Taste and Interpretation


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In einer Interpretation geht es darum, welche Werte den Individuenausdrücken zugeschrieben werden. Sobald das klar ist, hat die Semantik der Sprache alles hergegeben, und der Interpret kann daraufhin Überlegungen über die Welt anstellen: über Erfüllung oder Nichterfüllung der Relationen, letztendlich über Wahrheit oder Nichtwahrheit, Korrektheit oder Inkorrektheit der interpretierten Information.

In Texten allerdings, zu denen uns pragmatisch gesehen der Bezug fehlt, ist die Information oft unterdeterminiert. Am Samstag befolgten Marie Lieby und ich die Präskriptionen des Apicius genau. Bei jeder Bemerkung der Gäste mussten wir uns aber noch einmal die Grundfrage stellen, ob der Urtext richtig interpretiert war. Denn was heißt liquamen? Ist das heutige indische oder afghanische Produkt mit dem antiken Gewürz aus Libyen vergleichbar? Mussten die delischen Kuchen noch mehr gebraten werden oder hat es der antike Pilger gemocht, unter der Kruste den Teig zu spüren, was doch zu Pfeffer und Honig nicht schlecht ist?

Gebraucht haben wir neben den griechischen und lateinischen Urtexten Andrew Dalbys und Sally Grangers Classical Cookbook (Los Angeles 1996), das interpretatorisch sehr einengt und die antiken Rezepte aufgrund von Erfahrung mit dem gekochten Gericht nachkonstruiert, ferner Elisabeth Alföldi-Rosenbaums Deutschübersetzung vieler Apicius-Rezepte (Das Kochbuch der Römer, Zürich 1970), die sie auch mit einem kleinen kritischen Apparat versehen hat.

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Interpretations are essentially about the values of the singular terms. If we have a clue about this, the semantics of our language has given all its merit und we can begin with observing the world: are the pradicates and the relations in the text satisfied by assuming these values? Are the sentences true, correct, just?

The procedure I just described is simplistic. In texts with which we are pragmatically not very well acquainted, the information we get is underdetermined. Last Saturday Marie Lieby and myself followed Apicius’s prescriptions with great exactness. However, every remark our guests made, made us ask ourselves whether we interpreted the original recipe correctly. Why, what does liquamen mean? Is the contemporary Afghan or Indian product identical with the ancient Libyan seasoning? Did we have to cook the Delian pancakes a bit more or was it rather intended that the pilgrims felt a dough-like filling under the crust? Actually, the soft variant is not bad with plenty of honey and pepper – as described in the recipe – but the well-cooked one is more similar to pancakes or to modern Greek τηγανίτες.

Next to the Greek and the Latin original texts, we used Andrew Dalby’s und Sally Granger’s Classical Cookbook (Los Angeles 1996), propagating a rather narrow interpretation and modern reconstruction of the recipe on the basis of experience with the cooked foods (of course Dalby’s and Granger’s taste, not always mine or yours). What we also found useful was Elisabeth Alföldi-Rosenbaum’s translation of Apicius recipes into German (Das Kochbuch der Römer, Zurich 1970), with a small apparatus criticus for every recipe.

The self I once was and the stuff he believed in


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Es war noch ein folgenschweres Argument von Quine, gleichzeitig die Pointe seines Kampfes gegen den Propositionalismus: Du sollst nicht über ganze Sätze quantifizieren, denn Ereignisse sind keine DINGE, die Sätze als NAMEN hätten.

Es war eine Art Erziehung in unserem Verständnis des T-Schemas: Mit dem T-Schema sei keine allgemeine Wahrheit über Sätze, sondern eine Abkürzung immer eines bestimmten Satzes der Metasprache zu verstehen. Nun lässt bekanntlich Erziehung nicht auf die Wahrheit dessen zurückschließen, zu deren Annahme man erzogen wurde. 

