For what’s worth it…

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Monatelang gehe oder fahre ich am Schild vorbei und nur heute kommt es mir in den Sinn, auszusteigen und zu fotografieren. Nicht, weil mir irgendwas einleuchtete. Eine Information erhalte ich nach wie vor nicht – ich weiß doch, wo der eine Staat aufhört und wo der andere anfängt – aber als analytischer (von mir aus: halbanalytischer) Philosoph sollte man sich keine Gelegenheit entgehen lassen, ein paar elementare Dinge über Semantik zu sagen.

Was wollte der Beschmierer also verkünden? Meinte er, dass die Bundesrepublik Kompromisse in Richtung einer linken Politik macht? Oder wollte er vielmehr am liebsten von so einem Wappen begrüßt werden, wenn er von Kleinbasel aus in Richtung Freiburg fährt?

War es jemand, der an den vor ca. 170 Jahren an diesem Ort durch Gustav von Struve ausgerufenen sozialistischen Staat erinnern wollte?

Andererseits, wenn ich denke, dass Struves Soldaten auf dem Weg von Basel nach Karlsruhe von einem Armeekontingent mit weniger als einem Viertel ihrer Macht geschlagen wurden: War es eh‘ jemand, der an nichts, jedenfalls nicht an das erinnern wollte?

Das Klischee besagt, dass ein Bild mehr als tausend Worte wert wäre. Nun, über die genaue Anzahl der Wörter habe ich mir keine Gedanken gemacht. Aber die genaue Anzahl der Aussagen auf dem Schild – ausgenommen Aufkleber – ist sofort zu sehen: keine einzige.

Viele, darunter die deutsche Wikipedia, sehen in der Redewendung „Ein Bild ist tausend Worte wert“ die Behauptung, anhand eines Bildes ließen sich viele Sachen viel leichter zeigen, erkennen, erklären.

Na gut, vielleicht „zeigen“. Aber erklären kann ich nichts, was so viel Gehalt enthält, dass dieser widersprüchlich ist. Ich – aber auch die werte Leserin, der werte Leser – kann keine Bilder „verstehen“. Bestenfalls eine Interpretation hiervon.

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I’ve been passing past the site at the beginning of this post for months before I decided to stop and take a picture. Whatever the person who decorated the border sign with hammer and sickle wanted to say the message is not clear. I even doubt that there is one!

Was it someone who thinks that the Federal Republic of Germany makes too much compromises towards left politics? Was it someone who, in contrast, would prefer to see the depiction as the coat of arms of the country as you enter it from Switzerland? Was it someone who drew a hammer and sickle as a reminder to the socialist state Gustav von Struve and his troops proclaimed passing exactly this point in exactly this direction about 170 years ago? Was it nothing of the above? We’ll never know!

The modern proverb says that a picture’s worth one thousand words. It’s widely believed that this means that you can explain with a picture much more than you can explain with words. Well, I don’t know about the amount of words but one thing I know: a picture gives you so much information that, at the end, it gives you contradictory information. You can see pictures but you can’t understand them. What you understand is their interpretation. Or, rather: one of the interpretations.

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Language makers

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Generell bin ich nicht gegen Neologismen. Sie sind jedenfalls besser als der philologistische Versuch, auf Biegen und Brechen irgendeinen Terminus aus der Tradition zu finden, der genau die Idee schon immer ausdrückte. Peter Simons‘ Termini truthbearer und truthmaker fand ich z.B. immer gut. Sie geben einem eine suggestive Sprachkonvention zur Unterscheidung zwischen Aussagen als Zeichen und Bezeichnetem von Aussagen.

