Human lives, useful and less useful

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Vor fast genau 21 Jahren, am 24. März 1999, begann die NATO damit, Luftangriffe gegen Serbien zu fliegen. Dem waren die jugoslawischen Sezessionskriege vorausgegangen – mehr können die Jüngeren in Geschichtsbüchern lesen.

Zu der Zeit hatte ich – gerade frisch promovierter Philosoph, ich weiß, dass es abstrus klingt – eine Firma mit Sitz in Belgrad. Mein Bruder leitete sie, das Geld kam von unserem Vater und von anderen Investoren. Sie sollten es bald verlieren, aber das ist jetzt nicht mein Thema. Kurz vor Beginn der Luftangriffe hatte ich in Wildbad Kreuth an einer von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung veranstalteten Tagung zum Thema Südosteuropa und Politik – so etwas, ich weiß nicht mehr genau – teilgenommen. Ich weiß noch, dass Panos Kazakos, der marxistische Ökonom und, damals noch als Berater des griechischen Außenministeriums, Nikos Kotzias, später selber Außenminister und schrille Figur der griechischen kommunistischen Linken, dabei waren. In einer Pause habe ich den letzteren angesprochen. Ich vermutete, dass die Bomben bald zu fallen anfangen würden, also wollte ich wissen, ob es eine Chance gäbe, meinem lieben Bruder das zu ersparen. Er sagte ja und schoss eine griechische Handynummer los, die ich schnell aufgeschrieben habe. “Der Typ heißt Alex. Er organisiert gerade einen Bus, der unsere Diplomaten rausholt. Ruf ihn an.”

Ich habe stattdessen meinen Bruder angerufen, ihm die Nummer gegeben. “Kein Interesse, Stamati”, hat er gesagt. “Ich bleibe”.

Er blieb. Unversehrt. Aber, was er danach berichtete, war eigenartig. Erstens schätzte er die Chance als klein ein, dass ausgerechnet der Stadtteil Žarkovo bombardiert werden würde, und da lag er natürlich richtig. Er wäre unversehrt geblieben, selbst wenn er nie in den Bunker gegangen wäre. Was sage ich da?Unverletzt wäre er geblieben, selbst wenn er im Büro in der Innenstadt geblieben wäre – obwohl ihn dort manch eine nahe Detonation zum Nachgrübeln gebracht hätte, ob die Bomben tatsächlich nur auf Fernsehsender und Ministerien zielten.

Aber er musste in den Žarkovoer Bunker, sagte er. Denn die Frauen: vom Haus, vom Nebenhaus, von der Nachbarschaft, mit Geschrei und Fußtritten alle mit in den Bunker rissen. Auch alle, die der Meinung waren: Es ist wahrscheinlicher, dass ich mich beim Flüchten Hals über Kopf Hals oder Kopf verletze, als dass ein amerikanischer Pilot ein Wohngebiet zwanzig Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ins Visier nimmt.

Ich denke es mir folgendermaßen: In einer Urgemeinschaft des homo sapiens bestehend aus zehn Männern und einer Frau gäbe es maximal ein Kind jedes Jahr. In einer Urgemeinschaft des homo sapiens bestehend umgekehrt aus zehn Frauen und einem Mann gäbe es sehr wahrscheinlich zehn Kinder jedes Jahr. Dass die Frauen mit ihrem Verhalten zeigen, dass ihr Überleben wichtiger als das der Männer ist, ist wohl phylogenetisch bedingt.

Überreagierenden Frauen in der Corona-Krise gegenübergestellt, dürfen Männer diese anthropologische Komponente nicht vergessen. Jeder Soldat weiß doch die utilitaristische Maxime anzuwenden: Frauen, Kinder und Alte müssen fortgeschickt werden. Aber die Analogie zwischen Corona-Krise und soldatischem Brauchtum hinkt. Frauen, Kinder und Alte sind in der jetzigen Krise nicht gemeinsam in der schützenswerten Gruppe, sondern die Alten müssen – so heißt es – den Kürzeren ziehen. Die große Frage an die utilitaristische angewandte Ethik in den Krankenhäusern wird bald danach sein, ob die Bevorzugung einer geburtsfähigen Patientin gegenüber einem alten Patienten, wenn nur eine von zwei Personen intubiert werden kann, immer noch der Bevölkerungsmehrheit intuitiv einleuchten wird. Wenn nicht, dann wird die der Utilitarismus in der medizinischen Ethik stark unter Beschuss genommen werden. Wenn ja, dann werden die Folgen für die deontologische Ethik sowie die Herausforderung für die christliche Theologie gigantischen Ausmaßes sein.

 

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Twenty one years ago, on March 24 1999, the NATO began to fly air raids against Serbia, following the Yugoslav secession wars. Read in a history book if you don’t know what that was.