Sätze sind Dinge, eben Funktionen, mit einem Wert und mit allem drum und dran. Wie die Waren mit ihrem Preis, so werden Sätze gehandelt entsprechend ihrem Wahrheitswert. Zwar macht das die Ereignisse nicht zu Dingen, aber dadurch, dass die Sätze Dinge sind, haben sie Namen. Geschriebene Sätze sind etwa Namen von Lauten (unsere Buchstaben bezeichnen ja Laute, keine Gefanken). Dass diese Namen nicht Namen der entsprechenden Ereignisse sind, würde nur gehen, wenn die Transitivität nicht gilt. Aber warum sollte sie nicht gelten?

Davidson pflegte die Nutzung von Quantoren mit Sätzen als Anwendungsgebiet „fraud“ zu nennen. Es stört mich, dass ich dieselbe Person bin wie dieser Student in München, der des Meisters Standpunkt durch und durch einsah.


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If Quine’s argument against propositionalism is correct (ergo quantification of sentences is a fraud), events aren’t THINGS with sentences as NAMES.

We were brought up like this – a whole generation of logicians and philosophers. We learned to understand the T-schema as bringing individual sentences and their truth conditions together, not as a general truth on language and it’s sentences. 

However, being  brought up in a certain way is not evidence for truth. Even if events aren’t things, sentences, like all functions, surely are. And, like all functions or commodities, they have values: truth values. Further, like many things, spoken sentences have names, i.e. graphical depictions in scripture – letters are names of sounds! I can’t help myself thinking that unless transitivity doesn’t hold (but why shouldn’t it?) these graphic depictions are names of events.

I just fail to see, then, why quantifying over variables that can be satisfied by denotates of such names, is, to use the word Donald Davidson used, a fraud.

It annoys me that my previous self thought he saw the point.

Fields, semantic and religious

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– Du sollst hingehen und danach fragen

verlangte sie.

– Warum gehst du nicht selber? Erstens tun das heute alle und zweitens kannst du ein gutes Griechisch.

– Nein, du!

Also gut, ich…

Ich nahm die Kerze, ging zur nächsten Dame, die eine brennende Kerze hatte, und fragte:

Darf ich, bitte, Ihr Feuer haben?

Selbstverständlich durfte ich. Angezündete Kerze geht zurück an die Tochter und ich muss mich schämen. Denn man bittet in diesem Kontext nicht um Feuer, sondern um Licht. Nach Feuer fragst du, wenn du deine Zigarette anzünden willst. Wenn die Kerze aber während der Karfreitagsprozzession ausgegangen ist, fragst du schön nach den Licht, was an Erleuchtung erinnert und nicht etwa an „C’mon baby light my fire“.

Um die Sache richtig zu stellen: Nicht der – klar, total deplatzierte – Jim-Morrison-Aperçu beschämte mich, denn in diesem Moment habe ich gar nicht daran gedacht. Eher störte es mich, dass ich, ein Muttersprachler des Griechischen, die Erleuchtungsmetapher nicht sofort benutzte. Auch störte es mich – und wie! – dass das pragmatische Kommunikationskriterium erfüllt worden war – alle hatten auf die erwünschte Art reagiert – aber ich das Gefühl nicht los war, ein Teil der Botschaft wäre verloren gewesen.

Das semantische Feld des Wortes „Licht“ war der Verlust. Die ganze Poesie.

In Bezug auf Religiöses soll einen die Poesie nicht bekümmern, pflegte Hans Burkhardt zu sagen. Denn die Poesie ist meistens Fiktion und die Religion nimmt nie an, dass ihre Charaktere fiktional sind.

Trotzdem heißt es: die Sprache richtig verwenden; auch nach 24 Jahren im Ausland.


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She wanted me to go and ask for it.

– But you speak Greek yourself, love. Go and ask like everyone does tonight.

– No, I want you to do it.

I took my daughter’s candle and approached the next lady with a burning candle.