Aber diese neue Mode mit dem daraus abgeleiteten Verb „I truthmake“, „you truthmake“, „he/she/it truthmakes“ wird mich noch umbringen. Gegenstände erfüllen Prädikate – wissen wir seit vielen Jahrzehnten – wodurch die Prädikation gegebenenfalls wahr wird.  Das sage ich, um eventuell ahistorischen Übersetzern dieses Unfugs ins Deutsche den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der historische Analphabetismus der Peer-Review-Unkultur droht, aus der akademischen Philosophie eine Disziplin zu machen, die sich in ihrem Jargon erschöpft. Der Umstand, dass der Zeitgenosse den Jargon beherrscht, wird wichtiger als was er zu sagen hat, ja sogar wichtiger als was der Jargon selber besagt. Hier waren wir vor Jahrzehnten, noch vor dem Aufkommen der analytischen Philosophie. Es war hier schon damals nicht gut und es ist keinen Deut besser geworden.


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Normally, I wouldn’t oppose to a neologism just because it’s new. In order to believe that a term from the tradition expresses always what you wanted to say with a neologism, you must support the philosophia perennis, and I don’t. Take Peter Simons‘ truthmakers and truthbearers: what a great way to distinguish the sign from that for which it stands – at least if you describe events!

However, this new fashion to make a verb out of it („I truthmake, you truthmake, he/she/it truthmakes“) will lead me to the grave. Folks, since Tarski we call this „satisfaction of a predicate by an individual“, alright? Sometimes satisfying individuals make a proposition or a sentence true, i.e. there is a true interpretation. Read some book that’s older than three years!

But my main point against this neologism is: it’s only a fashion. Fashions of this kind make analytical philosophy a kind of scholarship that consists in mastering and using a jargon. The jargon becomes more important than what you have to say, the peer/reviewer of the journal will give a good report by simply reading diagonally your paper and finding out that you do use the jargon, a jargon that you understand and the guy to whose paper yours is a reply and a couple of folks also understand including the reviewer.

If this is what became out of analytic philosophy, then it was pointless for Moore and Russell to start this emancipating movement against spooky metaphysics in the first place. We’re back into it…

Against logical pluralism

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Nach der Fülle an Vorschlägen: „Dies ist die einzige Wahrheit“; „Nein, das ist die einzige Wahrheit“, klingt die Feststellung, dass die Wahrheit die einzige Wahrheit ist, gar nicht tautologisch.

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After all possible religions and philosophies do nothing but claim: „This is the only truth“; „No, that is the only truth“, it doesn’t sound tautological anymore to maintain that the only truth is nothing but the truth.

Summer stories II: Normalité

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Das ist die zweite Geschichte aus einer Reihe zu Anregungen, die mir die vergangenen Sommerferien gaben.

Der Typ konnte Griechisch, womit er wohl die Grammatik und die Semantik der Sprache gemeint hätte. Würde er sein Griechisch verbessern, würde er sich um eine Erweiterung seiner Grammatik- und Semantikkenntnisse bemühen. Dabei ist einer der wichtigsten Wundpunkte der Kommunikation zwischen anders Sozialisierten die Pragmatik.

Er fragt, „ob das normaler Diesel“ sei. Zikaden im Hintergrund, sausende Autos Richtung Saloniki. Der Tankwart versteht das als eine Frage dahingehend, ob der in Frage kommende Treibstoff einer Norm überhaupt entspricht oder völlig abnormal ist. Es war selbstverständlich ein Treibstoff, der einer Norm entsprach. Einer EU-Norm doch, was soll die Frage? Also beteuert das der Tankwart gegenüber dem misstrauischen – so denkt er – Westler.

Im Idiom des letzteren heißt allerdings „normal“: herkömmlich, von alters her bekannt, auch – günstig. Zu spät stellt er fest, den teureren Diesel zu tanken.

Das klingt nach einer misslungenen Kommunikation auf der Ebene der Semantik, oder? Der Grieche versteht „normal“ anders als der Nichtgrieche. „Normal“ ist in beiden Sprachen nicht austauschbar.

