Cavafy accompanied me yesterday

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K.P. Kavafis

Ebendaselbst

Die Umgebung der Wohnung, der Lokale, der Nachbarschaft,

wo ich seit Jahren schaue und schreite.

Erschaffen habe ich dich in Freude und Trauer,

in so vielen Ereignissen und Sachen.

Du bist als Ganzes mein Gefühl geworden.

(übersetzt durch mich – S.G.)

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C.P. Cavafy

In the Same Space

The setting of houses, cafés, the neighbourhood
that I’ve seen and walked through years on end:
I created you while I was happy, while I was sad,
with so many incidents, so many details.
And, for me, the whole of you has been transformed into feeling.
(Translated by Edmund Keeley)

Realità aperta

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Strauß und Fahrkarte auf Entwerteautomat würde das Bild heißen, wenn es eine Installation wäre.

Da es sich aber dabei um kein Kunstobjekt handelt, entzieht sich die Geschichte dahinter jeder Interpretation ohne Kausalbeziehungen. Wer hat den Blumenstrauß gekauft? Für wen? Warum lässt ihn diese Person samt Karte zurück, dass jeder samt Strauß nach Liestal kann?

Das dürfte eine traurige Geschichte sein. Zum Glück weiß ich nichts darüber.

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If the picture above showed an installation, the title would be Flowers and Ticket on Stamping Machine.

Since it is not a piece of art though, any attempt to understand must be by means of causation. Who bought the flowers? For whom? Why does this person leave the flowers and a ticket to the neighbouring canton behind?

I believe that the story behind this gesture is a sad one. Fortunately, I don’t know more.

Categories and formal mistakes

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Das ist ein lustiger Kategorienfehler, habe ich gedacht. Denn man schreibt entweder “circa 20” oder aber “19”, “17,5” – was weiß ich – ohne “circa” dann.

Allerdings kann man auch so argumentieren: “Circa” ist ein Vagheitsoperator, weshalb alle nicht runden Zahlen in seinem Skopus formale, keine Kategorienfehler darstellen. Aber wenn man so argumentiert, sind alle Kategorienfehler von einem höheren Standpunkt betrachtet formale Fehler.

Die Formalitäten sind allerdings konventioneller Natur. Was die eine Syntax verbietet, lässt die andere zu. Schweizer könnten dann argumentieren, mit der Angabe 19 Minuten sei die Verspätung noch nicht mit höchster Genauigkeit angegeben. In der Schweiz dürfte man damit getrost sagen “ca. 19” statt “ca. 20”. Das sagt man ja auch. Zudem würde eine genau zwanzigminütige Verspätung des Zuges die Angabe 19 im Nachhinein gewissermaßen auch als vage erscheinen lassen.

Wenn diese schweizerische Art, “ungefähre” Angaben zu machen, berechtigt ist, dann bezieht sich die Vagheit nicht auf die Granularität unseres Messens, sondern auf eine Art “Wahrheitsnähe”.

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I wanted to share this funny category mistake with you: At Basel’s Swiss Station they announced that the train to the German Station (“Bad” stands for Baden, the neighbouring part of Germany, and should not be confused with the English lexis) has a delay of “about 19 minutes”. This is a delay I, for example, would indicate either as “about 20 minutes” or as “exactly 19 minutes” but never as “about 19 minutes”. “About”, “roughly” and the like demand indications in terms of rounded numbers.

However, one can make the case against my category-mistake claim, rather for a formal mistake, by arguing as follows: “about”, “roughly” and the like are vagueness operators not to have nonrounded numbers in their scope by the rules of syntax. Syntax, in its turn, is conventional. The one syntax prohibits things the other allows. And since the announcement about the 19 minutes “roughly” is in Switzerland, the Swiss can plead to follow their rules instead of anyone else’s. They can say that using an odd number does not make an indication exact. Or that if the train happens to arrive in exactly 20 minutes, the reference to 19 minutes “roughly” is not a mistake of any kind. 19 is, after all, close to 20 but not exactly 20.

If they are right, vagueness is not a matter of the granularity of our measurements but one of verisimilitude.

Le collectivisme

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Lasst die Statuen stehen. Diese Menschen, die sie abbilden, können wohl auch wegen einer Tugend bewundert werden. Sie werden doch auch etwas anderes gewesen sein als Sklavenhalter.