This happened in the rather short time in which I saw myself as a businessman. I had a company in Belgrade – seriously I had, one year after my Munich PhD – managed by my brother and financed by our father and some of his friends. They were about to lose their money very soon, but this is not my point here

Shortly before the bombings in Belgrade began, I happened to attend a conference hosted by the Bavarian Conservatives in the Alps. The theme was South-East Europe and politics or something like this. I can’t recall and I don’t need to. Too unimportant. Panos Kazakos, a Marxist economist, was there. Nikos Kotzias, an enfant terrible of the far left, was also there. Back then still a consultant to the foreign minister, he was to become foreign minister himself and a disastrous one in 2015 – but this is also unimportant. The important bit was my need for advice. During the coffee break, I wanted to know from Kotzias if I could spare my dear brother the bombings. Almost as fast as a tommy gun he spit a Greek mobile-phone number which I wrote down. “Call this guy”, he said. “He is our man in Belgrade at the moment. Alex is his name. He’s organising a bus to get our diplomats out of there”.

I didn’t call Alex. I called Constantine. My brother. “I’m not interested, Stamati”, he said. “I’m staying”.

He remained there until after the bombardments and unharmed.

You are probably expecting me to start telling you his stories from the war. Parachutes, shooting, screaming… But there is no such thing in his stories. There is only his account for not wanting to go to the bunker. He reckoned that no one would bomb the district of Žarkovo. He was right in this. He would have remained unharmed even if he had never sought shelter in the bunker. In fact, he would have remained unharmed even if he had spent the days in the office – although some blasts in the vicinity would have made him doubt his common sense. But he had to go to the bunker. Always. Because the women of his appartment house, of the neighbouring house, of the neighbourhood, would violently make him go to the bunker.

Think about the following situation: in a paleolithic setting, a community consisting of one female and ten males would have maximum one child per year. A community, vice versa, of one male and ten females could have ten children at the end of the year! The priority to rescue females appears to be a phylogenetic feature of women’s behaviour. Just think of this anthropological perspective if you realise more overreacting women than men to be around during the Covid-19 crisis. Think how natural it appears in a soldier’s ethics to have the women, the children and the old in safety somewhere else before the atrocities begin.

Alas, the war metaphor with its familiar values is not a viable analogy here. The old, for example, are not on a par with women in the Covid-19 crisis. I hear that if they arrive to the point of being able to save only one life out of two, the hospitals’ practice will be very likely to intubate the young woman instead of the old man. This corresponds to an implicit utilitarian applied-ethics code.

Will the many take this to be intuitively good? If no, then the consequentionalist paradigm in healthcare will be subjected to vast criticism. If yes, then the consequences for deontological ethics and the challenge for theology will be huge.

Of trolleys and ships

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Nach dem Covid-19 witterte ich die Chance, endlich mal das Neutrum “Virus” im Deutschen nicht mehr als Maskulinum dekliniert zu hören. Wenn sie das Wort oft von den Medien korrekt benutzt hören, werden sie es lernen, dachte ich. Weit gefehlt…

Eine noch nicht verlorene Chance – diese aber nur für Kollegen – besteht darin, das Trolley-Problem als Problem unserer Prognosen und nicht der Moral zu betrachten. Stichwort: Diamond Princess. Betrachten wir doch das Kreuzfahrtschiff wie im berühmten Gedankenexperiment als eine Art Trolley ohne Bremsen vor den Alternativen, auf dem rechten Gleis der bevorstehenden Gabelung Kindergartenkinder bzw. auf dem linken einen gebrechlichen Greis zu überfahren. Was macht der Weichenwärter?

Heute geht man davon aus, dass die Quarantäne der Diamond Princess doch mehr Verluste und Schmerz verursachte als die Alternative verursacht hätte, die Passagiere des Schiffes nach Hause gehen zu lassen. Um es nach der Sprache des Kursbuches im Fach Ethik auszudrücken: der Weichenwärter beschließt, den gebrechlichen Alten statt der Kindergartenkinder überfahren zu lassen, als letztere verängstigt und orientierungslos in Richtung des Alten flüchten.

Es gibt, wie man sieht, Fälle, in denen der Handelnde nie frei von Schuld ist, so dass das moralische Urteil eines über seine Absichten sein wird. Es ist eine ethische Grundintuition, der Francis Hutcheson mit der Ethik der Gefühle Ausdruck gab, keine Frage… Was für eine Barbarei doch, aus utilitaristischen Überlegungen die Leute auf der Diamond Princess in einem verpesteten Umfeld schmoren zu lassen!