Das wäre, denke ich, der falsche Eindruck. Überlegen wir, was sich auf der Pragmatikebene abgespielt hat: Der Tankwart wusste nicht, dass er es mit keiner überheblich-postkolonialen Frage zu tun hatte; und dem Philhellenen war es nicht klar, dass der Tankwart pragmatisch gesehen von einer anderen Art Kommunikation ausging.

Oft wird verkannt, dass die Pragmatik ein Bestandteil des Systems Sprache ist. Zwar steht sie nicht im Duden, aber im Duden oder beim Babiniotis stehen sowieso keine Idiolekte und keine Ratschläge zur politischen Korrektheit.

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This is the second story of a series about last summer.

The guy was using Greek – I mean after all… He obviously mastered parts of the grammar and the syntax of the language that enabled him to communicate.

Surely, if he were to improve his  Greek usage, he would try to enhance these parts. Unknown to him, however, it’s pragmatics that will make a trick on him.

He asks if this is „normal diesel“. The employee suspects the question to be a post-colonial insinuation. Of course it’s a diesel according to a norm. It’s an EU norm. „Yes, it’s normal“.

By „normal“, people sometimes mean what they’re used to. And, since it’s not the financial or the intellectual elite that see their everyday habits as ecumenical norms, one understands that „normal diesel“ in this sense is cheap diesel. And this was not what this foreigner with knowledge of Greek got. On the contrary…

A failure in communication is often due to semantics: you understand the words in a way different from the way your opposite understands them. And this seems to be such a case. However, you wouldn’t say that Webster or Oxford define things „normal“ as „things one is used to if one is raised a working-class boy from the suburbs“.

I suppose that Webster and Oxford and Babiniotis, all define „normal“ in like ways. Which would be why the semantics of „normal“ is not the issue of my story. The Greek employee of the gas station and this philhellenic customer of his simply miscalculated the pragmatics. The former didn’t know that the question wasn’t a post-colonial irony and the latter didn’t realise that the employee was assuming that the communication was about politics, not about social habits.

Summer stories I: Germanisms in the Mediterranean

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Das ist der erste Beitrag aus einer Reihe über den vergangenen – eher gerade unnachgiebig vergehenden – Sommer.

Meine Tochter befindet sich im Meer. Ich bin noch an Bord, allerdings nur ein paar Meter von der Küste entfernt. Sie ruft, ich solle auch rein, sie wolle mit mir rausschwimmen. Dabei spricht sie Griechisch und benutzt die griechischen Wörter für „schwimmen“ und „raus“.

Damit beging sie einen Germanismus, der im Griechischen das Gegenteil davon bedeutet, was sie meint. Es ist also semantisch falsch. Nicht die Semantik an sich ist aber hier die Ursache des Fehlers, sondern die Mereologie! Wenn der Grieche „rausschwimmt“, dann tut er das im Sinne: das Nasse verlassend, Richtung Badetuch. Ins Tiefere, vom Smaragdgrünen ins Dunkelblaue, schwimmt er vielmehr „‚rein„. Meine Tochter benutzt nicht das griechische Wort für „‚rein“, sondern das Wort für „raus“, will allerdings nicht an die Küste, sondern im Gegenteil ins Tiefe.

Das Meer ist im Griechischen das mereologische Ganze, dessen Innenteil das hohe Meer ist, dessen Außenteil wiederum das Schelfmeer ist.

Vorstellungen über die „richtige“ Mereologie (und damit über die „richtige“ Ontologie) Beziehungen drücken sich, wie man sieht, in der Semantik der Indexikalausdrücke (z.B. „raus“) der natürlichen Sprachen aus. Nach Tarski modellieren wir die Sprache stets mengentheoretisch, ohne mereologische Begrifflichkeiten.

Das ist offensichtlich stark vereinfacht!

Über weitere Beispiele wäre ich froh.



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This is the first of a series of posts about stuff this summer brought about.

My daughter was swimming. I was on board, however only few yards ashore. She begs me to jump into the sea. Not that I was not willing but I wanted to know the reason.