– Can I have your fire, please?

Certainly I could. I gave the candle back to my daughter and felt ashamed at the same time. „Can I have your (or some) fire“ is something you say when you want to light a cigarette. What I had to say in tonight’s context was: „Can I have your light“ – your „phos“ which bears a direct association to „photismos“ – illumination. „Your fire“ bears, of course, a totally different association and one mostly inadequate at Good Friday’s procession, but I didn’t feel ashamed because of this. Rather, my problem was the following: although the communication took place in the way intended by all – clearly a fulfilment of the pragmatic criterion for communication- I believe that something was lost: the poetry from which the religious field retrieves its meaning.

Hans Burkhardt used to say that poetry is irrelevant for religiosity since it’s often fiction – and religiosity is not about fictional characters. Nevertheless, it hurts to fail in using the religious poetry of your mother tongue and 24 years abroad are no excuse.

Ja, wie schafft man’s bloß?

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Leser des Deutschen sollen direkt zum unten stehenden Screenshot aus der Facebook-Präsenz von schirnmag.de scrollen und bedenken, dass ich subkulturbedingt an altgriechische Texte denke, wenn ich das Wort „Logos“ lese.

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How do you manage to make logos affect emotionally, asks schirnmag.de Burkhart von Scheven of the Bauhaus University Weimar. Von Scheven proceeds to deliver an answer and I totally lose him because I have to ask myself: „Is it Heraclitean logos or Christian logos they’re talking about? And why ask a professor of visual communication on this?“


Tja, der Logos und die Logos haben nicht wirklich viel miteinander zu tun…

Tossing coins in Heidiland

wahrscheinlichkeiten-und-mehrwertigkeit

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Es ist zwar kein logisches Manifest für die mehrwertige Semantik, aber Johanna Spyris Heidi propagiert eine Haltung gegen Manichaismus, gegen Schwarz-und-weiß, gegen scharfe Dichotomien. Das Land, das Spyri als Umfeld benutzt (und idealisiert), hat ebenfalls diese Eigenschaft wenigstens in Bezug auf einen Kontext, für den wir normalerweise eine scharfe Dichotomie, die Zweiwertigkeit, als adäquat betrachten: den Münzenwurf als Zufallsgenerator.

Es begann, als die Mädels sich zu streiten anfingen, wer als erste vorne Schlitten fährt. Es gab zwei Schlitten für vier Mädchen, d.h. die Wahl nur zwischen E. zuerst vorne und G. zuerst vorne für den einen Schlitten, bzw. zwischen M. zuerst vorne und S. zuerst vorne für den anderen. Ich dachte, wohl einer allgemeinen Wahrnehmung entsprechend, dass ein Münzenwurf ein sehr nützliches Verfahren für eine gerechte Auslosung zwischen zwei Optionen ausmacht, und warf einen Zweifränkler.

Das Ergebnis kann man oben sehen…

Man kann sagen, dass das Münzenwerfen in dieser Umgebung die falsche Methode ist, um zwischen zwei Werten zu entscheiden. Aber man kann dieselbe Einsicht auf eine für unsere Metalogik viel folgenschwerere Weise ausdrücken: Für die Werteverteilung des Münzwerfens ist die Bivalenz bei viel Schnee nicht adäquat.

Führt das zum logischen Pluralismus? Wohl zunächst nur zum Pragmatismus. Es gibt in bestimmten Situationen Gründe, die mehrwertige der zweiwertigen Semantik vorzuziehen. Dass liegengebliebener Schnee, ein empirischer Tatbestand, eine solche Situation ist, zeigt, dass die Logik nicht durch und durch a priori ist. Sie entsteht in der Beziehung zwischen gedachter Apriorität und Tatbestand. So wie die Pädagogik in Heidi aus der Beziehung eines pädagogisch ungeeigneten mürrischen Grobians mit einem eher unscheinbaren, jedenfalls nicht außergewöhnlichen Kind entsteht.