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Covid-19 gives professional philosophers the unique chance to see in the trolley problem a problem of our predictions rather than one of ethics. Just think of the cruise ship Diamond Princess as of a trolley with broken brakes (junction ahead, a kindergarten class on the right track, a rickety old man on the left) vis-à-vis the alternatives to let passengers and crew go home, possibly try to recover, or to put them in quarantine in order to protect the population. Today we think that the quarantine on board caused more human losses and pain than it would have been unable to prevent otherwise. To stick with the analogy between the vessel and the trolley: the crossing keeper decided to rescue the kids and to kill the old man instead, switched the crossing correspondingly, when the disoriented kids tried to escape onto the old man’s track…

As one sees, there are cases in which the moral agent will be blamed one way or another to do the wrong thing and, at the end of the day, her moral attitude will be judged on the basis of her intentions. There is a basic moral intuition which Francis Hutcheson expressed with his moral sense, there’s no question about that!

What a barbarous act, to let people simmer on a pestilential ship out of utilitarian premises…

Scrutinised

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Sir Roger Scruton ist tot. Meine mitteleuropäischen Leser – ehemalige Studenten, auch von meinem Scruton-Anscombe-Nagel-Sherrard-Seminar vor Jahren – werden sich die Augen reiben. Kann es sein, dass ich jemandes Tod trauere, der den akademischen Philosophiebetrieb aufgab, um sich der Fuchsjagd zu widmen? Der am Londoner Birkbeck College einzig und allein – und ausgerechnet – mit der italienischen Dame in der Mensa über Politik redete, da sie die einzige Konservative dort war? Der Ende des 20. Jh. – Hilfe! – Kantianer war?

Sagt, was ihr wollt! Für mich ist er der Autor von Sexual Desire und Ich trinke, also bin ich. Lebensbejahend wird er bleiben auch als toter Mann,

PS: Nicht, dass ich wirklich glauben würde, Begierde ließe sich zivilisieren. Bewundernswert sind allenfalls schon diejenigen, denen es gelingt, in der begehrten Person stets einen Selbstzweck zu sehen.

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I know what you will say about his quitting philosophy and going fox hunting instead, about his being unwilling to talk politics with any other person at Birkbeck but the Italian lady at the refectory – the only conservative person there if you excluded him – about Kantianism in late 20th century…

I know the leftist line of argument. For me, he is the author of Sexual Desire and of I drink therefore I am and stands for getting a life. You can still stand for getting a life after losing yours.

PS: To sort things out: I don’t really believe that there is some sort of ethical desire. But I do admire people who happen to desire without losing their Kantian character.

From another land III: Prescriptions as facts and conservatism

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Das ist meine dritte Erinnerung an die Nordsee.

Heute: Der Elbtunnel.

Die Begründung einer Regel mit Hinblick auf Tatsachen ist den Inbegriff des naturalistischen Fehlschlusses. Der naturalistische Fehlschluss ist auch dann gegeben, wenn besagte Tatsache darin besteht, dass die Regel schon immer galt. Denn, dass die Straßenverkehrsordnung im Elbtunnel bis dato gilt, begründet nicht, dass sie dort weiter gelten soll.

Gleichzeitig sind solche naturalistischen Fehlschlüsse häufige Verteidigungen des Konservatismus: “So war’s immer bei uns. Lassen wir doch die Kirche im Dorf”.

Nichts gegen die Kirche im Dorf und nichts gegen die StVO, aber der Grund, aus dem wir Beides pflegen, ist nicht, dass wir dasselbe schon lange gepflegt haben.

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This is my third memory of the journey in northern Germany and one that pertains to the naturalistic fallacy and to a hidden relation it bears to conservatism.

In the tunnel that connects the two banks of the Elve delta, the municipality of Hamburg tries to make pedestrians and bicyclists comply with the traffic rules by reminding that the tunnel started operating by laying down these rules. Bicycles and pedestrians had to behave like they had to act on the streets of the city.

Founding a deontic rule by reference to a state of affairs is an instance of the naturalistic fallacy. It is still a naturalistic fallacy when you say that a rule has to hold because it has been valid before. Because from the fact that the rule has been a prescription, it does not follow that it should continue to be a prescription.

Surprise #3: Dietethics (sic) in Liestal

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Der Terminus “Diätethik” ist meine Wortschöpfung. Ich verstehe es als eine Art Portmanteau-Wort aus Diätetik und Ethik, aber (“eine Art”) man könnte es auch als zusammengesetztes Wort aus “Diät” und “Ethik” verstehen, wenn mit Diät heute nicht Gewichtabnahmekur zu verstehen wäre. Die Diätethik ist die Reflexion über die Einhaltung wie auch immer gearteter moralischer Prinzipien beim Alltagsleben, insbesondere bei der Ernährung. Ich mag jetzt nichts über Verschandelung des Fachdeutschen hören. Bei zwei griechischen Wortbestandteilen wird es doch genügen, wenn der Terminus dem staatsexaminierten Gräzisten gefällt.