I forgot to mention that we were communicating in Greek at this moment. Her mother tongue being German she uttered a Greek sentence whose literal translation into English would be the following:

– „I want to swim out with you“.

I know my daughter, I know her usage of Greek and her Germanisms. She obviously wanted to swim into deeper waters with me.

In Greek, however, when you want to swim to deeper waters you go „in“, not „out“ – and this is in contrast to German that prescribes the usage of the German expression for „out“, when deeper waters are the destination.

The difference between German and Greek semantics of indexicals in a special situation is not the primary issue here. The primary issue is a difference in ontology.

In Greek (this is the notion you see embedded in the Greek meaning of indexicals) the sea is a mereological whole made of an inside and outskirts that are, roughly speaking, the shelf sea. In German you don’t have this view on sea parts.

As one sees, ideas about what the „right“regional („maritime“) mereology are expressed in language.
After Tarski we always model language (natural language forms no exception in this) in terms of set theory, without the use of mereological instruments. But if you want to capture the difference in the semantics I just highlighted Tarski-like analysis is too simplistic.

I would be grateful for more examples.

Präsupposition in den natürlichen Sprachen


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Präsupposition ist der Grund, aus dem eine Reihe von nichtklassischen Logiken in „Manche Zombis sind gehässig“ nicht die Negation von „Es gibt keine gehässigen Zombis“ erkennen.

Es gibt kein Problem, wenn „Es gibt keine gehässigen Zombis“ als wahr angenommen wird aufgrund dessen, dass keine Zombis existieren, ob gehässige oder nette. Denn das macht „Manche Zombis sind gehässig“ falsch, was in Anbetracht derselben Erkenntnis falsch sein muss – und ein Contradictorium einer als wahr angenommenen Aussage. Alles soweit erwartungsgemäß.

Das Problem taucht auf, sobald „Es gibt keine gehässigen Zombis“ als falsch angenommen wird. Grund hätte man, das anzunehmen, dadurch, dass ja bekannt ist, dass Zombis nicht die angenehmsten Charaktere von Filmen sind. Dann müsste aber die Aussage: „Manche Zombis sind gehässig“, wenn sie die Negation davon wäre, wahr sein. Aber sie wäre dann wahr sowohl, weil Zombis so wie die allgemeine Vorstellung sind, als auch weil Zombis existieren würden: Bejahende Aussagen – und ein paar verneinende, aber das führt jetzt zu weit – präsupponieren; und zwar die Existenz des Gegenstandes, für den das Satzsubjekt steht.

Ulrich Blau, an den wir denken werden, lange nachdem die heutige carnapsche Apologetik des Münchner Instituts vergessen sein wird, hat uns in seinem unter Linguisten legendären Werk Die dreiwertige Logik der Sprache (die Logiker tun sich etwas schwer, Qualität anzuerkennen) die Präsupposition natürlicher Sprachen erklärt.

Vergessen hat er allerdings zu sagen, dass jeder Zusatz zum Prädikativ genauso präsupponiert.

Oder würde jemand im Ernst behaupten, selbst wenn zwischen Büro und Warteraum Fische sind, Fische würden zwischen Büro und Warteraum schwimmen?

Wohl nicht, denn „schwimmen“ würde die Existenz von Wasser vom Büro bis zum Warteraum präsupponieren.

Es ist wohl so: Gegenprädikationen präsupponieren nichts; Prädikationen präsupponieren etwas; und je mehr das Prädikat sagt außer „… ist x“, desto mehr präsupponiert es.

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Presupposition is the reason why, in a series of nonclassical logics, „Some zombies are unfriendly“ is not the negation of „No zombies are unfriendly“. There’s no problem in taking „No zombies are unfriendly“ to be true based on evidence against the existence of zombies, since this makes „Some zombies are unfriendly“ false – and you know there are no zombies, friendly or unfriendly ones. But there’s a huge problem if you take „No zombies are unfriendly“ to be false because zombies are unfriendly nonexistents. This would make „Some zombies are unfriendly“ true not only in terms of their being unfriendly but also in terms of their existence. Affirmative sentences (and so-called „inner negations“) presuppose the existence of the thing for which the grammatical subject stands.