Dass Außergewöhnliches, ja Göttliches, aus der Mischung zweier herkömmlicher Charaktere entsteht, ist ein großes Glück. Ich denke, dass es viel seltener passiert, als es erwartet wird. Für einen Logiker ist es aber die einzige Hoffnung auf die Unsterblichkeit. Für den Alltagsmenschen ebenfalls.

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Although far from being a tractate on multivaluedness, Johanna Spyri’s Heidi is a piece of fiction that definitely doesn’t propagate sharp dichotomies – of pedagogical or social nature. And I just experienced how a very distinctive context for which we usually hold bivalence – obviously a sharp dichotomy – to be adequate, i.e. coin tossing, deviates in the country Spyri chose as the environment of her heroes from everything you knew about coin tossing.

It began when the girls started fighting on who would be the first to sit on the front of the sledge and I thought it a good idea to randomize the choice. Since there were two sledges for four girls, the choice was only between the first and the second to sit in front. And a coin is always useful for randomizing a decision among two options – or so I thought.

I tossed and – well you can see the result above…

You can say that tossing coins is not the right method to decide between two values in this environment. This sounds harmless, not however the following reformulation: Bivalence is not adequate to randomize a choice between exactly two values if you have a coin and much snow.

Does this insight speak for logical pluralism? Well, it does speak for pragmatism, but I doubt that we have to go that far to embrace pluralism. At any rate, there are reasons to prefer this to that semantics and these reasons can be empirical data like much snow. Logic is not only a priori. There is a desiderate to describe something that is a priori, but there are also empirical data that tell you if your description is adequate. Logic emerges in the tension between the a priori in our minds and the a posteriori out of them – out of our minds so to say…

And it is something that drives you crazy to know that the excellence of logic is based on not-so-excellent material. Recall that also Heidi’s education was based on the relationship between a nasty old man and a rather ordinary child.

In logic and in Heidiland it’s not about the materials. They are not quite suitable anyway. It’s rather about how you put them together.

Modal predicate logic whose formalism coincides with the model


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Es gibt prima facie keine theoretischen Einwände gegen eine modale Prädikatenlogik, deren Formalismus mit ihrem Modell zusammenfällt.

Prima facie

Wenn das Modell allerdings die Straße ist, dieses ewige Sinnbild einer Realität, in der der kleine Mann mehr als unsere logischen, juridischen oder sonstigen Intuitionen das Sagen haben, sind adäquate Modelle – und ist damit ein korrekter Formalismus – unauffindbar. Nehmen wir z.B. das Foto oben: Die runden Schilder fungieren als deontische Operatoren, die Hinweise über Bewohner usw. als Quantoren, die Präsenz von Autos als Prädikation. Der Scopus der Operatoren wird mittels der Schilder und der Pfeile sehr genau abgesteckt. Es irritieren allerdings etwa als Konstanten verstandene Autos, denn es handelt sich bei der Straßenverkehrsordnung nicht nur um diese, sondern generell um Autos. Meint man deshalb, die Autos, die hier zu sehen sind, seien nur semantisch zu verstehen und an Stelle der auf der Straße im Sinne von Parkplatzsignierungen imaginierten Variablen, genügt ein Typ aus Bern – das Foto wurde nicht in Bern aufgenommen, ergo ist er kein Bewohner – der das Straßenbild zum Abbild einer Falschheit macht; wie gesagt, wenn Formalismus und Modell zusammenfallen.

Nicht nur lassen sich also Gebote auf keine Fakten zurückführen – das ist mindestens seit G.E. Moore bekannt – sondern, wenn die Welt als Sprache verstanden wird, erfüllen physische Gegenstände wie Autos von echten Menschen  nicht einmal die extensionalen Prädikate von Modalausdrücken. Oder wie soll man vorschreiben, nur Bewohner dürfen hier parken, wenn die einzigen sprachlichen Mittel, die man hat, wirkliche Gegenstände des intendierten Modells sind? Setzt man reelle Situationen in den deontischen Kontext ein, genügt der deontische Kontext der deontischen Intuition nicht.