Seit meinem Erfurter Seminar über Essen und religiöse Ethik, einem aus dem ich die Einsicht gewann, dass die ernährungsethische Dimension – so wenigstens im christlichen und jüdischen Rahmen – dem viel hervorstechenderen Zweck der sozialen Differenzierung und des Ausschlusses Andersgläubiger hinterherhinkt, habe ich nichts zum Thema gemacht. Die Planung eines veganen Kochbuchs in Coautorenschaft leidet an der Distanz zwischen Basel und München. Und etwas Theoretisches mag ich nicht schreiben, da ich einsehen muss, dass ich ernährungsmäßig in einer kognitiven Dissonanz bin: Einerseits erkenne ich den Säugetieren menschenähnliche mentale Mechanismen und ein Kontrollmoment zu bzw. diese Merkmale als Gründe an, keine Säugetiere zu essen, andererseits handle ich Säugetieren gegenüber, als ob ich diese Überzeugung nicht hätte: Ich esse ihr Fleisch. Zwar sehr maßvoll, so wie meine Vorfahren, allerdings hatten diese die religiöse Legitimation (“Gott will, dass wir Ostern, Weihnachten usw. feiern”). So gewonnene Legitimation hat für mich keine Geltung – und trotzdem… Ich nehme an, dass ich in dieser Hinsicht ein akrates bin.

Überlegungen zur Kasuistik und zur angewandten Ethik halten Überraschungen parat. 2015-16 hatte ich das große Glück, Philosophie in einer zehnten (und in einer elften und in einer zwölften und in einer dritten) Klasse zu unterrichten. Der Grund, aus dem es dort sehr witzig wurde (aus anderen Gründen war’s bei den Drittklässlern auch witzig, beim Rest war’s nur seriös) war das Format der Philosophiestunde – eine Schnappsidee von mir.

Ich erzählte stets eine Geschichte, die ein ethisches Dilemma, oder Trilemma nach sich zog. Nur bis Trilemma, nicht weiter, kein Tetralemma, kein Pentalemma, kein Hexalemma, kein Heptalemma, kein Oktalemma – Sinn des Postings ist es nicht jetzt, Euch die griechischen Zahlwörter beizubringen, jedenfalls ging es nicht über drei Alternativen hinaus und der Grund… Nein, ein Bisschen Geduld.

Dilemmas erzählte ich, die ich aus der Erlinger-SZ-Kolumne hatte (“Wäre es verwerflich, wenn ich das Weihnachtsgeschenk nicht in schönes Geschenkpapier einwickle, weil der Beschenkte blind ist?”), ein paar klassische wie das Dilemma des Kalifen Omar, nicht zuletzt den Fall der Sterbehilfe an Terri Schiavo usw. usf.

Bei jeder Geschichte forderte ich die damals Sechzehnjährigen dazu auf, emotionslos moralischen Dimensionen nach den Bedingungen 1. des Utilitarismus, 2. der deontologischen Ethik, 3. des Aristotelismus (die christliche Ethik behandelte ich als eine Unterart davon) zu beurteilen. Meist haben sich drei verschiedene Optionen des moralischen Handelns aufgemacht. Sehr wichtig war es mir zu zeigen, dass insbesondere beim Utilitarismus ein etwa hinzukommender Faktor in Form des Glücks einer dritten Person oder einer anderen Glücksquelle das bisherige Urteil stark verändert. Ich weiß noch die Namen meiner Mitdiskutanten. Ich weiß ihre Gesichter. Sie werden sich verändert haben. Ich habe seit einem Jahr nichts über sie gehört geschweige denn sie gesehen, ich bin nicht mehr an der Saale, wichtig sind sie mir allerdings geblieben.

Das Format meines damaligen Unterrichts ist mir auch wichtig geblieben. Ich weiß noch den Aha-Effekt zum Thema: der Utilitarismus ist nicht gleich Kosten-Nutzen-Rechnung eines Einzelnen. Was passiert, wenn der Nutzen der Eltern Terri Schiavos in den Kalkül eingeht? Auch den Aha-Effekt zum Thema: Weder Kant noch Thomas von Aquin sind so uncool, eigentlich bin ich mit 16 unbewusst Kantianer, Thomist usw.

Dieses Format war damals wie gesagt eine Schnappsidee, deshalb war neuerdings im Museum Baselland meine Überraschung groß, als ich feststellte, dass der Autor des interaktiven Teils der Schwein-Ausstellung mein Format befolgt: Anhand von Fragen zum Fleischessen hat der Besucher die Gelegenheit, sich als Kantianer, Utilitarist oder Tugendethiker zu verorten; ferner die Gelegenheit, sich als Obengenanntes zu verorten, ob er Fleisch isst oder nicht. Wenn die Schweine ein Bewusstsein haben, ist es tugendhaft, sie nicht zu essen. Haben sie keines, wird die tugendhafte Haltung anders ausfallen. Was mich zum Anfang dieses Postings zurückbringt und zur Feststellung meiner eigenen Untugend.