Ulrich Blau, a man whose work in logic at the LMU will be remembered long after we’ll have completely forgotten the revisionist Carnapian apologetics of today’s institute, failed to notice in his legendary Die dreiwertige Logik der Sprache that other things can be also presupposed. You wouldn’t say that fish swims between the office and the waiting room, although there is fish between the office and the waiting room. The verb „swims“ presupposes the existence of water all over the place.

A counterpredication presupposes nothing, a predication and some forms of negation and privation presuppose being, every addition to the predicate presupposes extra things.

Taste and Interpretation


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In einer Interpretation geht es darum, welche Werte den Individuenausdrücken zugeschrieben werden. Sobald das klar ist, hat die Semantik der Sprache alles hergegeben, und der Interpret kann daraufhin Überlegungen über die Welt anstellen: über Erfüllung oder Nichterfüllung der Relationen, letztendlich über Wahrheit oder Nichtwahrheit, Korrektheit oder Inkorrektheit der interpretierten Information.

In Texten allerdings, zu denen uns pragmatisch gesehen der Bezug fehlt, ist die Information oft unterdeterminiert. Am Samstag befolgten Marie Lieby und ich die Präskriptionen des Apicius genau. Bei jeder Bemerkung der Gäste mussten wir uns aber noch einmal die Grundfrage stellen, ob der Urtext richtig interpretiert war. Denn was heißt liquamen? Ist das heutige indische oder afghanische Produkt mit dem antiken Gewürz aus Libyen vergleichbar? Mussten die delischen Kuchen noch mehr gebraten werden oder hat es der antike Pilger gemocht, unter der Kruste den Teig zu spüren, was doch zu Pfeffer und Honig nicht schlecht ist?

Gebraucht haben wir neben den griechischen und lateinischen Urtexten Andrew Dalbys und Sally Grangers Classical Cookbook (Los Angeles 1996), das interpretatorisch sehr einengt und die antiken Rezepte aufgrund von Erfahrung mit dem gekochten Gericht nachkonstruiert, ferner Elisabeth Alföldi-Rosenbaums Deutschübersetzung vieler Apicius-Rezepte (Das Kochbuch der Römer, Zürich 1970), die sie auch mit einem kleinen kritischen Apparat versehen hat.

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Interpretations are essentially about the values of the singular terms. If we have a clue about this, the semantics of our language has given all its merit und we can begin with observing the world: are the pradicates and the relations in the text satisfied by assuming these values? Are the sentences true, correct, just?

The procedure I just described is simplistic. In texts with which we are pragmatically not very well acquainted, the information we get is underdetermined. Last Saturday Marie Lieby and myself followed Apicius’s prescriptions with great exactness. However, every remark our guests made, made us ask ourselves whether we interpreted the original recipe correctly. Why, what does liquamen mean? Is the contemporary Afghan or Indian product identical with the ancient Libyan seasoning? Did we have to cook the Delian pancakes a bit more or was it rather intended that the pilgrims felt a dough-like filling under the crust? Actually, the soft variant is not bad with plenty of honey and pepper – as described in the recipe – but the well-cooked one is more similar to pancakes or to modern Greek τηγανίτες.

Next to the Greek and the Latin original texts, we used Andrew Dalby’s und Sally Granger’s Classical Cookbook (Los Angeles 1996), propagating a rather narrow interpretation and modern reconstruction of the recipe on the basis of experience with the cooked foods (of course Dalby’s and Granger’s taste, not always mine or yours). What we also found useful was Elisabeth Alföldi-Rosenbaum’s translation of Apicius recipes into German (Das Kochbuch der Römer, Zurich 1970), with a small apparatus criticus for every recipe.