfahrung sechs Jahre später im gemeinsamen Versuch, ein Berufungsverfahren an der Athener Capodistria Universität zu meinen Gunsten zu lenken. Überhaupt ist Letzteres der Grund, aus dem jemand, der mit drei Ministern per Du ist – in einem Land, das so groß ist wie Bayern, bestimmt etwas äußerst Ungewöhnliches – im Ausland lebt: Wenn du eng mit den Leuten bist, wissen sie, ob du mit den Reformkommunisten (Syrizas Vorgängerpartei) etwas am Hut hast oder nicht. Ich nehme an, dass der Umstand, dass der Bürgerschreck der einzige unter den drei ist, der nur aus Berechnung in den Reihen dieser politischen Plattform war, seine Unterstützung für meine damalige Kandidatur bedingte.

Heute werden sie abgewählt – mit Ausnahme des Bürgerschrecks, der das Schiff vorher verlassen hat. Er ist auch der ernstzunehmendere, wenn nicht für die Show, die er als Wirtschaftsminister lieferte, so wenigstens für ein paar interessante Aufsätze in Erkenntnis.

Für die Abwahl einer Regierung, die Greisen die Rente auf 300 € kürzte, damit die Bediensteten des Staatsfernsehens an ihren Privilegien frönen, werde ich – alte Freundschaften hin oder her – keine Träne vergießen. Und welche Freundschaft überhaupt? Für Menschen ihrer Art ist die gemeinsame Parteizugehörigkeit die einzige legitime Beziehung. In Griechenland erst recht, wo alle, die Philosophieprofs zwischen 2001 und 2019 wurden, politische Arbeit für die Reformkommunisten machten.

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The year 2015 was peculiar. Three people with whom I spent my early academic years became ministers of the country that you can call the cradle of western civilisation, i.e. if you are old-fashioned, and a country where an old-fashioned cradle once stood that was mine.

Back in the eighties, the one of the three who wanted to have me qualified in Boston was already professor and, for some reason, visited my professor’s master class. We had much wine, coffee and time together, time that was partly spent with warnings: “You can’t submit a PhD thesis at Bonn. Either they will not accept it or they will, but then you’ll have become narrow-minded.” In 2015 he became minister of education, later of culture.

Then there was the other, the one who gave me the job with which I earned the money for the first month in Bonn and an interesting one: translating Fritz London’s correspondence with Schrödinger and quite a few others. In 2015 he became minister of education after his aforementioned friend moved to the Ministry of Culture. They have been friends for ages with an interval in the nineties where they quarrelled on university politics. This is typical. I’ll return to this aspect of friendship.

Finally, there was one third who became minister of finance but whose most important role is this of the enfant terrible. In 1999, we served together in an infantry unit in the Aegean which was apparently his reason – probably not the only, one more aspect of friendship to return – to support my candidature at his department of the National Capodistrian University of Athens six years later; obviously with very mediocre results given my living and working between Germany and Switzerland today. What my reader understands now is probably that Greece is so small that it is no wonder if you happen to call three ministers by their first names. Which is the wrong impression for a country that has half the size of UK, more inhabitants than London and extends from the 35th to the 41st north parallel, and from the 20th to the 29th east meridian! The fact is: if you really happen to call them by their first names, they know you well enough to know also that you are not an adherent of the Eurocommunists (the political platform out of which Syriza emerged).

We do not have to wait for the exit polls of today’s national elections in Greece to know: my three friends are ousted! Well, not quite all of them since the enfant terrible abandoned the ship already in 2015. He is also the one among the three who deserves more attention. If not for his performance (the ambiguity is intended) as minister, at least for his papers in Erkenntnis. And, of course, for making a clear cut between academia and politics. As I said: I shall return to this.

A government that partly cuts pensions down to 300 $ a month and hires people for the state-owned TV stations endowing them with privileges, deserves to be ousted.

As someone who, once upon a time, tried his luck in Greek academia, I have one more reason to feel happy for my former friends’ being repudiated – and this is at the same time the point to which I have been promising to return from the beginning of this post: people who manage between 2001 and 2019 to have elected professors of philosophy only people who have worked for the far left, people of this kind have no friends: they have only comrades.