In der orthodoxen Tradition ist der Dezember ein Monat des nichtstrengen Fastens, da bis Weihnachten (damit wir uns verstehen: bis zum 25.) außer den “veganen” Mittwoch und Freitag nur Fisch gegessen werden darf.

Aber Moment: Kann es sein, dass die Fische ein Bewusstsein haben?

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Until now I have known no one else who would use the term “dietethics”. I understand it as a portmanteau term referring to the discipline between dietetics and ethics, not as a composite of “diet” and “ethics” since most people take diet to mean weight-watcher’s nutrition and this is not what I mean by it. Don’t start criticising me for non idiomatic English: when the words are Greek, the expert is the one who’s had Classics at the university. If you’re also one, we can dispute about words by some opportunity which doesn’t have to be now.

I’d prefer to talk food and philosophy instead.

I used to be very aware of the combination of dietetics and ethics. I had a class on food and religious ethics some years ago (this was enough to realise that Christian and Jewish fasting primarily serve the purpose to socially differentiate the faithful from the unfaithful and the very faithful from the less faithful).

But then, I started to lose interest. The vegan cookbook I planned to write with a friend is a victim to the distance between Basel and Munich. Still worse, I don’t feel like writing anything theoretical on the topic because I have to admit that I am in cognitive dissonance: On one side I accept that at least mammals are conscious and have emotions, I also accept that it is morally evil to eat creatures conscious and capable of having emotions. However, I deny drawing the consequence to stop eating their meat. I mean, I do keep my ancestors’ credo that in order to kill a mammal you must have a special justification given only in big celebrations, and I eat their meat only in very special occasions. Nevertheless I don’t believe that this justification is really there. Therefore I should stop eating meat altogether, which will not be the case. I suppose you can call me an akrates in this respect.

This is how thinking about casuistics and applied ethics eventually reveals things about yourself, NB things that appear new. At least this happens to me. Since I think that surprise makes you a better person, I wanted this to happen to my Halle students (Halle is a city in East Germany, Händel being probably its most well-known son for the English speaking world, further the city in whose university Christian Wolff and Baumgarten and Hegel have taught. But let’s leave the big dead philosophers to rest. In 2015-16 teaching philosophy to 11th- and 12th-graders of the of the Steiner Waldorf School was serious and ended almost always as a discussion on politics. Philosophy with 3rd-graders was fun. And, in a certain manner, it was also fun with 10th graders. In this last case, it was fun because of the format of the course which was my own invention. Call it an experiment if you want.

First I was telling them some story that involved an ethical dilemma or trilemma. Never a tetralemma, never a pentalemma, never an hexalemma, never an heptalemma – I suppose you get the point. I had a spleen with the numbers two and three and this for a good reason. The main ethical positions being virtue ethics (or Aristotelianism, duty ethics (or Kantianism) and utilitarian ethics (or consequentialism) I had the idea to interrupt the story as soon as the ethical dilemma or trilemma arises and to let them give a solution according to the three main schools of moral philosophy. Three schools would normally give three solutions, sometimes more, sometimes less.

There were stories from a famous newspaper applied-ethics column (“Is it ethically wrong not to take a beautiful paper to wrap a Christmas present for a friend who’s blind?”), Calif Umar’s dilemma (a classic!), the case of Terri Schiavo etc. It was important to me to show them that once some extra utility enters the calculation, utilitarianism has radically different results. granted that she herself has no mental functions, if you only let Terri’s husband’s utility to count, then you may stop giving her life support by the utilitarian calculus and save her life by the other two solutions, but if you add Terri’s parents’ utility to the utilitarian account, you must save Terri’s life by the verdict of every one of the three schools.

There were students who passionately discussed with me on these topics. I still remember their names, even the faces. They’ll have changed now. The last time I asked about their whereabouts was a year ago. But their memory remained important to me.

Also the format of my philosophy hour remained important to me since I thought that it was my invention.

Well, it isn’t. At least, it isn’t mine alone. I was astonished to find my format in this Liestal exhibition, one that combines and celebrates the intelligence of pigs and the taste of pork – in fact, a sneaky vegetarian propaganda: if they’re clever, how comes that you’re allowed to eat them?