Im Gegensatz zur bildenden Kunst, die so oder so interpretiert werden kann, huldigt ein Text, eine Inschrift, die ich letzte Woche beim Spazieren ganz nahe beim Bahnhof Basel SBB entdeckte, dem Tribalismus und, als wäre das nicht genug, konkretisiert sie auch die künstlerische Botschaft so, dass ich z.B. (die Person im bestimmten Körper) genauso heilig bin, wie das Kollektivwesen, dem ich angehöre.

Ich bezweifle, dass es Wandalentrupps mit Gips in der Hand gäbe, die solche Inschriften übertünchen würden, wenn K.R. Poppers methodologischer Individualismus das vorherrschende Paradigma der Geschichtswissenschaft wäre. Denn unsere (offenbar austroliberale) Lehrerschaft würde dann nur den Menschen beibringen, über die historischen Quellen zu reflektieren statt herzufallen. Mehr nicht.

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People all over the world were attacking statues that, in their eyes, depict white suprematism when I discovered this inscription while strolling through downtown Basel.

Although the inscription oozes with tribalism – frankly, I don’t want to be respected in virtue of being Greek and those who would see me thus would not see me after all – obviously no one bothers to vandalise it. Not only because K.R. Popper’s methodological individualism is not the leading paradigm in historiography. Also because individualists, an Austroliberal kind of people, want to teach you how to reflect on historical sources rather than to destroy them. NB, even if the source in question is a text, which unlike a piece of art, makes the tribalist message explicit.

The piece of art, normally a depicted person, can, after all, be taken to be exposed due to beauty or – there must have been one – virtue.

Lingua franca gratia francorum

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Mit der Gutschein-Aktion “Support your locals” versucht ein Teil des Basler Einzelhandels, den lokalen Konsum anzuregen. Wohl verständlich, wenn man bedenkt, dass alles – aber wirklich alles – über die Grenze nach Frankreich oder Deutschland den halben Preis hat, ferner dass diese Grenze mit Tram, Velo oder auch zu Fuß einfach und schnell erreicht werden kann. Zwar bleiben die epidemiebedingten Ausreiseeinschränkungen vorerst, aber diese werden nicht ewig sein und in dieser kurzen historischen Parenthese geschlossener Handelsstaaten werden wohl ein paar mehr Gutscheine verkauft werden, die auch viel später werden eingesetzt werden können.

All das ist verständlich. Was jedoch unverständlich ist und an performativen Widerspruch grenzt, ist die Äußerung des Appells zur Bevorzugung des Lokalen in der globalen Sprache.

Der performative Widerspruch ist kein formaler Widerspruch. Um den Plakaten der Aktion einen Widerspruch herauszulesen, muss der Leser die stillschweigende Prämisse hineininterpretieren: “Die Aufforderung zum Shopping um die Ecke ist mit Lokalpatriotismus und somit mit Baslerdeutsch verwandt”.

Das ist nicht der Fall. Das globale Dorf ist ein Sammelsurium nicht aus lokalen Kleindörfern, sondern aus globalen Kleindörfern. Es ist eine homogene Welt. Die Vogelperspektive zeigt nichts anderes, als was man im Kleinen sieht.

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Currently, the Basel voucher is being propagated with the words “Support your locals”.

Considering that if you cross the border to France or Germany everything will cost half the price, this is understandable. Add the fact that the next French or German supermarket are only a walk, let alone a streetcar ride away from downtown Basel, you can see the problem for the retail trade of Northwest Switzerland.

Covid-19 made the borders close but this is a temporary exception. In this short parenthesis and revival of closed commercial states, some additional vouchers will be sold and they will be used much later. Advertising the advantages of a local voucher now is a good idea.

However, since the locals mostly speak German (some are bilinguals using French and German), it is a performative contradiction to use an English slogan for an action supposed to promote local retail trade.

Performative contradiction is not a formal contradiction. Formally you would have a contradiction if you see a tacit premise to the effect of: preferring local shops goes hand in hand with preferring local languages. Otherwise no.