Fazit: Wenn wir von Vorschriften sprechen, sind wir nicht von dieser Welt mindestens in dem Sinn, dass Modell und Formalismus nicht zusammenfallen können.

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Look at the picture above and try to see the traffic signs as modal operators and the cars as variables to fulfil the predicate „…stands here“. Prima facie there should be no difficulty with this, as there is none to see the indication below the traffic signs („Except residents with permission“) as a quantifier. The scope of the logical constants is neatly indicated by the use of arrows – what else do you need for a logical expression and for one that uses physical objects as elements of the formalism?

Prima facie nothing.

However, there’s a problem here. The picture is not taken in Bern. Alas, one of the cars in the picture is from Bern, which means that this guy is not a resident.

Well, you’ll say, then the modal formal expression that we read in the picture by my reading instructions, is false.

I would agree but that’s not the point. The point is that if you make the model coincide with the formalism you can’t depict reality and purely deontic expressions at the same time. Individuals like this car from Bern would fail to fulfil even the intended extensional predicates of the deontic expressions. How would you express the prescription that only residents are allowed to park in a system whose formal, linguistic means are real objects, real people, real situations? The instances of the deontic expressions would fail to grasp deontic intuitions.

I think that there’s a point here for a disparity between deontic language and reality. Deontic language is purely unworldly.

Doppelt gemoppelt ist verkehrt

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Die doppelte Verneinung ist mit einer Bejahung äquivalent – so die klassische Auffassung. Die doppelte Bejahung ist nur eine Bestätigung – so die klassische aber auch die nichtklassische Auffassung.

Stimmt Letzteres? Hier ein Gegenbeispiel:

Ich bestelle zwei Eis und einen doppelten Espresso. Fünf Minuten später kommt der Kellner noch einmal bei mir vorbei, um andere zu bedienen, und versichert mir:

Ich hab Sie nicht vergessen. Kommt gleich.

Es vergehen noch zehn Minuten. Die Kinder langweilen sich, reiben sich die Augen, schmieren mit Tinte. Der Kellner erscheint, beobachtet uns und wiederholt:

Ich hab Sie nicht vergessen. Kommt gleich.

Da weiß ich wegen der doppelten Bejahung allein, dass er meine Bestellung vergessen hat. Die Verneinung von dem, was er sagt, muss wahr sein.

Man könnte sagen, dass beide Aussagen des Kellners wegen der Zeit dazwischen unterschiedliche Bedeutungen haben. So verstanden ist mein Beispiel keines, das zeigt, dass die doppelte Bejahung eine Verneinung ist, sondern eines, das die Sinnlosigkeit der zeitlosen Sprache demonstriert.

Mann kann’s so oder so nehmen, aber eines steht fest: Nach dem heutigen Posting dürfen die Vorstellungen meiner Leser über Semantik nicht unerschüttert bleiben.

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Traditional wisdom says that a double negation is an affirmative. This is classical logic. And it also says that a double affirmative remains one. Which is classical and nonclassical logic.

But consider the following counter-example concerning this last wisdom:

I order two ice creams and one espresso. Five minutes later the waiter comes by to bring other folks‘ drinks, spots me and says:

I didn’t forget your order. It’s coming.

Ten more minutes pass – the kids are bored, fingers in their eyes, ink on their fingers – the waiter appears and repeats:

I didn’t forget your order. It’s coming.

His affirming twice the same statements makes me believe that it’s their negation that holds.

Against this you can argue that a double affirmative is not a negation because the interval changed the meaning of the first sentence. In this sense, my example is not one concerning double affirmatives as negations but one against tenseless language: meanings do not remain the same through time…

Take it as you like, your views on semantics can’t remain the same after this post.