In the exhibition, you see, they have an interactive philosophical part. You answer questions concerning eating meat and you end up as Aristotelian, Kantian or utilitarian. Eating meat out of duty is rather weird (Kantians being doomed to end up as vegetarians), but as an Aristotelian or a utilitarian you can find reasons to be vegetarian or carnivore depending on whether you consider animals to be conscious – which leads me to the beginning of this posting and my own vice, and be it only the vice of denying to draw consequences.

At least I’m always a bit more virtuous in December because until Christmas, according to the Orthodox tradition, there are two vegan days every week, Wednesday and Friday, and the only meat allowed on the rest is fish.

But, please, don’t start asking whether fish is conscious…

Ethics as commodity

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Am sogenannten WOW-day (“WOW” steht für Waldorf One World) findet an Steiner-Schulen rund um die Welt kein Oberstufe-Unterricht statt. Stattdessen gehen die Schüler Rasen mähen, Fenster putzen, mit dem Nachbarshund spazieren, um das, was sie als Dankeschön dafür bekommen, für das Wohl von Menschen aus der Dritten Welt zu spenden: ob’s ein Flüchtlingslager in Griechenland, ein Brunnen in Burundi, ein Kindergarten in Bolivien ist. Der Auftraggeber – ob Garten-, Fenster- oder Hundbesitzer – kauft Sauberkeit, Rasenschnitt, Hundeglück. Der Schüler wiederum kauft mit dem verdienten Geld Moralität, da er es spendet. Auch der Garten-, Fenster-, Hundbesitzer kauft Moralität insofern, als er die Dienstleistung wegen der voraussichtlichen Spende präferiert.

Ethik in welchem Wert? Klassisch gesehen, ist der Tauschwert für moralisch Gutes gleich tatsächlicher Preis minus Normalpreis. In einem Fair-Trade-Laden bezahlt der Kunde den Kaffee teurer, um Wohltaten in Afrika und Lateinamerika mit der Differenz zu finanzieren. Kostet ein vergleichbarer Kaffee bei Aldi neun Euro und im Fair-Trade-Laden zehn, dann ist der eine Euro der Preis der moralischen Handlung, die der Kunde konsumiert. Der spendende Schüler konsumiert also, hat er etwa 40 Schweizer Franken für das Rasenmähen verdient, Moralität im Wert von 40 Franken, da er sein ganzes Verdienst spendet, der Hausbesitzer mit dem Rasen konsumiert aber Moralität im Wert von nur 20 Franken, falls er seinen Rasen normalerweise zu 20 Franken mähen lässt.

Diese Berechnung des Nutzens und Preises beim Produkt: Moralität ist allerdings, wie ich finde, defizient. Nach dem WOW-day sagten mir ein paar Schüler, sie waren gar nicht “schaffe”. Stattdessen spenden sie 40 Franken aus ihrem Taschengeld dafür, dass sie den 1. November auf der Basler Herbstmess’ (einer Art Oktoberfest auf dem ganzen Stadtgebiet sag’ ich mal) statt in der Schule verbringen durften.

Einerseits sind die 40 Franken weiterhin eine Spende für einen guten Zweck, andererseits ist die Differenz gleich null. Denn die Schüler haben damit etwas gekauft: Freizeit.

Sie tun etwas Gutes, gewiss, so wie es der Katze Gutes getan wird, wenn jemand mit einem Fischkopf wirft, um sie zu treffen. Aber dankbar muss die Katze nicht sein.

Lange behaupte ich, dass der klassische Ansatz nicht in der Lage ist, den Wert und damit die Preisbildung der Ware Ethik zu erfassen. Ein ehemaliger Freund, heute weltweit bekannter Ökonom postmoderner Gesinnung, hatte mir in diesem Kaffeehaus in der Nähe vom Syntagma-Platz gesagt – mein damaliges Büro war an der Lekka-Straße, seines Ecke Evripidou und Aiolou, erst viele Jahre später sollte er für sechs verheerende Monate das Büro des Finanzministers direkt am Platz beziehen – “Die klassische Theorie hat keinen Defekt. Du musst sie einfach so ablehnen. Lies aber Amartya Sen”.

Er ist zwischenzeitlich recht berühmt. Ich habe immerhin bessere Beispiele als damals. Und zwar solche auf der Basis des klassischen Ansatzes. Übrigens kalkuliert sogar Marx den Mehrwert auf der Basis der klassischen Nationalökonomie. Wäre er nur ein weiterer Linkshegelianer, würde sich kein rationaler Mensch mit dem Marxismus beschäftigen. Auch Marxens Verständnis von Rationalität setzt das klassische Denken voraus. Es gibt keine postmoderne Nationalökonomie.

Nicht dass der klassische Ansatz deshalb keine Rationalitätslücken und Paradoxien ergäbe! Im Gegenteil. Bloß, dass sie als solche wahrzunehmen sind, setzt den klassischen Ansatz voraus.