Therefore, rather no. The global village does not consist of little local villages any more than it consists of little global villages. Which means that the world becomes more homogeneous. The big picture is what you can already see in the detail.

Ordo Euboeorum

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Wer jahrzehntelang Max Weber neben dem Bettkissen hatte, betrachtet verschiedene Formen der Askese als charakteristisch für bestimmte Religiositäten. Es ist ein Künstler, der mir die Idee gibt, dass Webers Verhältnis zwischen Askese und Religion umgedreht werden kann.

Jorgos Suras lernte ich vor drei Jahren kennen. Damals klingelte er an unserer Tür. Ob wir des Griechischen mächtig seien. Ruth war allein zu Hause. Wären ich oder die Kinder da, hätte er eine bedenkenlosere Antwort erhalten.

Den Rest der Diskussion hat mir Ruth telefonisch wiedergegeben. Herkommen tue er von einem kleinen Fischerdorf im Norden Euböas, Agiokampos. Nicht vom großen Agiokampos bei Larissa mit dem langen Sandstrand. Nein! Das sei ein kleines, zwei-hundert-Seelen-Agiokampos mit vielen kleinen Kiesbuchten auf der Insel Euböa. Ja, ja, die Küste und das Dörfchen kenne meine Frau, schließlich komme ihr Mann ebenfalls von dort, das Olivenöl in unserer Küche sei kein anderes bla-bla-bla… Er: “Spinn i'”; meine Frau ebenso…

Meinen Nachnamen hatte er nicht erkannt und nicht deshalb hatte er geklingelt, obwohl die Berührungspunkte vielzuviele waren. Mein Großvater war eine Zeit lang Bürgermeister der benachbarten Gemeinde und KP-Funktionär, sein Vater – allerdings – Letzteres. Unsere Grundstücke sind ein paar hundert Meter voneinander entfernt.

Aber ich habe seinen Nachnamen wiedererkannt. Ich wollte ihn kennenlernen. Damit habe ich seine Kunst kennengelernt.

Jorgos Suras ist ein säkularer Künstler, dessen Kunst allerdings nicht durch und durch profan ist. Er sieht das Religiöse als einen Spezialfall des Asketischen an. Seine Franziskaner- und orthodoxen Mönche stehen für unsere unmittelbaren atheistischen Vorfahren in der Verbannung der Makronissos; für unsere orthodoxen, eine Generation zuvor, während der langen Monate des gewollten und ungewollten Fastens; für unsere erzwungenermaßen katholischen im Mittelalter (Euböa war venezianisch…); für Entbehrung; für den Umgang mit Sehnsucht.

Meinen Lesern wünsche ich einen schönen dritten Advent.

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One of Max Weber’s substantial contributions to the understanding of religiosity was that he taught us to see asceticism of different forms as characteristic of various religions. An artist tries to show that this relationship between asceticism and religion can be reversed.

I first met Yorgos Souras three years ago – which is not a miracle if you move from the vicinity of Munich to the vicinity of Basel and Mulhouse and get to know Greek individuals there. But which is a miracle given the following circumstances. Ruth was alone at home, the bell rang and this man asked her if she was Greek or at least if she could speak the language. Usually, my wife answers the first question with a clear “no”, the second by saying “a bit”, a thing that rather disappointed the stranger who, however, wanted to speak about himself. He came from a small fishing village, a site rather than a village in the north of Euboea, called Agiocampos. Not the big Agiocampos with the wide sand beach near Larissa in mainland Greece. This is a tiny one of two hundred inhabitants and many small stony coves.

Our pieces of land there came out to be in a distance of some hundred yards from each other. Statistics is not Ruth’s and Yorgos’s specialty but they immediately recognised what an extraordinary coincidence this was. Had he recognized the surname? No, he hadn’t. Despite the fact, that is, that my grandfather had been a mayor of a neighbouring community and a member of the local Communist Party bureau. Which, the latter, his father had also been.

I recognised his surname alright. And I wanted to meet him. This is how I met his art.

Souras is a secular artist whose art is not definitely profane. He regards the religious moment as a special case of asceticism. His Franciscan and orthodox monks could be our parental atheists exiled in desert islands somewhere in the Aegean; they could be our ancestral orthodox during the long fasting periods and already fasting before them; they could be our volentes nolentes catholics in the Middle Ages (Euboea was a Venetian possession); they stand for deprivation and longing.