Dass die Ethik die Ursache solcher Paradoxien ist, wird eine ethische Intuition vieler Menschen wohl bestätigen.

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On the so-called WOW-day (“WOW” stands for Waldorf One World) instead of having lessons, Waldorf-Steiner students all over the world from sophomore to graduate level clean your windows, make your garden, walk your dog etc. to donate what they earn on this day for a developmental project chosen by the school: a kindergarten in Peru, a shelter for refugees in Greece, medical equipment for Eritrea. You, as the one who hires the student, “buy” clean windows, subsequently the student “buys” ethics by donating the money she earned. And if your motive to hire the student was your certainty that she would donate the money, some amount of it “buys” ethics too. How much? Classically, an ethical action is worth the price you pay minus the normal price of the commodity in question. This is how the slightly higher price of fair-trade shops is perceived. Your pure conscience is worth the coffee price in the fair-trade shop minus the normal coffee price. However, when the student donates the earned money then it’s the whole donation that makes up the value of ethics as a commodity since the student gets no coffee for this – or anything else.

This classical approach is flawed. Just after this year’s WOW-day, I heard some students saying that they didn’t make anyone’s garden to earn the money they would donate. Instead, they would donate their own savings, say, 40 Swiss Francs, to pay for a very enjoyable 1st of November where they had visited Basel’s Herbstmess – a shiny fair with carousels, things to eat, stuff to drink. One intuition is that they’d still donate the amount of 40 Francs. Another is that, by doing so, they’d buy something for 40 Francs – free time – which makes the difference between this commodity and the value of their ethical act equal zero. Again, if you throw a bone to hit a dog and he finds something to eat in it, are you the dog’s benefactor?

For a long time, I’ve been claiming that classical economics does not grasp the price mechanism of ethics as a commodity. In the beginning of my journey in the philosophy of economics someone, back then a friend, in the meanwhile a worldwide famous economist and one of postmodernist spirit, told me – it was in a café in downtown Athens; my office was near, his too – “The classical school is not flawed, you have to reject it in advance! But read Amartya Sen”.

In the meanwhile he’s famous, as I said. But in the meanwhile I have better examples than back then. Examples that don’t change the subject but ones on the basis of calculations. If Marx hadn’t taken the pains to calculate surplus value, no rational individual would be interested in his work. Apparently he also thought that there’s no way you can make sense of economy and rationality going past the classical approach. There’s no such a thing like postmodern economics.

But this is not to say that there are no gaps, flaws, paradoxes in our classical way of thinking. On the contrary, finding out the flaws presupposes the acceptance of the classical approach.

Is ethics the source of many flaws in classical economics? Well, at least many of us have this intuition.

Moral games

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Bereits seinerzeit hatte sich David Hume mit den Ursachen der religiösen Hasspredigt beschäftigt und bemerkt (History of England, am Anfang von Kap. 29), dass zwei antagonistische Prediger einzig und allein deshalb zu Hasspredigern werden müssen, weil sie sich selbst und ihre Botschaft gegenüber dem Antagonismus überhöhen müssen:

Eine etwaige Kompromissgeste ihrerseits wäre für Religionen, die den alleinigen Wahrheitsanspruch erheben, ein Zeichen der Unglaubwürdigkeit, so dass der andere Prediger mit polemischer Rhetorik den Sieg davontrüge. In der Naturgeschichte der Religion hat Hume dargelegt, dass monotheistische Religionen zu mehr Intoleranz tendieren als polytheistische. Um möglichst keinen Nachteil zu haben, verzichten die Kleriker auf den gemeinsamen Vorteil der Kooperation. Das ist natürlich eine Instanz des Gefangenendilemmas.

Das Gefangenendilemma ist für den Erstsemester-Wow-Effekt beliebt, den Effekt: “So dumm: würden sie kooperieren, hätten sie beide was davon und, nur weil sie es nicht konnten, bekommen sie die erdenklich schlechteste Lösung”.

Zwar nicht paradox aber gewissermaßen ähnlich ist die Situation in der Basler S-Bahn im Berufsverkehr: sie stellt ein spieltheoretisches Pessimum dar. Um auszuschließen, beiderseits bedrängt zu werden, stehen am Anfang der Fahrt blockierende Fahrgäste möglichst nah an der Tür. Der Korridor bleibt leer, um dem Blockierer wenigstens von der einen Seite ein Gefühl der Freiheit zu geben. “Von der einen”, weil auf der anderen Seite, Richtung Tür, Haltestelle für Haltestelle, die nachströmenden Fahrgäste drängen. Zweitklässler von der deutschen Schule kurz vor der Staatsgrenze, die sich nicht trauen, den Blockierer zu bitten, Platz zum Vorbeikommen zu machen; Behinderte im Rollstuhl; Omis; Fahrgäste vor der Tür, haufenweise. Der Korridor hinter dem Blockierer bleibt frei… Tja, spieltheoretisch gesehen ist das Einsteigen in die Basler S-Bahn ein Triumph der nichtkooperativen Lösungen, weil das Nash-Gleichgewicht beim größtmöglichen Nachteil der zugestiegenen Fahrgäste (gedrängt sein) und des Blockierers (für ein Idiot gehalten zu werden) liegt, was in einer eher übersichtlichen urbanen Agglomeration, wo die Leute stets aufeinander hocken (zweihunderttausend Einwohner hat der Kanton Basel-Stadt, nochmal so viele der baselländische, nochmal so viele der Landkreis Lörrach) nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

In manchen der Großstädte, die ich kenne, Athen, München, Belgrad, wird der Blockierer geschubst. Dadurch wird der Blockierer gezwungen, nicht als Idiot zu glänzen, und ein wenig mehr Platz für die anderen gibt’s auch noch. Wie man sieht, kann das Schubsen paradoxerweise zu einer kooperativen spieltheoretischen Lösung führen.

Klammer auf:

“Idiot” kommt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich “eigenwillig”, auch “Privatmann”, “auf eigene Regie Handelnder”.

Klammer zu.

Hume hatte es in History of England, a.a.O., gebilligt, seinem avant-la-lettre-spieltheoretischen Pessimum mit einem staatlichen Eingriff entgegenzuwirken – allerdings mit keinem negativen reinforcement wie etwa das Schubsen, sondern positiv durch Bestechung. Er schlug vor, Korruption als Faktor in das spieltheoretische Modell hinzuzufügen. Der Staat erkauft den Frieden, indem er die Hassprediger dafür bezahlt, tatenlos und schweigsam zu bleiben. Korrupte Hassprediger sind zu Kooperationen bereit und deshalb ehrlichen vorzuziehen.

Idioten lassen sich weniger vom Schubsen beeindrucken, deshalb klappt das Platzmachen wohl nur in Großstädten, wo es mehr Schubser gibt. Das Schmieren von Hasspredigern sollte unabhängig vom Standort gelingen.

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In the beginning of ch. 29 of his History of England, David Hume states that clerics of two antagonistic “sects” cannot but propagate religious hatred. Especially in monotheistic religions (he thinks in the Natural History of Religion that these are more intolerant than the polytheistic), any gesture of compromise would make the (superstitious) public believe that the message is unreliable, the antagonistic cleric would achieve a victory on the symbolic level if he continued to preach a

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in the struggle to preach more hatred than the others. This is, of course, an instance of the prisoner’s dilemma.

First-semester enthusiasts love the prisoner’s dilemma for the clear insight it gives: “It’s so stupendous not to be able to have the common advantages of cooperation only because you didn’t bother to talk to the other”.

Game theory is an issue in the Basel suburban morning trains too. Those who get on the train early want to ensure that they will have the illusion of some comfort at least from their one side. This side is the corridor. It can’t be the door area, from the other side, since the door opens every two or three minutes at every train stop for more passengers to embark. Consequently, the early bird stands in front of the corridor so that no one would pass by. The kids of the German school close to the state border, the emigrant without knowledge of German, the old woman who doesn’t know that there are handles to hold on in the corridor, would rather not dare protest. The corridor remains empty while the door area has the desperation but not the anger of a riot. Yes, getting on the Basel suburban train is a triumph of noncooperative game-theoretical solutions, since the Nash-equilibrium is the worst of cases: the one party is squeezed until they reach the main station, the other is the blocking blockhead. In an urban agglomeration of totally six hundred thousand inhabitants (one third of this is the population of the city, the population of the neighbouring German towns make up another third, the last third, finally, are the inhabitants of the canton Basel-Landschaft) this is not always without reidentifications of the kind “I know him, he lives across the street where my sister lives”.

In some big cities I happen to know better, Athens, Munich, Belgrade, the blocking individual will be pushed to give way. The others give him the chance to stop being an idiot and they get some extra space for this service. As one sees, pushing can be a cooperative game-theoretical solution.

I know that it is offensive to speak of an “idiot”. I ask the reader to acknowledge the mitigating circumstances. One of them is the fact that the word is of Greek origin and means “of his own”.

Hume thought it a good measure to block the game-theoretical pessimum of religious hatred he had in mind centuries before its time, by means of a positive reinforcement (instead of a negative like pushing): bribing the clerics for their indolence – but only for their indolence. Corrupt clerics are more cooperative than honest fanatics who would rather launch polemics.

One thing is that you can’t impress a blockhead by pushing. This is presumably the reason for the more cooperative nature of train crowds in big cities where pushing is simply more frequent. In contrast, bribing hatemongers is a measure that works independently of location.