Zwischen Naumburg und Nizza

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Die Nietzsche-Ausstellung im Basler Historischen Museum dokumentiert Nietzsches Schaffen und Leben aus Basler Perspektive. Porträts Franz Overbecks, des treuen Freundes, Jacob Burckhardts, des geschätzten Kollegen, Teile aus Nietzsches Briefwechsel mit beiden, einen Armsessel, Privatdrucke des vierten Teils vom Zarathustra, und wieder Porträts von anderen Basler und Lörracher Freunden des Exzentrikers – das bekommt der Besucher unter anderem zu sehen.

Es fehlt die Geburt der Tragödie. Aber die Auswahl an Zitaten zeigt außer der herkömmlichen yalommäßigen Rezeption, dass bei Nietzsche eine durchaus interessante Sprachkritik und Skepsis schlummern. Es gibt wohl Menschen, die mehr als 200 Seiten konsistente Argumentation brauchen, um eine Diskussionsbasis zu haben, andere die mit Aphorismen zufrieden sind.

Nietzsche ist für letztere.

Wer in einem Schützengraben hockt, hat wohl keine Zeit für mehr als Aphorismen. Die Propaganda-Feldpostkarten des Zweiten Weltkrieges mit Nietzsche-Aphorismen waren mir unbekannt, aber ihre Ähnlichkeit mit den heutigen marktüblichen aphoristischen Karten ist frappierend. Selbst wenn der Inhalt der letzteren ein anderer ist: Wer kauft heute so etwas, wenn es keine Leute in Schützengräben gibt?

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The Nietzsche exposition at the History Museum in Basel presents documents of Nietzsche’s life and work from a Baloise viewpoint. The visitor will see portraits of Franz Overbeck, the devoted friend, of Jacob Burckhardt, the much admired colleague and one of the most prominent historians of ideas of the 19th century, parts of Nietzsche’s correspondence with these two, an armchair, a private imprint of Zarathustra’s fourth part, portraits again, this time of other friends whom Nietzsche had met in and around Basel.

No mention is made of the Birth of Tragedy. However, the Nietzsche quotations on screens and in movie clips show that Nietzsche’s reflections on language are more interesting than the contemporary perception of his work, mediated mainly by Irvin Yalom, could make one believe. There are intellects out there who need to read more than 200 pages of consistent argumentation before they start entertaining the ideas they discover there. Others are content having aphorisms.

Nietzsche is for the latter.

People in trenches mostly can’t afford reading long arguments even if they are intelligent enough and this is how some of Nietzsche’s aphorisms found their way to Third Reich’s propaganda postcards which soldiers sent back home. Aphoristic messages on postcards – certainly without a Nietzschean content anymore – are still popular in Germany. I reckon that our contemporaries who buy them do not send them home from inside trenches. And this is puzzling.

Basil in today’s Basel

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In Heylers Ausgabe der Episteln und Fragmente Kaiser Julians (Mainz 1828) findet sich auf Seite 522 die auf Kurznachrichten reduzierte Kommunikation zwischen dem heidnischen Kaiser einerseits und Basilius von Cäsarea andererseits, Bischof und der Tradition nach Freund aus Kindertagen des abtrünnigen und mit folgenden Worten provozierenden Staatsmanns:

[Die Christenschrift] habe ich gelesen, verstanden und verworfen.

Darauf der Bischof:

Gelesen aber nicht verstanden. Hättest du verstanden, hättest du nicht verworfen.

Damit machte Basilius die Interpretation der Bibel vom Fürwahrhalten abhängig. Egal, wie man dieses Buch interpretiere, so Basilius, müsse es als wahr interpretiert werden, sonst sei es missinterpretiert. Für einen im Großen und Ganzen guten Autor war dieses Zitat keine Glanzleistung von Basilius. Denn die Bibel besteht nicht aus Tautologien. Damit ist deren (von mir aus unwohlwollende) ungläubige Interpretation nicht zwingend eine Missinterpretation.

Ähnlich und wie eine Replik des spätantiken Heiligen argumentieren diese jungen Leute, welche unser Fürwahrhalten zum Kriterium unserer Interpretation des Klimawandelnarrativs erheben. Nicht nur klingen sie wie fromme Apologeten des vierten Jahrhunderts, sondern ich war auch noch vor nicht langer Zeit ihr Lehrer in Sachen Argumentation…

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Two years ago, some of the students who quite recently hung this banner, were visiting my argumentation classes. And definitely the following things did not happen there:

They were not introduced into Heyler’s old edition of emperor Julian’s epistles and fragments (Mainz 1828) and, of course, never knew a kind of texting cited on p. 522 there, between the pagan apostate and – rumours say – his childhood friend, Basil, the bishop of Caesarea. The renegade emperor wrote:

I read, I comprehended and I condemned [the Bible].

To which the bishop replied:

You read it but did not comprehend it. If you had comprehended, you would not have condemned.

If I had brought this historical example, I would have had the opportunity to explain my students that Basil sees the correct interpretation of the Bible depend on whether one takes it to be true or not. But the Bible is not a collection of tautologies. There are interpretations according to which the contingent sentences in the Bible are false and these interpretations – call them malevolent if you want – do not have to be misinterpretations for this reason. Normally, Basil (church history nicknamed him “the Great”) was an author much better than this.

The fact that my previous students sound in my ears like him when they address the issue of climate change (“The ones who have understood but do not flip out, have not understood at all”) is, as I said, is not an acquaintance they would have with the aforementioned fourth-century texting. They know nothing about the saint whose rhetoric was similar to theirs. I did not introduce him to them. As I said, the subject they had with me was argumentation, not church history.

But I have to declare: I would have told them one more lesson to be learned from logic if I had guessed somehow that they would turn out to be apologists.

Rebecca Horn

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Wer Texte schreiben will, statt Kunst zu machen (hier am Beispiel von Werken Rebecca Horns, gegenwärtig im Basler Tinguely-Museum zu sehen), sollte Texte schreiben. Die Konzeptkunst ist selbstverleugnend.

Im Gegensatz zur Konzeptkunst steht die kantische Kunst, d.h. dekorative Kunst, die nur wegen unseres Wohlgefallens und keines Interesses am Objekt bewundert wird. Die kantische Kunst widerspricht sich: Niemand bewundert das Unattraktive.

Die Kunst, die die meisten kennen, befindet sich in der Mitte – genau der Stelle also, die Horn nicht kennt.

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After a visit of the Rebecca Horn exhibition at the Tinguely Museum in Basel, Switzerland:

Artists who would rather like to write texts, should rather write texts.

In the antipodes of conceptual artists you have the Kantians, i.e. artists who try to depict objects in which the spectator is desinterested albeit aesthetically satisfied. To disable interest in a human body, Kantians would rather depict human bodies that do not appeal to one’s libido. However, this invites a contradiction. Who would be satisfied from something explicitly unattractive?

The art most people know lies in the middle between conceptual and Kantian art. Horn avoids this spot.

Gestalt floristry

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Der Unterschied zwischen einzelnen Schnittblumen und Blumensträußen ist ein mereologischer: hier die Einzelnen ohne Ganzes, da das Ganze. Begründet sehe ich besagten Unterschied in der Anordnung der Teile. Damit ist die Anordnung kein Teil von vielen Blumen einzeln betrachtet, sehr wohl aber Teil des Ganzen in einem Blumenstrauß. Da aber auf dem Boden der empirischen Wahrnehmung nur Blumen und Grünzeug erkennbar sind, ist die Anordnung von Blumen und Grünzeug ein Metateil. Damit hat der Blumenstrauß einen Metateil als Teil.

Unsere Große hat ihre ersten vier Theatervorstellungen hinter sich. Es geht jetzt zurück in den Alltag.

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The difference between flowers taken individually and bouquets is one of mereology. The individual flowers don’t make up a whole, the flowers of a bouquet do.

The reason for this appears to be an intended structure of flowers and greenery in the case of the bouquet, a lack thereof in the case of individual flowers.

From this I conclude that the intended structure is a part of a bouquet. If I’m right in this, a bouquet has as its parts not only flowers and greenery but also an intended structure. Thereby it has metaparts as parts.

Our elder daughter was on stage – four inspiring performances. Now we return to normal.